Marcel Breuer

26. Juni 2016

Miniatur  „Armlehnstuhl B 11“

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Vorbild für die von mir angefertigte Miniatur ist der in den Jahren 1926/27 von Marcel Breuer entworfene Armlehnstuhl B 11. Es handelt sich um die erste Version, bei der die Rückenlehnenenden noch nicht miteinander verbunden sind. Die Rückenlehne der 1927 entworfenen zweiten Version sind dagegen miteinander verbunden und am oberen Ende nach hinten abgekröpft.

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In einer Manufaktur für technische Spielwaren ließ ich nach meinen Skizzen das Gestell biegen und bohren. Ein Schneider nähte mir für Sitz und Rücken die Bespannungen.

Den aus sechs Teilen bestehenden Stuhl habe ich mit 1,2 mm starken Sechskantschrauben und den entsprechenden Muttern montiert und durch die blauen Stoffbespannungen komplettiert.

Maße der Miniatur: 82 x 88 mm, 144 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell aus 3 mm starkem Eisendraht besteht aus einem durchgängig gebogenem Element für Kufen, Vorderbeine, Armlehnen und die stabilisierende Rückenstrebe, einem Sitzrahmen, zwei im Rückenbereich abgekanteten Hinterbeinen und zwei Traversen unter der Sitzvorderkante.

Den blauen Stoff für die Bespannung konnte ich in einem Geschäft für Kurzwaren und Schneidereibedarf kaufen. Der Farbton und die Gewebestruktur stimmen mit dem vom Vitra Design Museum verwendeten Stoff für die Miniatur des B 35 überein. Ein schöner Zufall.

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Peter Ghyczy

19. Juni 2016

Miniatur „Garden Egg“

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Das Garden Egg entwarf der deutsche Designer Peter Ghyczy 1968. Der vollkommen aus Kunststoff gearbeitete Gartensessel ist mit einem aufklappbaren Deckel ausgestattet, der in geöffnetem Zustand die Rückenlehne bildet. Ein eingelegtes Kissen für Sitz und Rücken sorgt für bequemes Sitzen.

Die Miniatur des Garden Egg – auch Garten Ei oder Senftenberger Ei genannt – wird vom Vitra Design Museum seit 2008 angeboten.

Maße der Miniatur: 121 x 139 mm, 71 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20208601

Die Miniatur des Garden Egg ist aus Polyurethan hergestellt und weiß lackiert. Der Deckel und das Unterteil sind durch eine Klappmechanik miteinander verbunden und nehmen das durchgängig genähte und mit schwarzem Stoff bezogene Polsterelement auf.

Zur Miniatur gehört ein vom Vitra Design Museum hergestelltes Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Charles Eames und Eero Saarinen

12. Juni 2016

Miniatur „Organic Armchair“

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Charles Eames und Eero Saarinen entwarfen 1940 gemeinsam den Organic Armchair als Beitrag für den Wettbewerb „Organic Design in Home Furnishings“ des Museum of Modern Art in New York. Der Sessel mit seiner verformten Holzschale wurde auf Grund fehlender Produktionstechniken erst in den 1950er Jahren für kurze Zeit in den USA in Serie hergestellt. Seit 2006 wird der Organic Chair in seiner ursprünglichen Form und auch als Organic Highback  von Vitra produziert.

Die Miniatur des Organic Chairs wird seit 1997 vom Vitra Design Museum angeboten.

Maße der Miniatur: 125 x 111 mm, 153 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20246101

Die Sitzschale der Miniatur ist aus verformtem Sperrholz hergestellt, mit Schaumgummi belegt und mit schwarzem Stoff bezogen. Die Stuhlbeine aus massivem Birkenholz sind leicht gebeizt und klar lackiert.

