Josef Hoffmann

27. November 2016

Miniatur „Klavierhocker“ aus meiner Miniaturenwerkstatt

Die in der vergangenen Woche vorgestellte Miniatur des Klavierhockers von Josef Hoffmann ist eine Eigenanfertigung für meine Sammlung. Das Gestell des Hockers – sowohl beim großen Original als auch bei der Miniatur – ist aus Nadelholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert.

Die folgenden Fotos zeigen verschiedene Arbeitsschritte mit kurzen Informationen.

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Um den Rahmen für das Einlegepolster anzufertigen, habe ich einige Lagen Kirschbaumfurnier um ein Kunststoffrohr verleimt und nach dem Aushärten des Leims auf die richtige Höhe geschnitten. Dieses Kunststoffrohr diente schon bei der Anfertigung der Miniatur des Hockers Remida als Form. Mit festem Kreppband umwickelt wurde das Rohr soweit aufgefüttert, bis der für die Miniatur richtige Durchmesser erreicht war.

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Die quadratischen Kiefernleisten sind allseitig mit 0,6 mm starkem Kirschbaumholz furniert und für das spätere Beizen gewässert und geschliffen worden. Nach dem Zuschnitt der runden Platten konnte ich den Polsterrahmen anbringen und in die untere feststehende  Platte eine Gewindemuffe zur Aufnahme der Spindel einbauen. Um den zum Einbau verwendeteten Zweikomponenkleber abzudecken, habe ich die Flächen anschließen furniert.  Die Spindel ist eine schwarze Gewindeschraube in der Stärke von 5 mm.

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Der Farbton der Furnieroberfläche ist mit Beize dem Originalhocker weitgehend angepasst. Nach dem kompletten Zusammenbau erfolgte eine Beschichtung mit Schellack-Streichlack.

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Zum Verleimen der Gestellteile kam wieder meine Montagehilfe zum Einsatz, in der ich Verbindungen sehr einfach und vor allem im rechten Winkel herstellen kann.

Die folgende Abbildung zeigt die Miniatur und die Polstersitze teilmontiert und kurz vor der Fertigstellung.

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Josef Hoffmann

20. November 2016

Miniatur „Klavierhocker“

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Josef Hoffmann entwarf um 1908 einen höhenverstellbaren Klavierhocker, der in den Wiener Werkstätten in verschiedenen Ausführungen hergestellt wurde. Vorbild für die von mir hergestellte Miniatur war der im Kunstportal MasterArt gezeigte Hocker mit einem gepolsterten Einlegesitz. Das Gestell dieses Hockers ist aus Nadelholz und allseitig mit Kirschbaumholz furniert, dunkel gebeizt und vermutlich mit Schellack glänzend beschichtet.

Maße der Miniatur: Ø 70 mm, von 76 bis 93 mm höhenverstellbar.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell der Miniatur habe ich entsprechend dem großen Vorbild aus Kiefernholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert. Der mit grünem Velloursstoff bezogene Polstersitz ist in den umlaufenden Sitzrahmen eingelegt und in der Höhe um 17 mm verstellbar.

Die folgenden vier von mir angefertigten Abbildungen zeigen die Miniatur im Maßstab 1:6.

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In dem Buch Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen ist eine Variante des Hockers abgebildet. Der drehbare und höhenvestellbare Sitz ist komplett mit Stoff bezogen und schließt mit einer umlaufenden Bordüre ab. Das Gestell dieses Hockers aus Eichenholz ist teilweise massiv und furniert, schwarz gebeizt und die Poren weiß eingerieben.

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Foto links: Kunstportal MasterArt.com (Das Foto zeigt den Originalhocker im Maßstab 1:1)
Foto rechts: Hocker in Eiche aus dem Buch Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen.

Aus meinem Bücherschrank

20. November 2016

Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen

hoffmann-ornament-zwischenDer Katalog wurde herausgegeben von Peter Noever und Oswald Oberhuber und  zeigt die Sammlungen des Österreichischen Museums für angewandte Kunst, der Hochschule für angewandte Kunst in Wien mit Objekten aus dem Historischen Museum der Stadt Wien.

Möbelentwürfe und Architektur-skizzen, Abbildungen realisierter Einrichtungsgegenstände, Entwürfe und ausgeführte Objekte aus Glas, Keramik, Metall und Stoff machen diesen Katalog zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk.

 

 

 

Charles & Ray Eames

13. November 2016

Charles & Ray Eames, Miniatur DSW schwarz
Junghans Meister Telemeter

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Im Magazin Blickpunkt meines Versorgungsunternehmens, der AVU in Gevelsberg, ging es um das Thema Zeit. Beim ersten Durchblättern machte ich spontan halt auf Seite 06, denn hier erschien das wunderschöne Foto der Miniatur des DSW von Ray & Charles Eames, dekoriert mit einer wertvollen Junghans Herren-Armbanduhr.

