Joris Laarman

15. Juli 2018

Miniatur „Bone Chair“

Der Bone Chair ist ein Entwurf des niederländischen Designers Joris Laarman aus dem Jahr 2006. Das Design des im Aluminiumgussverfahren hergestellte Stuhls ist von einem Computerprogramm berechnet, welches das Wachstum menschlicher Knochenstrukturen errechnet und aufzeichnet. Die Strukturen des Stuhls werden so berechnet, daß an Stellen mit hoher Belastung Material aufgebaut wird und an Stellen mit geringer Belastung weniger Material eingesetzt wird.

Zur Herstellung des Stuhls produzierte ein 3D-Drucker eine mehrteilige Keramikgussform, die nach dem Zusammenbau mit geschmolzenem Aluminium ausgegossen wurde. Nach dem Entformen wurde der Bone Chair in Handarbeit geschliffen und poliert.

Die Miniatur des Bone Chairs wird vom Vitra Design Museum hergestellt.

Maße der Miniatur: 74 x 129 mm, 126 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Genau wie für das große Original wird im 3D-Drucker eine Gussform in verkleinertem Maßstab hergestellt, die mit Aluminium ausgegossen wird. Alle Oberflächen sind sauber geschliffen, die Außenflächen von Sitz und Rücken sind geschliffen und hochglänzend poliert.

Zur Miniatur gehört das oben abgebildete Holzkistchen und ein Zertifikat.

Röntgen-Museum Neuwied

08. Juli 2018

Schichten – Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne

Eine Ausstellung im Röntgen-Museum Neuwied.
Ausstellungsdauer: 17. Juni bis 4. November 2018.

In der Ausstellung werden Möbel aus der Zeit vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Moderne gezeigt, deren gebogene Möbelteile aus geschichtetem Holz oder Sperrholz hergestellt wurden. Anfertigungen des französisch-belgischem Kunsttischlers Jean-Joseph Chapuis und Michael Thonet begeistern ebenso, wie die Entwürfe von Alvar Aalto, Marcel Breuer und anderer Entwerfer. Stuhlminiaturen aus meiner Sammlung ergänzen diese interessante Ausstellung und werden sehr wirkungsvoll in verschiedenen Vitrinen gezeigt.

Im“Aalto/Breuer Raum“ sind neben den großen Originalen von Alvar Aalto und Marcel Breuer Miniaturen beider Architekten im Maßstab 1:5 und 1:6 aus meiner Sammlung zu sehen.

Sehr seltene Minia-turen, wie der Hocker E60, der Liegestuhl Nr. 43 und der Paimio Beistelltisch von Alvar Aalto, der Isokon Dining Chair und der Stuhl für das Bryn Mawr College von Marcel Breuer sind ausgestellt.

Die Miniaturen des End Tables oder des Zig-Zag Stuhls aus gebogenem Holz – nach den Entwürfen von Gerrit Rietveld – sind Einzelanfertigungen und kleine Raritäten.

In dieser Vitrine sind zwei meiner Stuhlminiaturen ausgestellt, die wie die großen Vorbilder komplett aus Sperrholz hergestellt sind. Links der aus dem damals neuen Material Sperrholz entworfene Plywood Chair von Isaak Cole aus dem Jahr 1873 und daneben der 74 Jahre später entworfene Sperrholzsessel von Herbert von Thaden. Die verwendeten Elemente und Grundformen beider Entwürfe sind nahezu identisch und es ist davon auszugehen, daß sich Herbert von Thaden an dem Entwurf von Cole orientiert hat.

Im Bereich dieser Vitrine ist eine Informationstafel zu den Miniaturen angebracht und eine weitere Tafel zeigt den von Isaak Cole gestellten Patentantrag aus dem Jahr 1874.

  

In einer dreiteiligen Wandvitrine befinden sich weitere aus geschichtetem Holz oder Sperrholz hergestellte Miniaturen, die maßstabsgetreu auf ein Sechstel der historischen Vorbilder verkleinert sind und in Konstruktion, Material und Farbgebung mit diesen übereinstimmen.

