Stefan Wewerka

12. Januar 2020

Miniatur „Vertreter-Stuhl“

Stefan Wewerka entwarf den Vertreter-Stuhl im Jahr 1977. Bereits 1970 entstand der zum Verwechseln ähnliche, ebenso mit geschwungenen Beinen und schrägem Sitz versehene kleinere Classroom Stuhl.

Zwei Jahre nach Wewerkas Entwurf, also im Jahr 1979, produzierte Tecta 32 Exemplare des Vertreter-Stuhls im Auftrag des CI Verbandes (Creative Inneneinrichter) und vier weitere Stühle, vermutlich für die eigene Sammlung. Die Schablone, nach der der Stuhl angefertigt wurde, hängt neben Originalzeichnungen und Fotos von Wewerka-Entwürfen an der Wand im langen Flur des Unternehmens Tecta. Gerade noch zu erkennen ist links auf meinem Bild der heute noch von Tecta produzierte Fächertisch M1 von 1979 und darunter drei Long Chairs aus der Stuhlserie „5 Variationen von abnormen Stühlen“


Schablone des Vertreter-Stuhls mit der Beschriftung „Vertreter-Stuhl“ STW für Tecta + CI Aktion 

Der große Originalstuhl wurde aus Spanplatte hergestellt und schwarz lackiert. Für meine Sammlung habe ich eine Miniatur des Stuhls hergestellt und die von mir fotografierte Schablone als Vorlage benutzt.

Maße der Miniatur: 108 x 74 mm, 130 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Plattenmaterial für die Miniatur habe ich aus fünf Lagen 0,6 mm starkem Buchenfurnier zu stabilem Sperrholz verleimt, da Spanplatten in der geringen Stärke von 3 mm im Handel nicht zu erhalten sind. Nach dem Ausschneiden der erforderlichen Einzelteile habe ich die Zargen und die Beinelemente an den entsprechenden Stellen ausgefräst und nach der Lackierung mit Lamellos fest verleimt.

Aus meinem Bücherschrank

12. Januar 2020

Stefan Wewerka
Dekonstruktion der Moderne

Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung des Forum Gestaltung e. V./Wewerka Archiv in Magdeburg vom 29. März bis 21. September 2019 und vom 13. Dezember 2019 bis 19. April 2020 im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach.

„Stefan Wewerka (1928–2013) war zweifelsohne eine der vielseitigsten Künstlerpersönlich-keiten der deutschen Nachkriegsmoderne. So war er nicht nur Architekt und Objektkünstler, Designer, Modemacher und Innenarchitekt, sondern auch Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. Mit großer Lust am sinnlichen Ausdruck schlug Wewerka durch sein dekonstruktives, aufklärerisches Hinterfragen rechtwinklig-funktionaler Gewissheiten eine Brücke zwischen der Klassischen Moderne des Bauhaus und aktuellen Entwicklungen.

Diese Ausstellung konzentriert sich im Kern auf die in ihrer Komplexität ausgesprochen intensive Schaffensphase Wewerkas in der Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur Tecta und den zeitlichen Arbeitskontext von 1978 bis in die späten 1980er Jahre. Ziel ist es, das Schaffen Wewerkas in einer bislang nicht gekannten Weise zu beleuchten und es als nach wie vor aktuell für zeitgenössische Diskurse zu verstehen.“

Buchbeschreibung: Alexander Verlag Berlin

Aus meinem Bücherschrank

29. Dezember 2019

Bugholz, vielschichtig
Thonet und das moderne Möbeldesign

In den vergangenen Monaten konnte ich für meine kleine Bibliothek viele neue und interessante Bücher rund um das Thema Sitzen erwerben. Ganz neu in meinem Bücherschrank ist das von Sebastian Hackenschmidt und Wolfgang Thillmann gemeinsam verfasste Buch „Bugholz, vielschichtig · Thonet und das moderne Möbeldesign“. Dieses, für Sammler und Liebhaber von großen und kleinen Stühlen wichtige Werk, begleitet die gleichnamige Ausstellung im MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien.