Mit Unterstützung von Britta Worms, der verantwortlichen Radakteurin des Blickpunkt, nahm ich Kontakt zum Neu-Ulmer Fotografen Nik Schölzel auf, der mir das Foto des DSW zur Verfügung stellte.

Für ihre tolle Unterstüzung danke ich Frau Worms und Herrn Schölzel ganz herzlich.

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Foto: Nik Schölzel

Auch die folgenden Abbildungen überließ mir Nik Schölzel zur Veröffentlichung in meinem Blog.

Die Omega Speedmaster Mark II fühlt sich offensichtlich sehr wohl im Schoß von Gaetano Pesces La Mama. Grete Jalks Laminated Chair trägt ohne Mühen zwei schwere Tudor Heritage Ranger und auch den anderen Miniaturen stehen die Uhren renommierter Hersteller sehr gut.

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

Aus meinem Bücherschrank

13. November 2016

Bauhaus

bauhaus_prestel-verlag„Das Bauhaus gilt als die grundlegende Schule der Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert und beinflusste maßgeblich die internationale Moderne. Dieses Buch zeigt eine beeidruckende Auswahl bekannter, aber auch überraschender Beispiele der Bauhaus-Architektur in ihrem aktuellen Zustand.“

Text: Klappentext des Verlages

Mart Stam

06. November 2016

Miniatur „S 43“

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Nach dem experimentellen Gasrohrstuhl von 1926 und dem nicht federnden Kragstuhl W 1 von 1927 entwarf Mart Stam 1931 seinen ersten freischwingenden Stuhl aus Stahlrohr. Abweichend von den bisher verwendeten 20 mm starken Rundrohren und den sehr kleinen Radien konstruierte Mart Stam den Stuhl S 43 aus 25 mm starkem Material und erreichte so, auch durch das kalte Biegen des Stahlrohrs, die gewünschte Elastizität.

Der schon im Thonet Verkaufskatalog von 1933 unter der Bezeichnung B 43 aufgeführte Stuhl wird noch heute von Thonet hergestellt. Die Miniatur dieses Stuhls wurde 1994 in feinster Handarbeit von Thonet produziert.

Maße der Miniatur: 92 x 105 mm, 165 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:5

Das Gestell der Miniatur ist aus 5 mm starkem Eisendraht gebogen und verchromt. Die Sitz- und Rückenelemente sind aus drei Lagen Buchenfurnier dreidimensional verleimt, klar lackiert und mit Blindnieten am Gestell befestigt.

Zur Miniatur gehört eine undbedruckte Faltschachtel aus Karton und ein kleiner Papieranhänger mit Informationen zur Miniatur.

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Aus meinem Bücherschrank

06. November 2016

Ein Stuhl macht Geschichte

ein-stuhl-macht-geschichte»Kennen Sie den Stuhl von Mart Stam, der nur 2 Beine hat?
Warum 4 Beine nehmen, wenn 2 ausreichen?«
(Kurt Schwitters)

„Dieses Buch beschreibt die Entstehungs- und Entwicklungs-geschichte des ›Freischwingers‹, der im Möbeldesign des 20. Jahrhunderts eine zentrale Rolle spielt. Erfunden wurde dieses Kragstuhlprinzip um 1926 vom [sic] dem holländischen Architekten Mart Stam.
Mit dem plötzlichen Boom der Stahlrohrmöbel-Industrie Ende der zwanziger Jahre nach Entwürfen von Stam, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe und anderen setzte bald auch eine Flut von Urheberrechtsprozessen ein.
Reich illustriert, verfolgt das Buch zwei Stränge der Geschichte des ›Freischwingers‹. Zum einen werden die Entwürfe von Stam, Mies van der Rohe und anderen Architekten der Moderne im Zusammenhang mit deren Bauten und Interieurs, Intentionen und Idealen vergleichend untersucht, zum anderen werden die Entwicklung der industriellen Produktion und die diffizile Urheberrechtslage nachgezeichnet.
Dies ist mehr denn je von aktueller Brisanz, da Stahlrohrmöbel in den achtziger Jahren einen neuerlichen Boom erfahren haben. Die Gegenüberstellung der Originalentwürfe mit heutigen Produkten unter ästhetischen, qualitativen und kommerziellen Gesichtspunkten ist daher besonders aufschlußreich.“

Text: Klappentext des Verlages

 

