Gerrit T. Rietveld

Miniaturen-Bausatz „Couchtisch und Berliner Stuhl“

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1923 entwarf Gerrit Rietveld einen kleinen Couchtisch für das Schröder-Haus in Utrecht und den asymmetrischen  „Berliner Stuhl“ als Beitrag für eine im gleichen Jahr in Berlin stattfindende Ausstellung. 

1985 erschien von beiden Möbelstücken ein Miniaturen-Bausatz im Maßstab 1:6. Die Einzelteile  sind in einem sehr schön gestalteten Schuber aus bedrucktem Karton untergebracht. Eine kleine Broschüre mit ausführlichen Informationen sowie Hinweisen zur Montage und Lackierung gehört zum Bausatz.

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Der Tisch besteht aus einer runden und mit einem Ausschnitt versehenen Fußplatte, zwei kleinen Holzbrettchen mit Ausschnitten zur Bildung des Tischgestells und einer quadratischen Tischplatte mit Ausschnitt. Eine dünne Leiste stabilisiert nach erfolgter Montage die Tischplatte.

Maße der Miniatur in zusammengegestecktem Zustand:
82 x 82 mm, 98 mm hoch.

Zum Lackieren des Tisches enthält der Schuber fünf Döschen mit den authentischen Farbtönen Rot, Blau, Gelb, Schwarz und Weiß.

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Fünf kleine Brettchen und drei Leisten bilden den „Berliner Stuhl“. Das große Vorbild des Stuhls ist schwarz, mittelgrau und hellgrau lackiert. Um die Farben entsprechend zu mischen, ist eine kleine Farbmusterkarte beigelegt.

Maße der Miniatur in montiertem Zustand:
124 x 95 mm, 177 mm hoch.

Zwei Leisten des Bausatzes sind mit Dübeln ausgestattet und die Gegenstücke entsprechend  gebohrt.

Hans Coray

Miniatur „Landi-Stuhl“ 

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Im Rahmen eines 1938 ausgeschriebenen Wettbewerbs der Schweizer Landesausstellung „Landi“ entwarf der Schweizer Hans Coray den stapelbaren Landi-Stuhl aus Aluminium. Corays Entwurf ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor und wurde 1939 erstmals produziert und auf dem Gelände der Landesausstellung eingesetzt. Danach wurde der leichte Aluminiumstuhl 63 Jahre weiter produziert. Im Jahr 2001 mußte die Produktion dann eingestellt werden. Von 2007  bis 2012 wurde der Landi-Stuhl erneut durch die schweizerische Westermann AG hergestellt.

Die polierte Miniatur meiner Sammlung (Abbildung oben, rechts) wurde 1997 vom Vitra Design Museum für die Miniaturenausstellung Designmaßstäbe hergestellt und wird im Ausstellungskatalog unter der Position 44 geführt. Die Miniatur in der matt eloxierten Ausführung (Abbildung oben, links) wird vom Vitra Design Museum seit 2008 für die Vitra Miniatures Collection hergestellt und ist heute noch erhältlich.  

Maße der Miniaturen: 87 x 107 mm, 126 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Die Sitzschalen meiner Miniaturen weisen unterschiedliche Herstellungsverfahren auf.

Die polierte Miniatur – es wurden nur 10 Exemplare angefertigt- ist in Handarbeit hergestellt worden. Die Sitzschale und die Traversen unter dem Sitz sind handgedengelt, man erkennt das an kleinen Unebenheiten und gerade noch sichtbaren Werkzeugspuren. Auch die Aluminiumprofile der Seitengestell sind von Hand gebogen.

Die Elemente der eloxierten Miniatur werden seriell mit speziellen Werkzeugen und in Pressen hergestellt. Es sind keinerlei Unebenheiten festzustellen, da bei der Produktion der Miniaturen die gleichen Qualitätansprüche gelten wie beim großen Original. 

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Alvar Aalto

Miniatur „Beistelltisch Modell Paimio, Nr. 75/915“

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Alvar Aalto baute in den Jahren von 1929 bis 1933 ein Tuberkulose-Sanatorium nahe der finnischen Stadt Paimio. In dieser Zeit entwarf er für die Einrichtung des Sanatoriums Sitzmöbel und Tische aus schichtverleimtem und  gebogenem Birkenholz in Kombination mit verformten Sperrholzelementen.