Beginnend mit dem Bopparder Sessel, dessen Gestell aus schichtverleimtem Holz und der Sitz aus Sperrholz hergestellt ist, werden weitere Thonet Entwürfe mit Sperrholzsitzen gezeigt, die nicht die bisher angebotenen Sitze aus Geflecht ersetzten, aber wirtschaftlicher hergestellt werden konnten und eine größere Stabilität aufwiesen.

Entwürfen der Wiener Architekten Hoffmann, Moser und Wagner aus der Zeit um 1905 folgen der Freischwinger ST 14 von Hans und Wassili Luckhardt, der Sitzgeiststuhl von Heinz und Bodo Rasch sowie der Freischwinger S 43 von Mart Stam.

Auch die schon neuzeitlicheren Entwürfe von Hans J. Wegner, Arne Jocobsen und Grete Jalk sind ausgestellt.

Grete Jalks Laminated Chair, Eddie Harlis‘ Stuhl S 664 (die Miniatur in blau ) und Hans Sandgren Jakobsens Gallery-Hocker stellten eine große Herausforderung an die Biegetechnik dar. Nach einigen Jahren Entwicklungsarbeit gelang es, mehrere Schichten Furniere für den Gallery-Hocker dreidimensional  zu verformen. Dagegen wurde die Sitzschale von Harlis‘ S 664 in zwei Segmenten verformt und anschließen miteinander verleimt. Auch von Grete Jalks Laminated Chair wurden das Sitz- und Rückenelement getrennt verformt und anschließend durch eine Schraubverbindung zusammengefügt.

Es folgen weitere interessante Miniaturen aus dem Werkstoff Sperrholz, zu denen auch der von Jasper Morrison im Jahr 1989 entworfene Ply-Chair gehört. Hier wird das anpassungsfähige Sperrholz genutzt um eine Sitzfläche nachgiebig zu gestalten. Die Oberkante des unter dem Sitz eingebauten Holzkreuzes nimmt zur Mitte hin ab und erlaubt bei Belastung ein Nachgeben der Sitzfläche.

Zur Ausstellung ist das begleitende Buch „Schichten – Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne“ erschienen und im Röntgen-Museum erhältlich.

Jorge Pensi

01. Juli 2018

Miniatur „Gimlet Stuhl“

Der Gimlet Stuhl ist ein Entwurf des spanischen Designers Jorge Pensi aus dem Jahr 2003 und wird vom Möbelhersteller Mobles 114 in Barcelona hergestellt. Die Sitzschale aus Polyurethanschaum wird in dunkelgrau, beigegrau, rotbraun und olivgrün angeboten. Das Rundrohrgestell des stapelbaren Stuhls  ist hellgrau lackiert. Die Produktfamilie Gimlet besteht aus Stühlen mit und ohne Armlehnen, jeweils mit Vierfuß- und Kufengestell sowie als höhenverstellbarem Drehstuhl mit Fünfsternfuß und Doppelrollen.

Die Miniatur des Gimlet Stuhls wurde als Werbemodell von Mobles 114 hergestellt.

Maße der Miniatur: 85 x 80 mm, 130 mm hoch.

Maßstab: 1:6

Die Sitzschale der Miniatur besteht aus dunkelgrau durchgefärbtem Polypropylen, die vier hellgrauen Stuhlbeine sind aus Kunstoff angefertigt und in die Sitzschale eingelassen.

Zur Miniatur gehört eine bedruckte Faltschachtel aus hellbraunem Wellkarton und ein kleines Faltblatt mit den abgebildetetn Modellen der Stuhlfamilie-Gimlet.

Isaac I. Cole

17. Juni 2018

Miniatur “ Plywood Chair“

 „Schichten – Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne“
Eine Auststellung im Röntgen-Museum Neuwied 
17.06.-04.11.18

Heute wird im Röntgen-Museum Neuwied die Ausstellung „Schichten – Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne“ eröffnet. Bis zum 4.11.2018 werden Möbel, deren gebogene Möbelteile aus geschichtetem Holz oder Sperrholz hergestellt wurden, gezeigt.

Für die Ausstellung habe ich eine Miniatur des Plywood Chairs, einem Entwurf von Isaac I. Cole, angefertigt und sie dem Röntgen-Museum leihweise zur Verfügung gestellt. Bereits 1873 entwarf Isaac I. Cole aus New Jersey/USA diesen Stuhl aus dem damals neuartigen Material Sperrholz und meldete 1874 ein Patent auf diesen Stuhl an. Das von Cole hergestellte Patentmodell im Maßstab ca. 1:5 befindet sich heute im Besitz des Museum of Modern Art in New York.