Marcel Breuer

30. Oktober 2016

Miniatur „Stuhl für Bryn Mawr College“

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Diesen stapelbaren Stuhl entwarf Marcel Breuer für das Bryn Mawr College, eine Privathochschule in Bryn Mawr, Pennsylvania/USA. Der Stuhl aus Birkenschichtholz mit einem Jutegeflecht, war Teil eines Einrichtungsprogramms, welches Marcel Breuer 1937 für die Privathochschule entwarf. Realisiert wurde der Stuhl jedoch mit einem Sitz und Rücken aus verformtem Sperrholz. Nach dem Vorbild des geflochtenen Stuhls habe ich die Miniatur für meine Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 76 x 80 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Seitenteile der Miniatur bestehen aus fünffach verleimtem Birkensperrholz und sind durch 15 Buchenrundhölzer in zwei Längen miteinander verbunden. Die Rundhölzer bilden Sitz- und Rückenfläche und sind mit jutefarbiger Kordel umflochten. Alle sichtbaren Holzflächen sind klar lackiert.

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Die folgenden Abbildungen zeigen einige Produktionsschritte aus meiner „Miniaturenwerkstatt“.

Die Sperrholzplatten für die Miniatur habe ich aus fünf Lagen 0,6 mm starkem Birkenfurnier verleimt. Da die Seiten des Stuhls aus je zwei frei geformten Elementen bestehen, habe ich die Konstruktionszeichnung Marcel Breuers auf den Maßstab 1:6 kopiert und als Schnittmusterbogen verwendet.  Durch Aufkleben der ausgeschnittenen Bögen auf meine vorbereiteten Sperrholzplatten, konnte ich die Konturen ausschneiden und die Rundungen durch gründliches Schleifen herstellen.

Ich habe die Sperrholzplatten so vorbereitet, daß das Furnier beim Vorderfuß diagonal und beim Hinterfuß horizontal verläuft. Auch konnte ich die Bohrungen für die Rundhölzer übernehmen und erreichte so eine Übereinstimmung zum goßen Vorbild. Die Verbindung der Seiten erfolgte durch 15 Buchenrundhölzer mit einem Durchmesser von drei Millimeter, in zwei unterschiedlichen Längen.

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Nach dem Verleimen aller Teile habe ich die Oberfläche mit Klarlack lackiert und so für das Flechten vorbereitet.

Da das Geflecht des Originalstuhls aus Jute besteht, habe ich einen ersten Flechtversuch mit Jutegarn unternommen. Die vielen kleinen Fasern ließen aber die Oberfläche sehr flauschig aussehen. Auch ein weiterer Versuch mit starkem jutefarbigem Nähgarn fiel zu seidig aus.

Schließlich habe ich einfache Paketkordel verwendet, da die erreichte Oberfläche dem Originalstuhl am nächsten kam. Ich habe knapp 11 Meter Kordel für den Sitz und vier Meter für den Rücken verarbeitet.

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Aus meinem Bücherschrank

30. Oktober 2016

Die Kunst des Bauhaus · Wie erkenne ich?

bauhaus_wie-erkenne-ich„1919 von Walter Gropius in Dessau als Schule für Architekten, Künstler und Designer begründet, wurde das Bauhaus zum Inbegriff eines Architektur- und Designstils, der bis heute für Modernität und Funktionalität steht. Bedeutende Künstler wie Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer lehrten und arbeiteten an der Schule und prägten das Gesicht einer neuen Avantgarde. Wie erkenne ich? Die Kunst des Bauhaus erklärt eindrucksvoll alle wichtigen Merkmale und Formen dieser Stilbewegung.“

Text: Klappentext des Verlages 

Charles & Ray Eames

23. Oktober 2016

Miniatur “ DSW gelb“

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Die Miniatur des DSW in gelb konnte ich vor einigen Tagen für meine Sammlung erwerben. Bisher gibt es nur die schwarze  Miniatur mit der Artikelnummer 20211005, die vom Vitra Design Museum seit 2005 hergestellt wird und die weiße Miniatur, die im Jahr 2002 limitiert als Werbemodell produziert wurde.

Der Verkäufer der gelben Miniatur teilte mir mit, daß es sich um eine Sonderedition in limitierter Auflage handelt. Auf dem Deckel des Holzkistchens ist das Produktionsdatum 22.05.2004 angegeben. Das Füllmaterial (Papierschnipsel) und das Papier, in welches die Miniatur eingeschlagen ist, ist ebenfalls gelb.

Wenn Sammler und Leser meines Blogs über mehr Informationen zur Miniatur verfügen, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen.

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Die Kunststoffschale meiner neuen Miniatur ist wesentlich dunkler als die der Miniatur des DSR, die vom Vitra Design Museum in den Jahren von 1992 bis 2004 hergestellt wurde. Zum Vergleich habe ich das folgende Foto angefertigt.

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