Die Miniatur dieses Beistelltisches ist eine von wenigen Prototypen, die vor 1997 durch das Vitra Design Museum angefertigt wurden. Sie fand weder Aufnahme in die seit 1992 produzierte „Miniatures Collection“ noch in die Miniaturenausstellung „Designmaßstäbe – 100 klassische Sitzmöbel“. Deshalb ist die Miniatur meiner Sammlung eine bemerkenswerte Rarität.

Maße der Miniatur: 100 x 84 mm, 101 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Gestelle der Miniatur sind aus laminiertem Birkenholz hergestellt und farblos lackiert, die Tisch- und Zwischenplatte aus gebogenem Sperrholz sind schwarz gebeizt und seidenmatt lackiert.  

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Marcel Breuer

Miniaturen B3 „Wassily Chair“

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Marcel Breuer entwarf 1925 den Clubsessel B3 aus gebogenem Stahlrohr. Die Gestellteile der ersten Version und die der im Folgejahr aufgelegten Kleinserie waren miteinander verschweißt. Bis 1928 folgten drei weitere Entwürfe, deren Gestellteile nach dem Biegen miteinander verschraubt wurden. Nach Aufnahme der Produktion durch den italienischen Möbelhersteller Gavina im Jahr 1962 erhielt der B3 die Zusatzbezeichnung „Wassily Chair“. Die Namensgebung war eine Hommage an Wassily Kandinsky. Heute wird der Wassily Chair unverändert von Knoll International hergestellt.
Die Miniaturen meiner Sammlung stellte der schwedischen Architekturmodellbauer Modell & Form AB in Göteborg und das Vitra Design Museum in Weil am Rhein her.

Maße der Vitra Miniatur: 130 x 133 mm, 130 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6

Maße der Modell & Form Miniatur: 157 x 136 mm, 154 mm hoch.
Maßstab: 1:5

Das Gestell der Modell & Form Miniatur besteht aus Einzelteilen, wie sie in der Produktion von Knoll vorgesehen sind. Dem zweiteiligen, in der Mitte der Kufen geteilten Grundgestell, je einem Elemente für Sitz und Rücken sowie 2 Seitenstreben unter den Armlehnen. Der komplette Sessel besteht aus diesen sechs Rohrelementen sowie sieben Lederbespannungen für Sitz, Rücken und die Armlehnen.
Das Gestell der Vitra Miniatur besteht aus sieben Rohrelementen, da das Grundgestell vorne und hinten unter den Seitenstreben geteilt ist. Die Gestelle beider Miniaturen sind aus gebogenem und verchromtem Eisendraht angefertigt, die Bespannungen sind in schwarzem Leder ausgeführt.

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Marcel Breuer

Miniaturen „Cesca“ Modell B 32 und B 64

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Den Freischwinger B 32 und B 64 – auch „Cesca“ genannt – entwarf Marcel Breuer 1928. Seit 1929 werden beide Modelle von Gebrüder Thonet in Frankenberg/Eder hergestellt. Die Miniatur des Freischwingers Modell B 64  mit Armlehnen, wurde vom Vitra Design Museum in den Jahren von 1996 bis 2009 produziert.
Die Miniatur des Freischwingers Modell B 32 ohne Armlehnen gab es in dieser Version nicht. Ich habe die Miniatur vor zwei Jahren mit abgesägten Armlehnen gekauft und diese wunderschöne, aber doch sehr verunstaltete Miniatur in Eigenarbeit in den heutigen Zustand versetzt. Die Gestellenden sind jetzt wie beim großen Original im Bereich der Rückenlehne gerade nach oben geführt.  Hier ist eine Abbildung der Miniatur, so wie ich sie erworben habe, also noch in unrestauriertem Zustand.

Maße der Miniatur mit Armlehnen:    91 x 87 mm, 135 mm hoch.
Maße der Miniatur ohne Armlehnen: 74 x 87 mm, 135 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Die Bugholzrahmen und Armauflagen sind schwarz decklackiert. Die Rahmen für Sitz- und Rückenpolster sind mit Rohrgeflecht bespannt, die Gestelle beider Miniaturen sind aus gebogenem Eisendraht angefertigt und verchromt.

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Das Rohrgeflecht – auch Wiener Geflecht genannt –   wird aus gespaltenem Binsengras auf einem extra angefertigten Miniaturwebstuhl geflochten. Die Breite der einzelnen Gräser und die Sorgfalt mit der das Geflecht angefertigt wird, garantiert eine originalgetreue Nachbildung im Maßstab 1:6.

