Alvar Aalto

Miniatur „Armlehnenstuhl 42“

Aalto-Sessel-Nr.-42_01

Diese Miniatur des von Alvar Aalto entworfenen Freischwingers Modell 42 ist eine Neuauflage des Vitra Design Museums und wird seit Oktober 2014 angeboten. Anlass nach genau drei Jahren wieder eine Miniatur zu produzieren, ist die Ausstellung „Alvar Aalto – Second Nature“, die vom 27. September 2014 bis 01.März 2015 im Vitra Design Museum gezeigt wird.
Zur Miniatur aus meiner Sammlung gehört wie zu allen Miniaturen der ‘Miniatures Collection’ ein Holzkistchen und eine Broschüre.

Maße der Miniatur: 101 x 124 mm, 119  mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die schichtverleimten Seitenteile der Miniatur sind aus Birkenholz angefertigt, natur belassen und seidenglänzend lackiert. Die Sitzschale aus gebogenem Sperrholz ist schwarz glanzlackiert.

In dem Foto unten habe ich die Miniatur einer früheren Anfertigung der heutigen Version gegenübergestellt. Die heutige Miniatur misst in der Breite und Höhe jeweils drei Millimeter mehr und die Armlehnenenden sind um etwa zehn Millimeter mehr nach oben verlängert. Auch bei großen Originalen kann man diese Unterschiede feststellen.

Aalto-Sessel-Nr.-42_02

Gerrit T. Rietveld

Miniaturen  „Rot-Blauer Stuhl“

Rietveld_Rotblau-06

Rietveld_Rotblau-05  Rietveld_Rotblau-04
Fotos © Dirk Dowald

Gerrit Rietveld entwarf die Grundform des Rot-Blauen Stuhls bereits im Jahr 1918. Die Version dieses Stuhls war mit geschlosssenen Seitenteilen unter den Armlehnen versehen und neben der Naturausführung grau oder schwarz lackiert. Erst 1923 erhielt der Stuhl seine Farbgebung mit rotem Rücken, blauem Sitz und den gelben Stirnseiten der schwarzen Gestellteile.
Die Miniatur des Vitra Design Museums aus meiner Sammlung (Bild oben links) wird heute noch angeboten, meine daneben gezeigte Miniatur des Architekturmodellbauers Modell & Form in Göteborg ist sehr selten und nur noch „antiquarisch“ zu erhalten.

Rietveld_Rotblau-02
Foto © Dirk Dowald

Miniatur des Vitra Design Museums:
Maße der Miniatur: 110 x 139 mm, 144 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6

Das schwarz lackierte Gestell der Miniatur ist aus massiven Vierkanthölzern hergestellt, die Stirnseiten sind gelb lackiert. Die Sitz- und Rückenplatten aus Sperrholz sind rot und blau lackiert.
Zur Miniatur gehört das übliche Holzkistchen als Verpackung und eine kleine Informationsbroschüre.

Rietveld_Rotblau-03
Foto © Dirk Dowald

Miniatur des Architekturmodellbauers Modell & Form :
Maße der Miniatur: 133 x 167 mm, 174 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:5

Die Miniatur ist aus den gleichen Materialien wie die des Vitra Design Museums hergestellt und ebenso präzise und sorgfältig ausgeführt.

Charles Rennie Mackintosh

Miniatur „Argyle Chair“ 

Mackintos_Argyle-04

Den Argyle Chair entwarf der britische Architekt und Designer Charles Rennie Mackintosh im Jahr 1897 für die Einrichtung der Argyle Street Tearooms im schottischen Glasgow. Der Stuhl wurde aus Eichenholz hergestellt und mit einer Rosshaarpolsterung oder einem Binsensitz versehen.
Das ovale, in die seitlichen Enden der Rückenlehne eingelassene Kopfstück, ist mit dem Motiv eines fliegenden Vogels verziert.
Die Miniatur aus meiner Sammlung wurde in den Jahren von 2000 bis 2010 vom Vitra Design Museum produziert und angeboten.

Maße der Miniatur: 81 x 78 mm, 231 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell der Miniatur ist aus Nußbaum hergestellt, leicht gebeizt und seidenmatt lackiert. Markant sind die doppelten Querstreben, die vorne und seitlich die Stuhlbeine miteinander verbinden und stabilisieren.
Der Sitz ist aus feinem Garn geflochten und in diesem kleinen Maßstab handwerklich perfekte verarbeitet.
Zu dieser Miniatur gehört ein Holzkistchen des Vitra Design Museums und eine Informationsbroschüre.

Mackintos_Argyle-03

Mackintos_Argyle-02

Josef Hoffmann

Miniatur „Fledermaus-Hocker“

Hoffmann_Fledermaus-Hocker-01

Der Wiener Architekt Josef Hoffmann entwarf 1907 die Einrichtung für das Cabaret Fledermaus in Wien. Der sogenannte Fledermaus-Hocker gehört ebenso wie der Fledermaus-Stuhl zu einem Ensemble verschiedener Möbelstücke. Besonderes Merkmal dieser Möbelserie sind  die knapp am Boden befindlichen Rahmen zur Aufnahme der Beine und die kugelförmigen Eckverstärkungen.