Nachstehend zitiere ich die Buchbeschreibung des MAK:

„Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums von Thonet lädt das MAK zu einer Zeitreise durch das moderne Möbeldesign. Die von Michael Thonet entwickelten Bugholzmöbel schrieben Stilgeschichte und begründeten eine der erfolgreichsten Möbelmarken der Welt. Ende der 1920er-Jahre stieg Thonet dann auch in das Geschäft mit Stahlrohrmöbeln ein, das bis heute ein wichtiges Standbein der Firmenproduktion bildet. Ausstellung und Buch kontextualisieren das Thonet-Programm mit vielen wichtigen Werken der Möbelgeschichte. So werden die Thonet-Möbel über eine chronologische Gesamtschau hinaus erstmals in die technologische, typologische, ästhetische und historische Entwicklung des Möbeldesigns eingebettet. Ergänzt durch Leihgaben aus internationalen Sammlungen zeigt das Buch über 300 Exponate, die überwiegend neu fotografiert wurden.“

Bilder von der Eröffnung und Pressekonferenz sowie erste Einblicke in die Ausstellung sind auf der Website von Wolfgang Thillmann zu sehen.

Verner Panton

15. Dezember 2019

Miniatur „Heart Shaped Cone Chair“

Vor einigen Wochen konnte ich eine weitere Miniatur des Heart Shaped Cone Chairs kaufen. Schon auf den Bildern des Verkäufers war zu erkennen, daß der Stoffbezug ein anderer war, als bei der in meiner Sammlung befindlichen Miniatur, die mit einem sehr fein gewebtem violetten Stoff bezogen ist.

Der für die Polsterung verwendete Veloursstoff weist darauf hin, daß es sich um die erste Serie aus der Produktion im Jahr 1992 handelt. Ein kleines Foto in der ersten Miniaturenpreisliste lässt noch keine Schlüsse zu, aber das etwas größere Bild in der zweiten Preisliste (s.Bild unten) vom 1. Oktober 1993 zeigt sehr deutlich den Faltenwurf des Bezuges und das sehr flache Sitzpolster. In den Folgelisten ist die Miniatur nur in gezeichneter Form abgebildet, so daß der Wechsel von Veloursstoff  zum bielastischen Flachgewebe nicht eindeutig zu bestimmen ist.

Maße der Miniatur: 158 x 108 mm, 153 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 12121, ab 1993 2121

Der Korpus der Miniatur ist aus dünnem Blech geformt, leicht gepolstert und mit violettem Velloursstoff bezogen. Eine Besonderheit ist das abnehmbare Sitzkissen, welches wie beim großen Original auf drei kleinen Winkeln aufliegt. Bei den späteren Ausführungen in violettem und rotem Bezugstoff sind die Sitzkissen fest mit dem Korpus verbunden.


Abbildung aus der Preisliste 10/1993

Miniaturen aus der Sammlung Herda

01. Dezember 2019

In den letzten Wochen hat Klaus Herda wieder wunderschöne kleine Kunstwerke in seiner Miniaturenwerkstatt angefertigt. Das folgende Bild zeigt seine Miniaturen 163 bis 171, alle im Maßstab 1:6. Ich bin immer begeistert, wenn ich die Vielfalt der von ihm verwendeten Materialien sehe. Holz, Draht, Leder, Fell, Gummischläuche, Kunststoffrohre und vieles mehr verarbeitet er und hält sich bei der Anfertigung der Miniaturen streng an die großen Vorbilder.


163 Botta 91 von Mario Botta
164 Seconda von Mario Botta
165 Fellhocker von Unbekannt
166 Plüsch-Hockerbank von Unbekannt
167 Stuhl von Gerrit Rietveld
168 Union chair von Hauke Odendahl
169 Plywood chair von Petter Nilsson
170 Hyaline chair von Fabio Lenci
171 Sperrholz-Skelett-Stuhl von Unbekannt

Die folgenden Bilder zeigen zwei neue Miniaturen, die Klaus Herda in den letzten Tagen angefertigt hat.