Die folgenden Bilder zeigen die Miniatur und verschiedene Arbeitsschritte der Anfertigung.

Maße der Miniatur: 80 x 102 mm, 179 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: ca. 1:6

Um die Konturen und Proportionen des von Cole entworfenen Stuhls möglichst genau wiederzugeben, habe ich zunächst Skizzen von der Sitzschale und den Einlagen im Maßstab 1:6 angefertigt. Eine Papierschablone der Sitz- und Rückenfläche, aufgeklebt auf eine ausgeschnittene Seitenkontur aus Sperrholz, ermöglichte mir nach einigen kleinen Korrekturen, die Rückenlehnenneigung und die Gesamthöhe festzulegen.

Die Einlagen in der Sitzschale habe ich mit einem Schaftfräser ausgeschnitten und später auf eine untergeleimte, quer verlaufende Furnier-Mittellage passgenau wieder eingeleimt. Um nun die Konturen der Sitzschale zu formen, habe ich aus einem zusammengeleimten MDF-Block eine Form geschnitten und die zwei bereits verleimten Furnierlagen mit einer dritten Lage Furnier unter hohem Druck dauerhaft verformt und verleimt. Die gleiche Vorgehensweise habe ich für die äußere Rückenplatte und das Verbindungselement unter der Sitzfläche angewendet. Nach gründlichem Schleifen aller drei Bauteile habe ich diese nach einem vorher festgelegten Farbton leicht gebeizt und matt lackiert. Der letzte Arbeitsschritt war das Verleimen aller drei Teile und eine leichte Nachbearbeitung der Kantenausbildung.

  

Aus meinem Bücherschrank

17. Juni 2018

Schichten
Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne

„Der vorliegende Band stellt die Geschichte von Schicht- und Sperrholz vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre ausführlich dar. Im Mittelpunkt stehen die Möbel, doch auch die technischen und historischen Voraussetzungen zu ihrer Herstellung werden erläutert.

Der französisch/belgische Kunst-tischler Jean-Joseph Chapuis und Michael Thonet waren die ersten, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ihren Werkstätten verschiedene Herstellungsver-fahren entwickelten, gebogene Möbelteile aus Schichtholz herzustellen. Wenn sie sich auch überwiegend noch an den klassizistischen oder biedermeierlichen Formen-Repertoire ihrer Zeit orientierten, so weisen ihre technischen Lösungen weit in das 20 Jahrhundert voraus.

Die Erfolgsgeschichte von Sperrholz beginnt mit der industriellen Revolution, da Sperrholz – jeweils um 90 Grad sich kreuzende Furniere werden miteinander verleimt – nur fabrikmäßig und mit dem Einsatz entsprechender Maschinen wirtschaftlich zu erzeugen ist. In der Sperrholztechnologie waren die USA führend, in Europa enstehen die ersten Fabriken in den 1880er Jahren.

Die 1920er Jahre sind eine Zeit des Umbruchs und Wandels, auch im Möbeldesign. Architekten und Entwerfer beginnen damit, sich intensiver mit Schicht- und Sperrholz zu beschäftigen. Dazu gehören die Gebrüder Rasch, Alvar Aalto und Gerald Summers. Marcel Breuer schuf während seiner Zeit in England für Isokon eine Reihe von – auch bisher unbekannten – Möbeln, welche die gestalterischen Möglichkeiten dieser modernen Materialien auf eine zuvor nicht gekannte Art und Weise erweiterten. Alle Entwürfe aus dieser Zeit werden hier erstmals ausführlich und detailliert vorgestellt. Neben Alvar Aalto ist Marcel Breuer sicher der für die Moderne der 1930er Jahre wichtigste Entwerfer; beide verwenden Schichtholz und Sperrholz in einer dem Material gemäßen Form und bauen Möbel, die zu der modernen Architektur und Lebensumwelt passen und unsere Wohnungen bis heute prägen.“

Klappentext des Buches: Wolfgang Thillmann.