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Le Corbusier, P. Jeanneret, Ch. Perriand

Miniatur „Chaise longue à réglage continu“

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Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand entwarfen die Liege im Jahr 1928.

Bereits 1992 war die Herstellung der Miniatur mit Stoffbezug in beige geplant. Mit Ausnahme weniger Miniaturen wurde die Produktion jedoch aus lizenzrechtlichen Gründen eingestellt. Seit 1996 stellt das Vitra Design Museum die Miniatur der Liege in schwarzem Leder her.

Maße der Miniatur:  94 x 271 mm, 117 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Metalluntergestell ist schwarz matt lackiert und hat gummiummantelte und drehbare Auflagerollen für das Oberteil. Die Gestellteile der Liege sind aus verchromtem Eisendraht hergestellt und das mit schwarzem Leder bezogene Polsterelment liegt auf Gummigurten auf. Kleine Lederschlaufen verbinden die Nackenrolle und das Polster mit dem Gestell.

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Le Corbusier, P. Jeanneret, Ch. Perriand

Miniatur “Siège Tournant”

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Diese Miniatur des Siège Tournant im Maßstab 1:6 wurde vom Vitra Design Museum in den Jahren 2004 und 2005 hergestellt. Eine geänderte und bis heute aktuelle Version der Miniatur – s. mein Beitrag vom 28. Juli 2013 – folgte dann ab 2006.

Maße: 99 x 85 mm, 124 mm hoch.

Die Gestellelemente der Miniatur sind aus unterschiedlich starkem Eisendraht angefertigt und verchromt. Das Sitzpolster liegt lose auf dem mit Metallfedern bespanntem Sitzrahmen auf. Sitz und Rückenlehne sind mit Leder bezogen. Der seitliche Polsterboden ist oben und unten bereits mit einem umlaufenden Keder ausgestattet.

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Le Corbusier, P. Jeanneret, Ch. Perriand

Miniatur „Siège Tournant“

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Der Sessel Siège Tournant ist ein Entwurf aus dem Jahr 1928. Das Vitra Design Museum stellt die Miniatur im Maßstab 1:6 seit 2004 her. Die Miniatur rechts im Bild, zeigt die zweite und heute gültige Version,  die seit 2006 hergestellt wird.

Maße: 102 x 93 mm, 117 mm hoch.

Die Gestellelemente der Miniatur sind aus unterschiedlich starkem Eisendraht angefertigt und unter dem Polstersitz befindet sich eine Lochblechplatte. Alle Metallteile sind verchromt. Das fest mit dem Sitzrahmen verbundene  Sitzpolster und die Rückenlehne sind mit schwarzem Leder bezogen.

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Le Corbusier, P. Jeanneret, Ch. Perriand

Miniatur „Fauteuil à Grand Confort“

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Der Sessel Fauteuil à Grand Confort ist ein Entwurf von 1929.  Die Miniatur im Maßstab 1:6 stellt das Vitra Design Museum seit  2004 her.

Maße: 128 x 117 mm, 121 mm hoch.

Das verchromte Metallgestell der Miniatur ist aus unterschiedlich starkem Eisendraht hergestellt. Der Sitzrahmen aus Winkelprofilen ist zur  Aufnahme der Sitzpolster mit Gummigurten bespannt. Die Polsterelemente sind mit schwarzem Leder bezogen und die seitlichen Polsterböden sind  im Bereich der Nähte mit Kedern versehen.

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Gerrit T. Rietveld

Miniatur „Beugel Stoel“

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Der 1927 von Gerrit Rietveld entworfene Beugel Stoel war Vorbild für die vom Vitra Design Museum hergestellte Miniatur. Die Miniatur wurde für die Miniaturenausstellung  Designmaßstäbe hergestellt und wird im Ausstellungskatalog   unter der Position 25 geführt.

Maße der Miniatur: 100 x 149 mm, 150 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Sitz- und Rückenplatte der Miniatur ist aus mehrlagig verleimtem und verformtem  Furnierholz hergestellt und gelb lackiert. Die Armlehnen sind aus schwarz lackiertem Massivholz hergestellt und allseitig abgerundet. Die Seitengestelle aus Eisendraht sind schwarz, seidenmatt beschichtet.

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