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17. Februar 2021

Weitere Fotos meiner Miniaturensammlung zeige ich bei
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Sam Putnam

04. April 2021

Ostergrüße von Sam

Heute schickt mir Sam liebe Ostergrüße und einige Fotos seiner österlich dekorierten Miniaturen.

Die Miniatur des Strand- und Gartensessels von Willy Guhl ist seine letzte Neuanschaffung und eine kleine Rarität. Aber auch die Miniatur des Egg Chairs von Arne Jacobsen ist heute in dieser Ausführung kaum noch zu bekommen, da Anne Donnerup mit Ihrem Unternehmen 1:6 Design, schon seit einigen Jahren keine Miniaturen mehr produziert.

Gerne zeige ich die Fotos von Sam, die wie immer sehr schön arrangiert sind und mir sehr gefallen.

 

Miniaturen aus dem 3D-Drucker

26. März 2021

Miniaturen aus dem 3D-Drucker

Vor einigen Wochen fand ich im Internet diese Miniaturen, die im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Die Miniaturen haben eine leicht raue Oberfläche und sind im Farbton Grau, ähnlich RAL 7040 ausgeführt

Maße der Miniaturen: ca. 75 x 90 mm, 145 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Die Miniaturen werden nach den Stuhlentwürfen des Designers Oliver Kapp hergestellt und können direkt bei Herrn Kapp bestellt werden. Die Preise für die Miniaturen A und C betragen 298,00 Euro je Stück und die Miniatur B kostet 248,00 Euro. Die Preise verstehen sich einschl. Mwst, zuzüglich Versandkosten von 5,00 Euro.

Sollte Interesse am Kauf einer oder mehrerer Miniaturen bestehen, oder sollten Sie Fragen zu den Miniaturen haben, schreiben Sie mir kurz.

miniaturstuhl@gmx.de.

Ich stelle dann gerne den Kontakt zu Herrn Kapp her, der die Lieferung direkt mit Ihnen abwickelt oder Ihnen auch gerne zur Beantwortung eventueller Fragen zur Verfügung steht.

Willy Guhl

14. März 2021

Miniatur  „Loop Chair“ (Strand- und Gartensessel)

1954 entwarf der Schweizer Designer Willy Guhl den „Loop Chair“, einen Strand- oder Gartenstuhl aus wetterbeständigem Eternit, der handwerklich von der Firma Eternit AG in Niederurnen/Schweiz hergestellt wurde. Eine einzige aus Eternit bestehende Platte wurde zu einer Schlaufe mit den Konturen eines Sitzes geformt und im Bereich der Bodenfläche zusammengefügt. Die Produktion des Stuhls wurde 1980 aufgrund der in dem Material Eternit enthaltenen Schadstoffe eingestellt.

1997/98 entwickelt Willy Guhl in Zusammenarbeit mit Eternit eine Reedition des Stuhls. Der aus dem neuentwickelten asbestfreien Faserzement modifizierte Stuhl erhielt aus statischen Gründen zwei im oberen Rückenbereich eingearbeitet Mulden, die sich über die äußere Rückenfläche bis weit in die Bodenfläche hineinzieht.

Die Miniatur aus schadstofffreiem Faserzement ist eine Anfertigung der Swisspearl Group AG. (Eternit)

Maße der Miniatur: 90 x 132 mm, 90 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Wie das große Original von 1954 ist die Miniatur aus einer durchgehenden und an den Enden verbundenen Faserzementplatte angefertigt. Die Plattenstärke des hellgrauen Faserzements beträgt ca. 2,5 mm und weist eine sehr hohe Stabilität auf. Verpackt ist die Miniatur in einer rundum bedruckten Faltschachtel aus Karton.