Die Miniatur des Hockers wurde von der Galerie Ambiente in Wien produziert und in deren Online-Shop angeboten.

Maße der Miniatur: 60 mm Ø, 75 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist komplett aus Buchenholz hergestellt, dunkelbraun gebeizt und glänzend lackiert. Der Sitzrahmen mit eingeleimtem Sperrholzsitz und der Fußring sind aus unterschiedlich starkem Schichtholz herausgeschnitten. Die kugelförmigen Eckstützen und die „Hockerbeine“ sind aus massivem Buchenholz hergestellt und an den Verbindungsstellen und den Fußgleitern verdübelt.

Hoffmann_Fledermaus-Hocker-02

Hoffmann_Fledermaus-Hocker-03

Hoffmann_Fledermaus-Hocker-04

Max Bill und Hans Gugelot

Miniatur „Ulmer Hocker“

Bill_Ulmer-Hocker-03

Der Schweizer Maler, Bildhauer und Architekt Max Bill, erster Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung und der Architekt Hans Gugelot entwarfen 1954 den „Ulmer Hocker“ für die Einrichtung der neu gegründeten Hochschule. Der Hocker konnte preiswert in der eigenen Tischlerwerkstatt hergestellt werden und zeichnete sich besonders durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aus.
Die Miniatur des Ulmer Hockers wurde von 2003 bis 2012 vom Vitra Design Museum hergestellt.

Maße der Miniatur: 65 x 49 mm, 73 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Seiten und die Sitzfläche der Miniatur sind aus Fichtenholz hergestellt und durch Fingerzinken stabil miteinander verbunden. Die Rundholztraverse und die unter den Seiten eingefrästen Kufen bestehen aus Buchenholz.
Die schlichte und einfache Konstruktion des Hockers lässt eigentlich keine besonderen Ansprüche an die Herstellung der Miniatur vermuten.
Allerdings machen die perfekt hergestellten und miniaturisierten Fingerzinken, die Miniatur zu einem kleinen Kunstwerk.

Bill_Ulmer-Hocker-04

Auf den Kufen stehend, erfüllt der Hocker die ursprünglich geplanten Verwendung, auf ihm zu sitzen.

Bill_Ulmer-Hocker-05

Auf die Seite gelegt und auf einen Tisch oder ein anderes tischhohes Möbel gestellt, wird der Hocker zum Stehpult und ermöglicht einem das Lesen und Schreiben im Stehen.

Bill_Ulmer-Hocker-06

Auf den Kopf gestellt, die Rundholztraverse als Tragegriff genutzt, benutzt man den Hocker als Transportbehälter.

Auch als Fußhocker, Beistelltisch oder Regalelement ist der Ulmer Hocker einsetzbar.

 

Karl Friedrich Schinkel

Miniaturen Gartenstuhl und Gartenbank

Schinkel_Gartenstuhl-02

Der Gartenstuhl aus Eisen wurde um 1820 von dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel entworfen. Die charakteristischen Elemente sind zwei identische, in einem Stück gegossene Seitenteile, schmiedeeiserne Stäbe zur Querverbindung und die dekorative und ergonomisch verformte Rückenlehnenfüllung. Die unterschiedlich langen Querverbindungen, eingelassen in die Bohrungen der Seitenteile, bilden den Stuhl oder die Bank.

Der Entwurf Schinkels ist ein frühes Beispiel für eine industrielle Fertigung und die Möglichkeit der Serienproduktion.

Die Miniatur des Gartenstuhls wird seit dem Jahr 2000 vom Vitra Design Museum hergestellt und vertrieben. Die Miniatur der Gartenbank ist eine Einzelanfertigung.

Maße der Miniaturen:
Stuhl: 81 x 89 mm, 140 mm hoch,
Bank: 182 x 89 mm, 133 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Die Seitenteile und Rückenfüllung aus einem Metallguss sowie die Querverbindungen aus Eisendraht sind anthrazitfarbig beschichtet. Durch eine spezielle Zusammensetzung des Lackes wurde der typische Charakter von Gusseisen erreicht.
Wie beim großen Original zeigen die Dekore der Seitenteile und der Rückenfüllung klassizistische Motive.
Zur Miniatur des Stuhles gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

Schinkel_Gartenstuhl-03

Schinkel_Gartenstuhl-04

 

Don Chadwick

Miniatur „Spark Chair“

Chadwick_SparkChair-01

Der amerikanische Designer Don Chadwick entwarf 2009 den Spark Chair für Knoll International. Der leichte Stapelstuhl aus glasfaserverstärktem Polypropylen ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbreich geeignet.
Die Miniatur des Stuhles wurde als Werbemodell von Knoll International hergestellt.