Und dazu schreibt er: „Zu meinen neuen Schöpfungen: Neben einer – von mir allerdings etwas modifizierten – banalen Parkbank (Bezeichnung laut Internet „Modell Berlin“) habe ich einen kleinen, ungewöhnlich anmutenden Stuhl des amerikanischen Stuhlbauers Garry Knox Bennett nachgebaut: Von dem Originalstuhl 896 hatte ich leider nur ein einziges Foto aus dem Internet zur Verfügung! Der Stuhlbauer/Künstler Garry Knox Bennett stellt mit sehr alten Maschinen viele ungewöhnliche Stühle (auch halbe wie Wewerka!) her, die mir zwar nicht sonderlich gefallen, die aber zweifelsohne lustig sind und ihren eigenen Charme besitzen (siehe Internet).“

Stefan Wewerka

17. November 2019

Miniatur „Classroom-Stuhl“


Nicht nur Wewerka konnte schief!!

Zu Stefan Wewerkas asymmetrischen Stuhlentwürfen zählt als einer der außergewöhnlichsten und bekanntesten, der rote Classroom-Stuhl von 1970. Von einem gewöhnlichen Stuhl biegt Wewerka eine Seite zum Kreissegment, die andere Seite folgt dieser Bewegung. Wewerka verfremdete den Entwurf derart, daß er als Sitzmöbel nicht zu gebrauchen ist.

Bei meinen Recherchen stellte ich fest, daß sehr unterschiedliche Ausführungen angefertigt wurden. Mal enden die weit ausladenden Stuhlbeine spitz zulaufend auf dem Boden, so wie es in den Entwurfszeichnungen Wewerkas zu erkennen ist und mal enden sie einfach rechtwinklig abgeschnitten.

Für meine Sammlung habe ich eine Miniatur des Classroom-Stuhls angefertigt. Vorbild sind die im Tecta Kragstuhlmuseum befindlichen Originale.

Maße der Miniatur: 64 x 66 mm (Sitz), 116 mm hoch,
Gesamtbreite: 116 mm.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Um das Plattenmaterial für die Miniatur maßstäblich herzustellen, habe ich fünf Lagen 0,6 mm starkes Buchenfurnier kreuzweise zu stabilen Sperrholzplatten miteinander verleimt. Die Konturen der Vorder- und Hinterteile habe ich einer Entwurfszeichnung Wewerkas entnommen, auf die Sperrholzplatte übertragen und entsprechend ausgeschnitten. Nach dem Zuschnitt der Sitzplatte und der seitlichen Zargen habe ich alle Teile rot lackiert.

Zur Verbindung der seitlichen Zargen mit den Vorder- und Hinterteilen habe ich (vor der Lackierung) an den entsprechenden Stellen 2,5 mm tiefe Nuten eingefräst und diese mit Lamellos fest verleimt.

Die Sitzplatte ist stumpf aufgeleimt und wenn man den Stuhl in meiner nach Wewerka Art schief gestellten Vitrine betrachtet, kann man auf der jetzt horizontalen Sitzfläche sogar Platz nehmen:-)

Miniaturen aus der Sammlung Georgi

03. November 2019

Benedikt Georgi schickte mir Abbildungen seiner neuen Miniaturen

Cactus von Gufram,
LC6 Tisch von Cassina und
LC7 Siège tournant von Cassina.

Wunderschön dekoriert, zwischen einigen Vitra Miniaturen, steht hier seine gerade erworbene Miniatur der Garderobe Cactus. Cactus ist ein Entwurf der Designer Guido Drocco und Franco Mello und wird seit 1972 vom italienischen Hersteller Gufram produziert. Der (erwachsene) Garderobenständer wird aus selbsthärtendem Polyurethanschaum hergestellt und mit dem patentierten Lack Guflac beschichtet.

