Marcel Breuer

15. Januar 2017

Vitrinendekoration „Breuer Miniaturen“

Mit Ausnahme der Miniatur des Cesca ohne Armlehnen habe ich die Breuer-Miniaturen meiner Sammlung in der Vitrine dekoriert. Drei der Miniaturen habe ich selber angefertigt, die anderen sind Miniaturen des Vitra Design Museums.

Die Anordnung der Dekoration habe ich in chronologischer Folge des Entwurfsjahres vorgenommen und die folgenden Abbildungen mit den wichtigsten Informationen versehen.

Stuhl ti 3d
Entwurf: 1923
Maßstab: 1:6
Maße: 66 x 80 mm, 146 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Lattenstuhl ti 1a
Entwurf: 1924 (andere Versionen 1922-1925 )
Maßstab: 1:6
Maße: 95 x 100 mm, 160 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

B3 Wassily Chair
Entwurf: 1925
Maßstab: 1:6
Maße: 130 x 133 mm, 130 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Armlehnstuhl B 11
Entwurf: 1926
Maßstab: 1:6
Maße: 82 x 88 mm, 144 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Armlehnstuhl B 64 „Cesca“
Entwurf: 1928
Maßstab: 1:6
Maße: 91 x 87 mm, 135 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Armlehnsessel B 35
Entwurf: 1928/29
Maßstab: 1:6
Maße: 99 x 136 mm, 139 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Liege Modell 313
Entwurf: 1932
Maßstab: 1:6
Maße: 97 x 228 mm, 116 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Stuhl für Bryn Mawr College
Entwurf: 1937
Maßstab: 1:6
Maße: 76 x 80 mm, 140 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Gaetano Pesce

18. Dezember 2016

Miniatur „Greene Street Chair“

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1984 entwarf Gaetano Pesce den Greene Street Chair, einen frei geformten Stuhl aus  Fiberglas-armiertem Kunststoff mit acht in den Stuhlkörper eingegossenen Stuhlbeinen aus Metallstäben. Schwarze Kunststoffgleiter bilden den Abschluß zum Boden.

Dieser Stuhl wurde erstmals 1987 in dem Projekt – Vitra Edition – in limitierter Auflage hergestellt. In vielen Arbeiten Pesces finden sich Züge des menschlichen Körpers, so beim Greene Street Chair die eines Gesichts in der Rückenlehne. Die Nase, angedeutet durch einen roten Strich, ist mal auf der Sitzfläche, mal auf der Rückenlehne, immer an andere Stelle zu finden.

Die Miniatur des Greene Street Chairs wird seit 1998 vom Vitra Design Museum hergestellt.

Maße der Miniatur: 88 x 97 mm, 158 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Der Stuhlkörper und die Fußgleiter der Miniatur sind aus schwarzem Polyester-Gießharz hergestellt und nehmen auch die Metallstäbe der Stuhlbeine auf. Die „abhanden gekommene Nase“ ist durch einen roten Farbstrich auf der Vorderkante der Sitzfläche dargestellt.

Anmerkung zu den Maßen meiner Miniaturen: Die angegebenen Maße sind wie auch in den anderen Beiträgen meines Blogs die tatsächlichen Maße meiner Miniaturen und weichen von den Angaben in der kleinen Begleitbroschüre etwas ab.

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Frank O. Gehry

11. Dezember 2016

Miniatur „Rolf’s Chair“

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Von 1989 an entwarf Frank O. Gehry eine Stuhl-Kollektion aus geflochtenen Ahornbändern für Knoll International. In einer eigens von Knoll errichteten Werkstatt entwickelte Gehry Stühle und Tische aus langen Holzbändern, die so miteinander verflochten sind, daß sie sich selbst, ohne eine Rahmenkonstruktion, versteifen.

Den Rolf’s Chair entwarf Gehry 1990 als Hommage an Rolf Fehlbaum, für dessen Unternehmen er 1989 das Vitra Design Museum baute. Die Miniatur dieses Stuhls wurde vom Vitra Design Museum von 2002 bis 2010 hergestellt.

Maße der Miniatur: 87 x 98 mm, 179 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist aus ca. 8 mm breiten und 0,6 mm starken Ahornstreifen geflochten und an den überlappenden Stellen formgebogen. Die beiden Querstege im Rücken bestehen aus drei Lagen miteinander verleimten Ahornstreifen und geben der Rückenlehne die nötige Stabilität.