Patrick Jouin

03. Juni 2018

Miniatur „Solid C2“

Das Vitra Design Museum hat die Miniaturenkollektion um vier neue Miniaturen erweitert. Eine dieser Miniaturen ist der Stuhl Solid C2 im Maßstab 1:6, den der französische Designer Patrick Jouin im Jahr 2004 entwarf. In meiner Sammlung befindet sich bereits eine Miniatur dieses Stuhles im Maßstab 1:5, die anlässlich der im Jahr 2010 im Centre Pompidou in Paris stattgefundenen Ausstellung „Patrick Jouin – La substance du design“ hergestellt wurde.

Die vom Vitra Design Museum aufgelegte Miniatur unterscheidet sich im Wesentlichen von der für das Centre Pompidou hergestellten Miniatur in der Größe und der Oberflächenbeschichtung. Die transparente Struktur der im Stereolithografieverfahren gedruckten Miniatur ist rot beschichtet und weist eine matte, fast „samtweiche“ Oberfläche auf.

Maße:  69 x 92 mm, 133 mm hoch.

Maßstab: 1:6

Artikelnummer: 202 578 01

Neu bei Vitra ist ein modifiziertes Holzkistchen und ein neu gestaltetes Zertifikat. Der Schiebedeckel des Holzkistchens ist nicht mehr mit dem praktischen „Griffloch“ ausgestattet, enthält aber jetzt aufgedruckte Angaben zum Modell und dem Designer des Stuhlentwurfs. Das neue 2-seitige Zertifikat enthält Angaben zum Designer und der Modellbezeichnung der Miniatur und ist zusätzlich mit der Signatur des Designers versehen. Zum Zertifikat gehört ein passendes, einseitig offenes und bedrucktes weißes Kuvert.

Das unten zu sehende Bild zeigt den Größenunterschied der Miniaturen im Maßstab 1:5 und 1:6.

Pierre Chareau

20. Mai 2018

Miniatur „MC 769 „ aus der Sammlung Georgi.


Foto: Benedikt Georgi

Der französische Architekt Pierre Chareau entwarf 1928 den Klappstuhl MC 769, eine Konstruktion komplett aus Metall. Die drei überlappenden Sitzelemente des Stuhls  schieben sich beim Zusammenklappen übereinander und lassen sich einschließlich der hohen Rückenlehne in den Fußrahmen einlegen. Der für den Außenbereich entwickelte Stuhl wird so zu einem kompakten und leicht zu transportierenden Objekt.

Das von Benedikt Georgi im Jahr 2009 aufgenommene Foto im Centre Georges Pompidou in Paris, zeigt drei Stuhlentwürfe von Pierre Chareau. Links im Bild ist der Klappstuhl MC 769 im Maßstab 1:1 zu sehen

Eine Miniatur dieses Stuhls – vermutlich eine Einzelanfertigung aus den Werkstätten des Vitra Design Museums – befindet sich in der Sammlung von Benedikt Georgi.

Maße der Miniatur: 60 x 130 mm, 132 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die beweglich gelagerten Einzelteile der Miniatur sind komplett in Metall hergestellt und lassen sich auch in dieser miniaturisierten Ausführung kompakt zusammenklappen. Die Oberflächen der Metallelemente sind schwarz lackiert. Das Bild unten zeigt die Miniatur des Klappstuhls im Maßstab 1:6 und ist vom großen Original nicht zu unterscheiden.


Foto: Benedikt Georgi

Sammlerfreunde

06. Mai 2018

Benedikt Georgi

Eigentlich stammt die Idee, auch über befreundete Sammler zu berichten, von Tom Giannini, dem „miniaturechairman“ aus London. Bis vor einigen Jahren schrieb Tom einen sehr interessanten Blog über seine Miniaturensammlung und berichtete auch über Sammlerfreunde und deren „Schätze“.
Ich greife diese Idee wieder auf und mein heutiger Beitrag gilt Benedikt Georgi, einem Sammlerfreund aus Paderborn. Bereits 1993 kaufte er die ersten Miniaturen und baute in den vergangenen 25 Jahren eine stattliche Sammlung auf.  Herr Georgi überließ mir die folgenden Bilder und Informationen:


Benedikt Georgi auf und mit LC2

„Ich habe meine ersten 3 Miniaturen im Frühjahr 1993 mit Postkarte beim Vitra Design Museum bestellt, nachdem ich darüber in „Schöner Wohnen“ gelesen hatte. Ich bekam ein Schreiben von Herrn von Vegesack persönlich unterzeichnet, in dem er mir mitteilt, dass sie von der Resonanz derart überwältigt seien, dass mit monatelangen Wartezeiten zu rechnen sei. Ca. 2 Monate später hatte ich meine ersten Miniaturen in Händen. Von da an hatte es mich gepackt.