Studio Soft Baroque

28. Februar 2021

Miniatur „New Surface Strategies Chair“

Das Londoner Designstudio Soft Baroque wurde 2013 von Sasa Stucin und Nicholas Gardner gegründet. Die Designer stellten 2015 während der Design Week in Mailand Ihre gerade entwickelte Möbelserie „New Surface Strategies“ vor. Die aus schlichtem Kiefernholz konstruierten Möbel erinnern an die Selbstbauprogramme von Gerrit Rietveld und Enzo Mari, bieten aber wegen Ihrer speziellen Beschichtung viele Möglichkeiten einer mit technischen Hilfsmitteln visuellen Veränderung

Eine Besonderheit ist die Oberflächenbeschichtung des Holzes. Nach Auftrag eines Klebers werden die Flächen mit chromblau eingefärbten kurzen Fasern beschichtet, die sich durch elektrische Aufladung im rechten Winkel zur Oberfläche permanent aufrichten. Die so entstandene  Beflockung suggeriert nicht nur eine weiche Oberfläche, sondern ermöglicht es auch, mit Hilfe digitaler Techniken, den Stuhl gestalterisch zu verändern. Mittels Bluescreen-Technik werden digitale Bilder auf die blaue Oberfläche projiziert und verändern Farbe und Dekor, unabhängig von dem physisch vorhandenen Material. Zwei Fotos, digital von meinem Sohn Marko bearbeitet, zeigen die Möglichkeiten dieser schlichten aber technisch sehr anspruchsvollen Möbelentwürfe.

Die Miniatur des New Surface Strategies Chairs habe ich für meine eigene Sammlung angefertigt.

Maße der Miniatur: 65 x 67 mm, 125 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Für die Miniatur habe ich aus Kiefernholzlatten lange Leisten geschnitten und im Dickenhobel auf das Maß 19 x 3,3 mm gehobelt. Nach gründlichem Schleifen der Oberfläche habe ich diese blau lackiert und anschließend auf die benötigten Längen geschnitten. Die Schnittkanten sind wie beim großen Original sichtbar und nicht lackiert. Entgegen dem „erwachsenen Stuhl“  habe ich die Leisten nicht durch Schrauben miteinander verbunden, sondern sauber miteinander verleimt.


Bildbearbeitung (2) Marko Dowald

 

Hermann August Weizenegger

14. Februar 2021

Miniatur „X-Chair“


X-Chair lichtgrau, limitierte Edition, 1/25 

Hermann August Weizenegger, deutscher Industriedesigner und Professor für Industriedesign an der Fachhochschule Potsdam entwarf 2020 den Kunststoffstuhl ›X-Chair‹. Vorgestellt wird der X-Chair im Berliner Kunstgewerbemuseum im Rahmen der Ausstellung „Atmoism – Gestaltete Atmosphären“. Neben dem von der  jungen Möbelmarke OUT – Objekte unserer Tage vertriebenen schwarzen Stuhl werden in der Ausstellung die in einer limitierten Auflage hergestellten Stühle in rot und lichtgrau gezeigt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 27.06.2021.

Zum Entwurf schreibt Weizenegger folgendes:

„Brutal wie ein aus der Zeit gefallenes Bauwerk fordert der X-Chair den Betrachter heraus. Ein radikaler Entwurf für die Kollektion von OUT. Angekommen im Hier und Jetzt setzt der X-Chair neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit; gänzlich aus recyceltem Material, fair produziert und lückenlos in den Produktionszyklus rückführbar. Im Moment der Berührung sanft, bricht der X-Chair in mattem schwarz das Licht. Ein Monument, das sowohl als Statement im Wohnbereich funktioniert als auch draußen Wind und Wetter trotzt. Berlin brutal mit Gegenwartsbezug – für eine selbstbestimmte Generation.“

Auf meinen Wunsch hin, hat Hermann August Weizenegger vom X-Chair eine limitierte Edition im Maßstab 1:6 produziert.

Maße der Miniatur: 65 x 100 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist im SLS Verfahren (Selective Laser Sintering) aus schwarzem Polyamid hergestellt. Das Rohmaterial des SLS Verfahrens ist Polyamid in Pulverform, welches in einer Druckkammer schichtweise hauchdünn und gleichmäßig verteilt wird und durch einen Laserstrahl verschmolzen und gehärtet wird. Die Oberfläche der so gedruckten Miniatur weist eine fein-raue Struktur auf.