Zur Miniatur gehört wie zu allen Miniaturen der Miniatures Collection ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Aus meinem Bücherschrank

11. Dezember 2016

FRANK GEHRY MARTa HERFORD

gehry_marta-herford„MARTa – dieser Name steht für »Möbel – Art – Ambiente«. Er bezeichnet ein Museum, in dem die Grenzen von zeitgenössischer Kunst und modernem Design erkundet und überschritten werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Kunst des 21. Jahrhunderts sowie aktuelle Tendenzen des Möbel-Designs. Die Stadt Herford, Heimat des neuen Museums, ist ein bedeutendes Zentrum der deutschen Möbelindustrie.

Gebaut wurde das Museum vom internationalen Stararchitekten Frank Gehry. Geleitet [bis 2008] wird das Museum von Jan Hoet, Documenta-Macher 1992 und bis 2004 Museumsdirektor des SMAK in Gent.

Dieses Buch präsentiert das Gebäude von Frank Gehry aus verschiedenen Perspektiven: Es stellt die Entwurfs- und Entstehungsgeschichte des Gebäudes vor und macht seine konstruktiven und gebäudetechnischen Zusammenhänge anschaulich. Es führt dem Leser die kuratorischen Herausforderungen vor Augen und beleuchtet architekturhistorische Zusammenhänge.“

Text: Klappentext dess Verlages

Frank O. Gehry

04. Dezember 2016

Miniaturen „Wiggle Side Chair“ und „Side Chair“ 

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Eher zufällig, durch eine kleine Spielerei mit seinem Modellbaukarton, schuf Frank O. Gehry im Jahr 1972 seine ersten Möbel aus Wellkarton. Aus gegeneinanderlaufend verleimten Wellkartonagen entstanden verschiedene Kartonmöbel, die nicht nur eine hohe Stabilität aufwiesen, sondern auch Kartonskulpturen zugleich waren. Von der Kartonmöbelserie, die Gehry Easy Edges nannte, stellte das Vitra Design Museum zwei Miniaturen her.

Die Miniatur des Wiggle Side Chairs wird seit 1996 hergestellt und ist auch heute noch erhältlich. Die Miniatur des Side Chairs wurde in den Jahren von 1997 bis 2005 angeboten.

Maße der Miniaturen:

Wiggle Side Chair = 60 x 97 mm, 145 mm hoch.
Side Chair = 58 x 91 mm, 138 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Jede Miniatur besteht aus 39 Lagen miteinander verleimtem Wellkarton und außen einem Abschluß aus dünner Hartfaser. Die hintere Standfläche des Wiggle Side Chairs ist mit einer quer angebrachten Holzleisten aus Buche stabilisiert und dient als Gleiter. Der Side Chair ist vorne und hinten mit einer solchen Leiste ausgestattet.

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Josef Hoffmann

27. November 2016

Miniatur „Klavierhocker“ aus meiner Miniaturenwerkstatt

Die in der vergangenen Woche vorgestellte Miniatur des Klavierhockers von Josef Hoffmann ist eine Eigenanfertigung für meine Sammlung. Das Gestell des Hockers – sowohl beim großen Original als auch bei der Miniatur – ist aus Nadelholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert.

Die folgenden Fotos zeigen verschiedene Arbeitsschritte mit kurzen Informationen.

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Um den Rahmen für das Einlegepolster anzufertigen, habe ich einige Lagen Kirschbaumfurnier um ein Kunststoffrohr verleimt und nach dem Aushärten des Leims auf die richtige Höhe geschnitten. Dieses Kunststoffrohr diente schon bei der Anfertigung der Miniatur des Hockers Remida als Form. Mit festem Kreppband umwickelt wurde das Rohr soweit aufgefüttert, bis der für die Miniatur richtige Durchmesser erreicht war.

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Die quadratischen Kiefernleisten sind allseitig mit 0,6 mm starkem Kirschbaumholz furniert und für das spätere Beizen gewässert und geschliffen worden. Nach dem Zuschnitt der runden Platten konnte ich den Polsterrahmen anbringen und in die untere feststehende  Platte eine Gewindemuffe zur Aufnahme der Spindel einbauen. Um den zum Einbau verwendeteten Zweikomponenkleber abzudecken, habe ich die Flächen anschließen furniert.  Die Spindel ist eine schwarze Gewindeschraube in der Stärke von 5 mm.

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Der Farbton der Furnieroberfläche ist mit Beize dem Originalhocker weitgehend angepasst. Nach dem kompletten Zusammenbau erfolgte eine Beschichtung mit Schellack-Streichlack.