Inzwischen habe ich 258 Miniaturen zusammengetragen. In wechselnden Zusammenstellungen dekoriere ich eine Auswahl in 2 Vitrinen und einem Regal. Der Rest ist in Schränken verstaut.“


Archivschränke der Sammlung Georgi (Ausschnitt)

Über interessante Miniaturen aus der Sammlung Georgi berichte ich in meinen nächsten Beiträgen. Einzelanfertigungen von Mart Stams Freischwinger S 33, Pierre Chareaus Klappstuhl MC 769, Peter Malys Sessel Zyklus und viele andere Entwürfe in miniaturisierter Ausführung gehören dazu.

 

Walter Gropius

22. April 2018

Miniatur „Armlehnstuhl D51“


Armlehnstuhl Modell D51 im Einrichtungshaus Biermann, Hagen,
Maßstab 1:1


Miniatur des Armlehnstuhls Modell D51,
Maßstab 1:6


Vestibül im Fagus-Werk

Mit diesem von Walter Gropius entworfenem Armlehnstuhl – damals jedoch noch ohne Sitz- und Rückenpolster  – wurde 1922/23 das Vestibül des Fagus-Werkes in Alfeld/Leine eingerichtet. Zur Einrichtung gehörten auch eine Bank und ein Tisch, die ursprünglich in naturfarbiger und gebeizter Eiche ausgeführt waren. Später wurde die Einrichtung im Fagus-Werk weiß lackiert, wie es auf dem historischen Foto zu sehen ist. Heute wird der Sessel und die dazu passende Bank von TECTA Bruchhäuser & Drescher KG in Lauenförde in massiver Esche hergestellt.

Vorbild für die von mir angefertigte Miniatur war ein TECTA-Armlehnstuhl, den ich im Einrichtungshaus Biermann in Hagen fotografieren und vermessen konnte. Ich danke Herrn Biermann, daß er mir die Möglichkeit gegeben hat. Für die Überlassung des historischen Fotos und der Entwurfs-Abbildung aus dem Buch „WALTER GROPIUS und das Faguswerk“ danke ich Frau Daniela Drescher und Herrn Axel Bruchhäuser.

Hier sind nun einige Informationen zur Miniatur:

Maße der Miniatur: 100 x 93 mm, 132 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur habe ich aus schichtverleimtem und massivem Eschenholz hergestellt. Das Sperrholz für die Sitzplatte und den Rücken habe ich aus drei, bzw. fünf Lagen 0,6 mm starkem Eschenfurnier kreuzweise verleimt. Die Leisten für das Gestell und den Sitzrahmen haben einen Querschnitt von 7 x 7 mm, sind teilweise zur Aufnahme der Rückenlehnenplatte ausgefräst, auf Gehrung verleimt und entsprechend dem großen Vorbild an den Ecken gerundet.

  

  

Nach einer Probemontage habe ich alle Oberflächen gründlich geschliffen, schwarz gebeizt, seidenmatt lackiert und verleimt. Die Polsterelemente sind mit einem anthrazit-weiß gestreiften Stoff bezogen und fest mit dem Stuhl verbunden.

  

Fotoprojekt „barbie meets vitra“

08. April 2018


Beach Fun Christie (mattel, 2006).
Auf Tom Vac (1998) by Ron Arad (vitra).

Nach dem Fotoprojekt „Barbie wird 55 – eine Hommage?“ im April 2014 realisiert der Galerist Stefan Heptner und der Fotograf Jan Frommel ein zweites Barbie Projekt, dieses Mal sehr wirkungsvoll in Farbe. Vom 16.3.2018 bis 18.3. 2018, anlässlich des ‚OpenWestend‘, stellte Stefan Heptner in seiner Münchner Galerie lichtblick21 die ersten 21 Motive vor. Dazu gab Stefan Heptner die nachstehenden Informationen:

„barbie meets vitra.
Eine Idee von Stefan Heptner.