Maße der Miniatur: 84 x 91 mm, 132 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1.6

Die Miniatur ist durchgängig aus grünem Kunststoff hergestellt und wie das große Vorbild stapelbar. Unter den seitlichen Sitzverstärkungen befinden sich links und rechts je zwei „Stapelböcke“ und unter der Sitzfläche ist die Stuhlbezeichnung und das Knoll-Logo eingeprägt.
Zur Miniatur gehört eine Faltschachtel aus weißem und bedrucktem Karton.

Chadwick_SparkChair-02  Chadwick_SparkChair-03
Chadwick_SparkChair-04

Gebrüder Thonet

Miniatur „Thonet Nr. 18“

Thonet_Nr.18-01

Den Stuhl Nr. 18 entwarfen die Gebrüder Thonet im Jahr 1875. Bis auf die Rückenlehnenfüllung unterscheidet er sich kaum von der Nr. 14. Die Rückenlehnenfüllung reicht von der oberen Rückenlehnenbiegung bis zur Hinterkante des Sitzes, an dem sie verschraubt ist.
Die Miniatur ist eine Einzelanfertigung und deshalb wieder eine kleine Kostbarkeit in meiner Sammlung.

Maße der Miniatur: 68 x 84 mm, 149 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Alle Gestellteile der Miniatur sind aus Buchenholz massiv gebogen. Der Sitzring ist aus Sperrholz ausgeschnitten und mit einem leicht verformten Holzsitz versehen.
Die Oberfläche aller Holzteile ist dunkelbraun gebeizt und seidenmatt lackiert.

Da ich in meiner Literatur und auch in anderen Quellen kaum Informationen über den Stuhl und vor allem über die angebrachte Fußverbindung fand, habe ich wieder die Hilfe des Thonet-Experten Wolfgang Thillmann in Anspruch genommen.

Herr Thillmann stellte mir nicht nur eine Übersicht der verschiedenen Fußverbindungen zur Verfügung, sondern gab mir auch die nachstehenden Informationen, die ich gerne zitiere:

„Die Miniatur des Sessels Nr.18 hat die Fußverbindung Nr. 27. Thonet bot eine Unzahl unterschiedlicher  Fußverbindungen an. Die normale Ausführung ist der Fußring, er hat die Nr.1. Alle Sessel und Fauteuil wurden damit grundsätzlich ausgestattet. Gegen entsprechenden Aufpreis waren auch andere Fußverbindungen möglich, ab einer Bestellung von 5000 Stück dann sogar ohne Aufpreis gegenüber der Normalausführung.“

Thonet_Nr.18-03  Thonet_Nr.18-02
© Archiv W. Thillmann

Thonet_Nr.18-04
© Archiv W. Thillmann

Thonet_Nr.18-05  Thonet_Nr.18-06

Giuseppe Terragni

Miniatur „Scagno“

Terragni_Scagno-01

Der italienische Architekt Giuseppe Terragni entwarf Mitte der 1930er Jahre den Stuhl Scagno. Erst seit 1972 wird der Stuhl vom Möbelhersteller Zanotta in Nova Milanes, Italien unter der Bezeichnung „Follia“  produziert.
Die Miniatur meiner Sammlung wurde 1997 vom Vitra Design Museum für die Miniaturenausstellung Designmaßstäbe hergestellt und wird im Ausstellungskatalog unter der Position 40 geführt.

Maße der Miniatur: 83 x 100 mm, 143 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Stuhlbeine, der breite Sitzrahmen und die Sitzfläche der Miniatur sind aus massivem Holz angefertigt, die Rückenlehne besteht aus verformtem, schichtverleimtem Sperrholz. Alle Holzteile sind schwarz, seidenmatt lackiert.
Die Rückenlehne wird durch zwei verchromte Federbögen aus Metall mit dem Stuhlunterteil verbunden.

Terragni_Scagno-02

Terragni_Scagno-03  Terragni_Scagno-05

Adolf Loos

Miniatur „Stuhl für das Café Museum“

Loos_Cafe-Museum-01

Der österreichische Architekt Adolf Loos entwarf 1898 für die Innenausstattung  des Café Museum in Wien den Stuhl No. 255, den so genannten  „Stuhl für das Café Museum“. Hergestellt wurden die Stühle durch den Bugholzmöbelhertseller Jakob & Josef Kohn in Wien.

Die Miniatur dieses Stuhles wurde vom Vitra Design Museum für die Miniaturenausstellung Designmaßstäbe angefertigt und wird im Ausstellungskatalog unter der Position 8 geführt.

Maße der Miniatur: 75 x 86 mm, 146 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Stuhlbeine, Rückenelemente und Fußverbindungen der Miniatur sind aus Bugholz hergestellt, dunkelbraun gebeizt und glänzend lackiert. Der trapezförmige und aus verleimtem Schichtholz hergestellte Sitzrahmen ist mit Wiener Geflecht aus gespaltenem Binsengras bespannt.
Die Verdickung am Sitzrahmen – zur Aufnahme der Stuhlbeine – und die Verschraubungen  sind trotz der miniaturisierten Größe wie beim großen Original sehr präzise ausgeführt.

Loos_Cafe-Museum-02  Loos_Cafe-Museum-03

Loos_Cafe-Museum-04