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Zum Verleimen der Gestellteile kam wieder meine Montagehilfe zum Einsatz, in der ich Verbindungen sehr einfach und vor allem im rechten Winkel herstellen kann.

Die folgende Abbildung zeigt die Miniatur und die Polstersitze teilmontiert und kurz vor der Fertigstellung.

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Josef Hoffmann

20. November 2016

Miniatur „Klavierhocker“

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Josef Hoffmann entwarf um 1908 einen höhenverstellbaren Klavierhocker, der in den Wiener Werkstätten in verschiedenen Ausführungen hergestellt wurde. Vorbild für die von mir hergestellte Miniatur war der im Kunstportal MasterArt gezeigte Hocker mit einem gepolsterten Einlegesitz. Das Gestell dieses Hockers ist aus Nadelholz und allseitig mit Kirschbaumholz furniert, dunkel gebeizt und vermutlich mit Schellack glänzend beschichtet.

Maße der Miniatur: Ø 70 mm, von 76 bis 93 mm höhenverstellbar.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell der Miniatur habe ich entsprechend dem großen Vorbild aus Kiefernholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert. Der mit grünem Velloursstoff bezogene Polstersitz ist in den umlaufenden Sitzrahmen eingelegt und in der Höhe um 17 mm verstellbar.

Die folgenden vier von mir angefertigten Abbildungen zeigen die Miniatur im Maßstab 1:6.

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In dem Buch Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen ist eine Variante des Hockers abgebildet. Der drehbare und höhenvestellbare Sitz ist komplett mit Stoff bezogen und schließt mit einer umlaufenden Bordüre ab. Das Gestell dieses Hockers aus Eichenholz ist teilweise massiv und furniert, schwarz gebeizt und die Poren weiß eingerieben.

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Foto links: Kunstportal MasterArt.com (Das Foto zeigt den Originalhocker im Maßstab 1:1)
Foto rechts: Hocker in Eiche aus dem Buch Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen.

Aus meinem Bücherschrank

20. November 2016

Josef Hoffmann · Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen

hoffmann-ornament-zwischenDer Katalog wurde herausgegeben von Peter Noever und Oswald Oberhuber und  zeigt die Sammlungen des Österreichischen Museums für angewandte Kunst, der Hochschule für angewandte Kunst in Wien mit Objekten aus dem Historischen Museum der Stadt Wien.

Möbelentwürfe und Architektur-skizzen, Abbildungen realisierter Einrichtungsgegenstände, Entwürfe und ausgeführte Objekte aus Glas, Keramik, Metall und Stoff machen diesen Katalog zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk.

 

 

 

Charles & Ray Eames

13. November 2016

Charles & Ray Eames, Miniatur DSW schwarz
Junghans Meister Telemeter

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Im Magazin Blickpunkt meines Versorgungsunternehmens, der AVU in Gevelsberg, ging es um das Thema Zeit. Beim ersten Durchblättern machte ich spontan halt auf Seite 06, denn hier erschien das wunderschöne Foto der Miniatur des DSW von Ray & Charles Eames, dekoriert mit einer wertvollen Junghans Herren-Armbanduhr.

Mit Unterstützung von Britta Worms, der verantwortlichen Radakteurin des Blickpunkt, nahm ich Kontakt zum Neu-Ulmer Fotografen Nik Schölzel auf, der mir das Foto des DSW zur Verfügung stellte.

Für ihre tolle Unterstüzung danke ich Frau Worms und Herrn Schölzel ganz herzlich.

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Foto: Nik Schölzel

Auch die folgenden Abbildungen überließ mir Nik Schölzel zur Veröffentlichung in meinem Blog.

Die Omega Speedmaster Mark II fühlt sich offensichtlich sehr wohl im Schoß von Gaetano Pesces La Mama. Grete Jalks Laminated Chair trägt ohne Mühen zwei schwere Tudor Heritage Ranger und auch den anderen Miniaturen stehen die Uhren renommierter Hersteller sehr gut.

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

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Foto: Nik Schölzel

Aus meinem Bücherschrank

13. November 2016

Bauhaus

bauhaus_prestel-verlag„Das Bauhaus gilt als die grundlegende Schule der Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert und beinflusste maßgeblich die internationale Moderne. Dieses Buch zeigt eine beeidruckende Auswahl bekannter, aber auch überraschender Beispiele der Bauhaus-Architektur in ihrem aktuellen Zustand.“

Text: Klappentext des Verlages