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Eero Saarinen

05. Juni 2016

Miniatur „Tulip Chair“

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Den Tulip Chair entwarf Eero Saarinen in den Jahren von 1953 bis 1956 für Knoll International. Zur Tulip Familie gehören auch ein Sessel , Tische in verschiedenen Größen und ein Hocker.  Die damals völlig neuen Möbeltypen begnügten sich mit nur einem zentralen Säulenfuß und unterschieden sich erheblich von allen bisher bekannten Möbelentwürfen. Die komplette Kollektion wird seit Produktionsbeginn im Jahr 1956 bis heute von Knoll International produziert.

Das Vitra Design Museum bietet die Miniatur des Tulip Chairs seit dem Jahr 2000 an.

Maße der Miniatur: 83 x 89mm, 134 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20251901

Der zentrale Säulenfuß der Miniatur ist aus Aluminium gegossen und genau wie die aus Kunststoff angefertigte Sitzschale weiß beschichtet. Das Sitzkissen aus Polyätherschaum ist mit rotem Veloursstoff bezogen und fest mit der Sitzschale verbunden.

Zur Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Eero Saarinen

30. Mai 2016

Miniatur „Womb Chair & Ottoman“

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Eero Saarinen entwarf in den späten 1940er Jahre den Womb Chair für Knoll International. Zur Herstellung der extrem verformten und umpolsterten Sitzschale wurde im Möbelbau zum ersten Mal glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet. Seit Produktionsbeginn im Jahr 1948 wird der Womb Chair und Ottoman auch heute noch von Knoll International produziert.

Die Miniatur wurde 2011 vom Vitra Design Museum aufgelegt und bis heute angeboten.

Maße der Miniatur:
Sessel: 153 x 144 mm, 148 mm hoch.
Ottoman: 115 x 81 mm, 69 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20257501

Die Sitzschalen von Sessel und Hocker sind innen gepolstert und genau wie die losen Kissen allseitig mit rotem Stoff bezogen. Die Metallgestelle aus verchromtem Eisendraht sind an den Gestellenden mit Metallgleiter ausgestattet und durch kleine Schlitzschrauben mit den Oberteilen verbunden.

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Frank Lloyd Wright

22. Mai 2016

Miniatur „Peacock Chair“

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Den Peacock Chair entwarf Frank Lloyd Wright 1921/22 für das Imperial Hotel in Tokyo. Der Stuhl, auch Imperial Hotel Chair genannt, zeigt formale Details, die in der Architektur des von Wright gebauten Hotels wiederzufinden sind.

Die Miniatur des Peacock Chairs wurde in den Jahren von 1998 bis 2009 vom Vitra Design Museum angeboten.

Maße der Miniatur: 65 x 85 mm, 160 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6
Artikelnummer der Miniatur: 20250101

Das Gestell der Miniatur ist aus Eichenholz angefertigt, leicht gebeizt und seidenmatt lackiert. Die 60 Einzelteile des Gestells sind sehr sorgfältig miteinander verleimt, teilweise mit Schrauben und Messingbeschlägen versehen. Die Polsterelemente von Sitz und Rücken sind mit gelbem Leder bezogen.

Zur Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre des Vitra Design Museums.

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Frank Lloyd Wright

15. Mai 2016

Miniatur „Robie House 1“

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Frank Lloyd Wright baute in den Jahren von 1908 bis 1910 das Haus Frederick C. Robie in Chicago, Illinois und entwarf für das Speisezimmer des Hauses einen Holzstuhl mit einer extrem hohen Rückenlehne und einem gepolsterten Sitz.

Der Stuhl wird seit 1986 vom italienischen Möbelhersteller Cassina unter der Bezeichnung 601 Robie 1 hergestellt. Die Miniatur des Stuhls wurde in den Jahren von 1996 bis 2011 vom Vitra Design Museum angeboten.

Maße der Miniatur: 68 x 78 mm, 232 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6
Artikelnummer der Miniatur: 20232101

Das Gestell der Miniatur ist aus massivem Kirschbaumholz hergestellt, leicht gebeizt und seidenmatt lackiert. Wie beim großen Original sind die Stuhlbeine unten ausgestellt und mit Metallgleitern versehen. Das leicht gepolsterte Sitzelement ist mit rotem Stoff bezogen.