Hintergrund:

Der Möbelhersteller vitra. lancierte in den 1990er Jahren eine vielfach ausgezeichnete Werbekampagne unter dem Titel „Personalities“. International bekannte Persönlichkeiten aus den verschiedensten Metiers nahmen dazu Platz auf Sitzmöbeln der Vitraproduktion. Der schweizer Fotograf Christian Coigny stellte dabei die Persönlichkeit der Portraitierten in den Vordergrund. Das Möbel diente lediglich als Requisit. Somit waren die Aufnahmen vielmehr Charakterdarstellungen, als klassische Werbefotos.

Die Kampagne lief über mehrere Jahre und so kamen mit der Zeit etwa 120 Motive zustande, darunter Portraits von Schauspielern, Regisseuren, Malern, Schriftstellern (- innen), wie z.B. Audrey Hepburn, Jack Lemmon, Peter Ustinov, Billy Wilder, Keith Haring, Gilbert & George, Charles Bukowski, John Irving und vielen anderen.

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein begann vor über 20 Jahren Meilensteine des Möbeldesigns nachzubilden. Maßstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert – in eben demselben Maßstab in dem Mattel auch seine Barbie fertigt.

barbie meets vitra.
steht als Oberbegriff für die freie Übersetzung des Themas im Maßstab 1 zu 6 in Anlehnung an die Werbekampagne. Bei der Umsetzung kamen daher auch Möbel und Figuren anderer Hersteller zum Einsatz. Das Projekt ist eine Kooperation von Stefan Heptner | lichtblick21 und Jan Frommel | Frommel fotodesign und versteht sich als ‘‘work in progress‘‘

Format: DIN A2 (420 x 594 mm)
Einführungspreis bis Ende April 2018: 79,00 Euro (danach 159,00 Euro). Andere Formate auf Anfrage. Anfragen über sh@lichtblick21.de

Druck: Karl Kempf.
Auf EPSON STYLUS PRO 7900 mit ULTRACHROME HDR INK (11 Farben) und EPSON ENHANCED MATTE PAPER 189 g/m2.

Ein ganz besonderer Dank gilt Dirk Dowald (miniaturstuhl.de), Sammler unzähliger Miniaturstühle, der eine Auswahl seiner Sammlung zur Verfügung gestellt hat, und ohne dessen Unterstützung dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.“

Text und alle Bilder: © Stefan Heptner & Jan Frommel 2018

In diesem Beitrag zeige ich zehn Fotos von insgesamt 21 sehr liebevoll arrangierten Motiven.


Tippi Hedren als Melanie Daniels in Die Vögel (Mattel, 2008).
Auf Vegetal (2008) by Ronan & Erwan Bouroullec (vitra).

  
Foto links:
Audrey Hepburn als Holly Golightly in Breakfast at Tiffany’s (Mattel).
Auf Coconut Chair (1955) by George Nelson (vitra).

Foto rechts:
Anne Hathaway als Catwoman (Selina Kyle) in The Dark Knight Rises (Hot Toys, 2013).
Auf Ball Chair (1965) by Eero Aarnio (vitra).


Maiko Barbie (Mattel, 2005).
Auf How High The Moon (1986) by Shiro Kuramat (vitra).

  

  
Foto links oben:
OOAK Barbie als Barbarella (2018)
Auf Marshmallow Sofa (1956) by George Nelson (vitra).

Foto rechts oben:
Black Panther (T’Challa) in Captain America: Civil War (Hot Toys, 2017).
Auf Diamond Chair (1952/53) by Harry Bertoia (vitra).

Foto links unten:
Frank Sinatra The Recording Years (Mattel, 2006) & Frank Sinatra Barbie loves Frank Sinatra (Mattel, 1999).
Auf Lounge Chair & Ottoman (1956) by Charles & Ray Eames (vitra).

Foto rechts unten:
Josephine Baker von Jason Wu (Integrity Toys, 2009).
Auf La Mamma (1969) by Gaetano Pesce (vitra).


Batman (Mattel, 2016).
Auf Big Easy (1988) by Ron Arad (vitra).