Neben dem Serienobjekt aus Kunststoff entwarf Hermann August Weizenegger zusätzlich eine auf 6 Exemplare limitierte Edition aus Edelstahl für die Kunst- und Sammlerwelt. Die folgenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte des X-Chair N° 1, der für die Maurer Design Collection in Zürich vom hessischen Metallbauunternehmen Arnold angefertigt wurde. Arnold fertigt seit 1924 Metallkunstwerke internationaler Künstler mit Präzision auf dem höchsten Niveau.

Für die Herstellung des X-Chairs wurden vier Millimeter starke Edelstahlplatten gefräst, gefaltet, geschliffen und poliert. Die folgenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte bei Arnold.

Zur Maurer Design Collection geht es  hier. Es lohnt sich, einen Blick in die Sammlung zu werfen, die zusätzlich in dem von Hans Ulrich Maurer verfassten Online-Buch „Stand Art“ dokumentiert ist.


Fotos: (4) Christian Nochat

Die blank polierte Oberfläche des X-Chairs verbirgt nichts aus seinem Umfeld (s. Bild oben) und stellt den Fotografen vor eine besondere Aufgabe. Um die Spiegelungen in den Griff zu bekommen, hat sich das Fotostudio in eine Landschaft aus geschickt positionierten Hintergrundkartons verwandelt und wie man es auf den Fotos sieht, zu einem fantastischen Ergebnis geführt.

 

 


Fotos: (6) Bernd Hiepe

Aus meinem Bücherschrank

14. Februar 2021

ATMOISM · Gestaltete Atmosphären

Mit Atmoism · Gestaltete Atmosphären widmet das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin dem Designer Hermann August Weizenegger eine große Einzelausstellung. Das Konzept ist dem Haus auf den Leib geschnitten: Inspiriert von der softbrutalistischen Raumatmos-phäre der 1967 von Rolf Gutbrod entworfenen Architektur des Kunstgewerbemuseums entwick-elte der Designer 24 bühnenbildartige Interventionen. Diese entfalten sich als Skulpturen, Materialkomposi-tionen und Objektinszenierungen wie ein Netz in der Dauerausstellung des Museums. Es entsteht ein atmosphärischer Rundgang, der den Dialog mit dem Museum und seinen Objekten eröffnet. In ihrer Gesamtheit spiegeln die Stationen eine gestalterische Vision zukünftiger Produkt(ions)szenarien wieder – irgendwo zwischen Mensch, Handwerk und mittelständischer Industrie.

Text: HAW

Friedrich Kiesler

31. Januar 2021

Miniatur „Correalistisches Instrument“ • „Correalistischer Rocker“

Der österreichisch-amerikanische Architekt, Bühnenbildner und Künstler Friedrich Kiesler gestaltete 1942 für die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim Räume für ein Museum und die Galerie Art of This Century in New York. Neben dem kompletten Ausstellungsdesign entstanden auch das Correalistische Instrument und der Correalistische Rocker. Beide Objekte haben nicht nur die Funktion eines Sessels, sondern fungieren je nachdem wie sie gedreht oder gekippt werden, auch als Podest für eine Skulptur oder ein Bild und als Tisch oder Bank.

Der scheinbar willkürlichen amorphen Form der von Friedrich Kiesler entworfenen Multifunktionsmöbel liegt ein streng geometrisches Konstruktionsschema zugrunde. In ein Trapez eingetragene Kreise bestimmen die Umrisslinien des Correalistischen Instruments, wogegen die geometrische Form eines Quadrats die Kreise für die Gestaltung des Correalistischen Rockers aufnimmt.

Die Seitenelemente der surrealistischen Sitzobjekte wurden 1942  in Eichenholz ausgeführt, das aus Sperrholz, den Konturen folgende Mittelteil, wurde mit Linoleum belegt.

Für meine eigene Miniaturensammlung habe ich eine Miniatur des Correalistischen Rockers angefertigt. Klaus Herda hat fast zeitgleich eine Miniatur des Correalistischen Instruments gebaut, die wunderschön geworden ist und deshalb in diesem Beitrag nicht fehlen darf!!