Auch die Miniatur der Garderobe Cactus wird seit 2018 von Gufram hergestellt und angeboten.

Maße der Miniatur: 87 x 87 mm, 212 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:8.

Gufram benötigte vier Jahre für die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem die Garderobe, auf ein Achtel der Originalgröße verkleinert, produziert werden konnte. Bevor eine Negativform mit dem Polyurethanschaum befüllt wird, wird der Lack, der später die Oberfläche bildet, auf die Innenseiten der Form aufgetragen. Das verwendete Grün entspricht dem Originalfarbton, in dem Cactus in den 1970er Jahren ausgeführt war. Nach dem Entformen werden notwendige Detaillackierungen von Hand ausgeführt, wodurch jede Miniatur zum Unikat wird.

Die Miniatur des Drehsessels Siège Tournant, nach einem Entwurf aus dem Büro Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand kennen wir bereits aus der Vitra Miniatures Collection. Vitra stellte die LC Miniaturen bis 2014 her.

Heute wird die hier abgebildete Miniatur des Drehsessels vom italienischen Möbelhersteller Cassina produziert. Das verwendete Leder zur Polsterung von Sitz und Rückenlehne ist identisch mit dem Leder, welches für die Bezüge der Sessel im Maßstab 1:1 verwendet wird. Auch die Gestelle werden in den Originalfarbtönen beschichtet.

Maße der Miniatur: 100 x 97 mm, 122 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist mit schwarzem Originalleder bezogen und das Gestell im Farbton Azzurro beschichtet. Azzurro gehört zu den Strukturfarben, die 1978 von Charlotte Periand nach alten Vorbildern und Unterlagen aus Archiven und Museen festgelegt wurden.

Auch die Miniatur des Tisches LC6 wird von Cassina hergestellt. Sie ist zwar in den offiziellen Cassina Unterlagen bisher nicht verzeichnet, wird aber als Cassina Miniatur vom sizilianischen Einrichter Milia Living Home angeboten.

Maße der Miniatur: 375 x 140 mm, 120 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell aus Ovalrohr ist genau wie der Drehsessel im Farbton Azzurro beschichtet und mit einer Glasplatte versehen.

Peter Keler

20. Oktober 2019

Miniatur „Bauhaus Wiege“

Peter Keler entwarf die Wiege im Jahr 1922 während seiner Ausbildung am Bauhaus in Weimar. Die Bauhaus Wiege war Teile einer Schlaf-zimmereinrichtung, die er für das Musterhaus „Am Horn“ entwarf. Die geometrischen Grundformen Kreis, Quadrat und Dreieck, lackiert in den Primärfarben Blau, Gelb und Rot bestimmen Form und Farbe der Bauhaus Wiege.

Die roten Seiten sind unterbrochen durch einen mit einem Geflecht versehenen rechteckige Ausschnitt, der durch den Einbau von zwei vertikalen Streben in drei Quadrate aufgeteilt ist. Das umlaufende blaue Rad bringt die Wiege zum Schwingen und das schwere aus Buchen- oder Eichenholz eingebaute Rundholz sorgt für die gewünschte Sicherheit.

Die Bauhaus Wiege im Maßstab 1:1 wird heute als lizenzierte Bauhaus-Reedition von Tecta in Lauenförde hergestellt. Die von mir gezeigte Miniatur produziert die Schweizer Spielwarenfirma Naef Spiele AG.

Maße der Miniatur: 130 x 140 mm, 130 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:7

Die Miniaturausgabe von Naef Spiele entspricht in Farbe, Form und Proportionen dem Originalmodell und ist zu einem großen Teil in handwerklicher Herstellung gefertigt worden. Zur Miniatur gehört ein sehr aufwendig gefertigter und bedruckter Faltkarton

 

 

Während eines Besuchs des Tecta Kragstuhlmuseums hatte ich Gelegenheit einige der fertiggestellten Bauhaus Wiegen im Maßstab 1:1  in den Tecta  Produktionsräumen zu fotografieren. Ich möchte dieses Bild natürlich den Freunden meines Blogs nicht vorenthalten!!