Zur Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Aus meinem Bücherschrank

15. Mai 2016

Rudolf Steiner · Die Alchemie des Alltags

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Das Buch »Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags« gibt zum ersten Mal eine umfassende Übersicht über Steiners gestalterisches Werk, zeigt aber zugleich auch seine historischen Wurzeln und seine Wirkungsgeschichte. Mehrere Essays namhafter Autoren nähern sich dem Phänomen Steiner aus unterschiedlichen Richtungen, etwa mit Essays zu seinem Zeitkontext, zu seiner Verbindung von Natur- und Geisteswissenschaft, mit seiner Architektur, seinem Design, seinem Bühnenwerk und seinem Einfluss auf Tendenzen der Gegenwartskunst. Ergänzt werden sie um einen umfangreichen Katalogteil, der die wichtigen Werke Steiners zeigt und sie mit denen bedeutender Zeitgenossen und Gegenwartskünstler konfrontiert. Eine bebilderte Biographie vervollständigt dieses Buch, mit dem eine wichtige Figur des 20. Jahrhunderts erstmals wieder einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Text: Klappentext des Verlages

 

Rudolf Steiner / Oswald Dubach

08. Mai 2016

Miniatur „Anthroposophischer Stuhl“
(Aktualisierung der Informationen und Abbildungen)

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Der Anthroposophische Stuhl wurde in den 1930er Jahren vom schweizerischen Bildhauer Oswald Dubach nach Rudolf Steiners anthroposophischen Gestaltungsvorstellungen entworfen. Besonderes Merkmal sind die abgeschrägten Eckausbildungen, die auch in der Gebäudearchitektur des zur gleichen Zeit von Steiner entworfenen und in Dornach gebauten Goetheanums wiederzufinden sind.

Die Miniatur des Anthroposophischen Stuhls wurde 2010 vom Vitra Design Museums in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren aufgelegt. Anlass war die in der Zeit vom 13.05.2010 bis 03.10.2010 im Kunstmuseum Wolfsburg stattfindende Ausstellung „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“.

Maße der Miniatur: 68 x 81 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Der Rücken der Miniatur ist aus Sperrholz und alle anderen Gestellteile aus Massivholz angefertigt. Die sichtbaren Flächen sind in Eiche furniert, leicht gebeizt und seidenmatt lackiert.

Zur Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Fortunato Depero

01. Mai 2016

Miniatur „Remida“

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Fortunato Depero, Künstler des italienischen Futurismus, entwarf 1922 den Hocker Remida. Der Korpus des Hockers besteht aus neun gleich großen, nach unten spitz zulaufenden Segmenten aus Ahorn. Die runde Sitzfläche ist mit Lederzuschnitten in den Farben grün, gelb, blau, rosa und rot belegt.

Der Hocker Remida wird heute als Hommage an Fortunato Depero vom italienischen Möbelhersteller Zanotta hergestellt. Die Miniatur des Hockers habe ich für meine Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur:  Ø 53 mm , 73 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Für den Korpus des Hockers habe ich vier Lagen 0,6 mm starkes Ahornfurnier um ein im Durchmesser passendes Kunststoffrohr verleimt. Nach dem Zuschneiden der einzelnen Segmente habe ich diese wieder miteinander verbunden, sauber geschliffen und mit klarem Mattlack beschichtet.

Wie beim großen Original habe ich die Sitzfläche mit dünnem Leder in den von Depero vorgesehenen Farben belegt. Das rote und blaue Leder in einer Stärke von knapp 1 mm bekam ich von einem Schuhmacher, die drei anderen Farben habe ich selber eingefärbt.

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Die folgenden Bilder zeigen einige Schritte der Anfertigung.

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