Correalistisches Instrument
Maße der Miniatur: 66 x 148 mm, 140 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6

Correalistische Rocker
Maße der Miniatur: 67 x 141 mm, 123 mm hoch.
Maßstab der Miniatur:

Für die Seitenteile der Miniatur habe ich Sperrholz aus fünf Lagen Eschenfurnier verleimt und nach dem Zuschnitt der Umrisslinien in drei Teile geschnitten. Nach Abrunden der Schnittkanten habe ich die Seiten wieder zusammengeleimt und mit Kantenanleimern aus Eschenfurnier versehen. Die Oberfläche ist Seidenmatt natur lackiert. Das Innenteile, also die Sitz- oder Funktionsfläche habe ich aus fünffach verleimten MDF-Platte in Form geschnitten und um das Gewicht zu verringern im Kern ausgeschnitten. Nach dem Anbringen der Seitenteile habe ich die Fläche mit schwarzem Leder bezogen, wie es zuletzt von dem Sitzmöbelhersteller Wittmann angeboten wurde.

 

Die folgenden Abbildungen zeigen die von Klaus Herda angefertigte Miniatur des Correalistischen Instruments. Klaus Herda hat sich bei der Auswahl der Holzart an das historische Original gehalten und die sichtbaren Holzflächen in Eiche ausgeführt.

  

Aus meinem Bücherschrank

31. Januar 2021

Friedrich Kiesler · Designer
Sitzmöbel der 30er und 40er Jahre

„Als der Architekt, Bühnen-bildner und Künstler Friedrich Kiesler (1890-1965) im Jahr 1925 von Wien nach New York übersiedelt, nimmt er schnell die Rolle des Vermittlers zwischen den verschiedenen euro-päischen und amerika-nischen Positionen in Design und Architektur ein: Er entwirft Möbeleinrichtungen, gestaltet Ausstellungen und formuliert Thesen zu einer ganzheitlichen, kritisch-funktionalen Design- und Architekturtheorie. Dieses Buch widmet sich ganz dem Design des Multitalents und zeigt erstmals bisher unbekanntes Material zu seinen innovativen Entwürfen und Prototypen von Sitzmöbeln der 1930er und 1940er Jahre. Briefe, private Tagebuchaufzeichnungen und Fotos dokumentieren seine Arbeit als Designer und geben einen Eindruck vom kulturellen New Yorker Umfeld, in dem Kiesler tätig war. Die Neuauflage einiger seiner Entwürfe durch die Firma Wittmann Möbelwerkstätten zeigt die Aktualität seines zukunftsweisenden Designs.“

Text: Klappentext des Verlages

Sammlerfreunde

17. Januar 2021

Gerard Dago

Schon seit vielen Jahren kenne ich Gerard Dago aus Lleida in Spanien. Sehr oft haben wir Informationen ausgetauscht und konnten uns wenn es um die eigene Anfertigung von Miniaturen ging, gegenseitig sehr helfen.

Nun bat mich Gerard über ihn und seine Sammlung zu berichten und gerne komme ich seiner Bitte nach. Da unsere Übersetzungen vom Spanischen oder Katalanischen ins Deutsche und umgekehrt immer etwas „holprig“ sind, bat ich Martina Herda, die Frau meines Sammlerfreundes Klaus Herda, um Hilfe. Martina Herda ist Gymnasiallehrerin für Französisch und Italienisch sowie für deutsche Literatur. Ihre Übersetzungen, für die ich Martina Herda herzlich danke, helfen sehr, in diesem Beitrag verständlich zu berichten.

Mein Name ist Gerard Dago und ich unterrichte Tischlerei, Zimmerei und Innendekoration an einer Berufsschule. Meine Leidenschaft für Stühle habe ich vor einigen Jahren entdeckt, als ich die erste Vitra Miniatur des Panton chair erhalten habe. Kurz nachdem ich in Lleida die Ausstellung von 100 Stühlen zur Vermittlung der Geschichte des Designs gesehen hatte, die Vitra in verschiedenen Regionen gezeigt hat, erkannte ich dort die Schönheit und die Vielfalt der Materialien, der Techniken und des Designs, die ein Möbelstück wie der Stuhl erreichen kann. Also habe ich angefangen, einige Miniaturen aus Holz genauer zu betrachten und selbst herzustellen. Bis heute habe ich mehr als 150 Miniaturen gesammelt. Viele davon habe ich selbst geschaffen; andere stammen aus der Vitra-Sammlung oder von anderen Herstellern.