Miniaturen 041 bis 060

06. Oktober 2019


Miniatur 041
Modell: Spine
Entwurf: André Dubreuil, 1986
Maßstab: 1:6
Maße: 93 x 123 mm, 149 mm hoch
Artikelnummer: 20 227101
Herstellungszeitraum: 1994 bis 2009


Miniatur 042
Modell: Weißenhof Sessel MR 20
Entwurf: Ludwig Mies van der Rohe, 1927
Maßstab: 1:6
Maße: 98 x 143 mm, 133 mm hoch
Artikelnummer: 20 2052 01
Herstellungszeitraum: 1996 bis 2010


Miniatur 043
Modell: Wiggle Side Chair
Entwurf: Frank O. Gehry, 1972
Maßstab: 1:6
Maße: 60 x 97 mm, 145 mm hoch
Artikelnummer: 20 2301 01
Herstellungszeitraum: 1996 bis heute

Miniatur 044
Modell: Chaise longue à réglage continu
Entwurf: Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand, 1928
Maßstab: 1:6
Maße: 94 x 271 mm, 117 mm hoch
Artikelnummer: 20 2311 01
Herstellungszeitraum: 1996 bis 2014


Miniatur 045
Modell: Robie House 1
Entwurf: Frank Lloyd Wright
Maßstab: 1:6
Maße: 68 x 78 mm, 232 mm hoch
Artikelnummer: 20 232101
Herstellungszeitraum: 1996 bis 2011


Miniatur 046
Modell: Nagasaki
Entwurf: Mathieu Matégot
Maßstab: 1:6
Maße: 93 x 97 mm, 124 mm hoch
Artikelnummer: 20 2331 01
Herstellungszeitraum: 1996 bis 2010


Miniatur 047
Modell: „Cesca“ B 64
Entwurf: Marcel Breuer, 1928
Maßstab: 1:6
Maße: 91 x 87 mm, 135 mm hoch
Artikelnummer: 20 2341 01
Herstellungszeitraum: 1996 bis 2009


Miniatur 048
Modell: Side Chair
Entwurf: Frank O. Gehry, 1972
Maßstab: 1:6
Maße: 58 x 91 mm, 138 mm hoch
Artikelnummer: 20 2302 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis 2005


Miniatur 049
Modell: Louis 20
Entwurf: Philippe Starck
Maßstab: 1:6
Maße: 98 x 100 mm, 141 mm hoch
Artikelnummer: 20 2351 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis 2012


Miniatur 050
Modell: Mezzadro
Entwurf: Achille und Pier Giacomo Castiglioni, 1957
Maßstab: 1:6
Maße: 82 x 91 mm, 85 mm hoch
Artikelnummer: 20 2371 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis heute


Miniatur 051
Modell: Thinking Man’s Chair
Entwurf: Jasper Morrison, 1988
Maßstab: 1:6
Maße: 106 x 148 mm, 115 mm hoch
Artikelnummer: 20 2391 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis 2009


Miniatur 052
Modell: La Chaise
Entwurf: Charles und Ray Eames, 1948
Maßstab: 1:6
Maße: 242 x 144 mm, 143 mm hoch
Artikelnummer: 20 2401  01
Herstellungszeitraum: 1997 bis heute


Miniatur 053
Modell: Lounge Chair und Ottoman
Entwurf: Charles und Ray Eames, 1956
Maßstab: 1:6
Maße der Miniatur:
Sessel:  130 x 151 mm, 132 mm hoch
Hocker: 110 x 89 mm, 74 mm hoch
Artikelnummer: 20 2411 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis heute


Miniatur 054
Modell: Organic Armchair
Entwurf: Charles Eames und Eero SaarinenSaarin
Maßstab: 1:6
Maße: 125 x 11 mm, 153 mm hoch
Artikelnummer: 20 2461 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis heute


Miniatur 055
Modell: Sitzgeiststuhl
Entwurf: Heinz und Bodo Rasch
Maßstab: 1:6
Maße: 71 x 79 mm, 150 mm hoch
Artikelnummer: 20 2471 01
Herstellungszeitraum: 1997 bis 2005


Miniatur 056
Modell: LCW mit Fellbezug
Entwurf: Charles und Ray Eames, 1945
Maßstab: 1:6
Maße: 93 x 100 mm, 113 mm hoch
Artikelnummer: 2481
Herstellungszeitraum: 1997 bis 2000


Miniatur 057
Modell: Fauteuil à dossier basculant
Entwurf: Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand, 1928
Maßstab: 1:6
Maße: 112 x 65 mm, 106 mm hoch
Artikelnummer: 20 2441 01
Herstellungszeitraum: 1998 bis 2014


Miniatur 058
Modell: Coconut Chair
Entwurf: George Nelson, 1955
Maßstab: 1:6
Maße: 172 x 141 mm, 140 mm hoch
Artikelnummer: 20 2491 01
Herstellungszeitraum: 1998 bis heute


Miniatur 059
Modell: Imperial Hotel Chair
Entwurf: Frank Lloyd Wright
Maßstab: 1:6
Maße: 65 x 85 mm, 160 mm hoch
Artikelnummer: 20 2501 01
Herstellungszeitraum: 1998 bis 2009


Miniatur 060
Modell: Johnson Wax Chair
Entwurf: Frank Lloyd Wright
Maßstab: 1:6
Maße: 90 x 102 mm, 147 mm hoch
Artikelnummer: 20 2502 01
Herstellungszeitraum: 1998 bis heute

Josh Shiau

25. August 2019

Miniatur “ Single Cord Lounge“

Der Lounge Sessel Single Cord Lounge ist ein Entwurf des in San Francisco lebenden Produktdesigners Josh Shiau. Das Gestell des  sehr transparenten und minimalistisch anmutenden Sessels besteht aus massivem Eschenholz und ist mit einer ca. 30 Meter langen Schnur bespannt. Shiau hat den Verlauf der Schnur so gewählt, daß sie sich beim Sitzvorgang flexibel verhält und unterschiedliche, stabilisierende Spannungen erzeugt. So kommt der Sessel ohne jegliche Polsterung oder Polsterkissen aus und bietet ein bequemes Sitzen. Die Kufen des Sessels sind mit langen Gleitern aus Kork belegt.

Eine Miniatur des Sessels habe ich für meine eigene Sammlung angefertigt.

Maße der Miniatur: 98 x 142 mm, 133 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die seitlichen Gestellteile der Miniatur habe ich aus massiven Eschenleisten angefertigt und nach Ermittlung der unterschiedlichen Winkel durch einer Schlitz- und Zapfenverbindung fest miteinander verleimt. Nach Bohren der jeweils zwölf Schnurdurchführungen in die Verbindungsstreben der Sitzvorderkante und der Rückenlehne habe ich diese mit den beiden unteren Streben mit Dübeln so stabil verleimt, daß das Gestell die Zugkräfte der Schnur ohne Verwindungen aufnimmt. Nach reichlichem Schleifen hat das Gestell eine Lackierung mit seidenmattem Klarlack erhalten.

Zum Bespannen des Sessels habe ich knapp fünf Meter Kordel benötigt. Ich habe lange nach einer Kordel gesucht, die der runden, geflochtenen Schnur des großen Originalsessels entsprach. Schließlich habe ich in einem Gardinenfachgeschäft eine 1 mm starke Raffrollokordel gefunden, die sich sehr gut verarbeiten lies und schließlich zu einem guten Ergebnis führte.