Vitra Miniatures Collection 001 bis 134

16. Juni 2019

Das Vitra Design Museum hat in den Jahren von 1992 bis heute 134 Miniaturen im Maßstab 1:6 herausgegeben.

In den nächsten Wochen und Monaten veröffentliche ich Fotos der bisher erschienenen Miniaturen der Vitra Miniatures Collection in der Reihenfolge des Erscheinens. Ich gebe Informationen zur Modellbezeichnung, dem Designer, dem Entwurfsjahr, den Maßen und der Artikelnummer der jeweiligen Miniatur.

Die Miniatur 001, erschienen im Jahr 1992, ist der Hill House Chair mit grünem Polsterbezug, entworfen von Charles Rennie Mackintosh und bei der zuletzt erschienenen 134sten Miniatur handelt es sich um die im 3D-Druckverfahren realisierte Miniatur des Sketch Chairs, entworfen vom schwedischen Designstudio Front.

Miniaturen 011 bis 015

14. Juli 2019


Miniatur 011
Modell: LCW, natur
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945
Maßstab: 1:6
Maße: 93 x 100 mm, 113 mm hoch mm hoch
Artikelnummer: 20 2084 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute


Miniatur 012
Modell: LCW, rot
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945
Maßstab: 1:6
Maße: 93 x 100 mm, 113 mm hoch mm hoch
Artikelnummer: 2085
Herstellungszeitraum: 1992 bis 1999

Miniatur 013
Modell: CTW, natur
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945/46
Maßstab: 1:6
Maße: Ø 147 mm, 66 mm hoch
Artikelnummer: 2091
Herstellungszeitraum: 1992 bis 1994

Miniatur 014
Modell: CTW, rot
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945/46
Maßstab: 1:6
Maße: Ø 147 mm, 66 mm hoch
Artikelnummer: 2092
Herstellungszeitraum: 1992 bis 1994

Miniatur 015.1
Modell: RAR, Fiberglas orange
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1950
Maßstab: 1:6
Maße: 103 x 114 mm, 112 mm hoch
Artikelnummer: 2101
Herstellungszeitraum: 1992 bis1993

Miniatur 015.2
Modell: RAR, Plastik orange
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1950
Maßstab: 1:6
Maße: 105 x 116 mm, 120 mm hoch
Artikelnummer: 2101
Herstellungszeitraum: 1994 bis 2001

Miniaturen 006 bis 010

30. Juni 2019


Miniatur 006
Modell: B3 »Wassily«
Entwurf: Marcel Breuer, 1925
Maßstab: 1:6
Maße: 130 x 133 mm, 130 mm hoch
Artikelnummer: 20 2041 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute


Miniatur 007
Modell: MR20, Leder natur
Entwurf: Ludwig Mies van der Rohe, 1927
Maßstab: 1:6
Maße: 99 x 140 mm, 136 mm hoch
Artikelnummer: 20 2051 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute


Miniatur 008
Modell: Zig zag stoel
Entwurf: Gerrit T. Rietveld, 1934
Maßstab: 1:6
Maße: 60 x 75 mm, 122 mm hoch
Artikelnummer: 20 2071 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute


Miniatur 009
Modell: DSW, natur
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945
Maßstab: 1:6
Maße: 83 x 95 mm, 122 mm hoch
Artikelnummer: 2081
Herstellungszeitraum: 1992 bis 2002


Miniatur 010
Modell: DSW, rot
Entwurf: Charles & Ray Eames, 1945
Maßstab: 1:6
Maße: 83 x 95 mm, 122 mm hoch
Artikelnummer: 20 2081 02
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute

Miniaturen 001 bis 005

25. Juni 2019

Miniatur 001
Modell: Hill House 1, Bezug grün
Entwurf: Charles Rennie Mackintosh, 1904
Maßstab: 1:6
Maße: 68 x 62 mm, 234 mm hoch
Artikelnummer: 20 2001 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute

Miniatur 002
Modell: Hill House 1, Bezug pink
Entwurf: Charles Rennie Mackintosh, 1904
Maßstab: 1:6
Maße: 68 x 62 mm, 234 mm hoch
Artikelnummer: 20 2001 02
Herstellungszeitraum: 1992 bis 2010


Miniatur 003
Modell: Sitzmaschine
Entwurf: Josef Hoffmann, 1904/05
Maßstab: 1:6
Maße: 105 x 155 mm, 172 mm hoch
Artikelnummer: 20 2011 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute


Miniatur 004
Modell: Cabaret Fledermaus
Entwurf: Josef Hoffmann, 1907
Maßstab: 1:6
Maße: 92 x 79 mm, 120 mm hoch
Artikelnummer: 20 2021 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute

Miniatur 005
Modell: Rood blauwe stoel
Entwurf: Gerrit T. Rietveld, 1918
Maßstab: 1:6
Maße: 110 x 139 mm, 144 mm hoch
Artikelnummer: 20 2031 01
Herstellungszeitraum: 1992 bis heute

Weissenhofmuseum Stuttgart

09. Juni 2019

Nicht alles ist Bauhaus.
Die Weissehofsiedlung im Kontext ihrer Zeit

In der Zeit vom 18. Mai bis 21. Juli 2019 findet in der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe die Ausstellung „Nicht alles ist Bauhaus. Die Weissenhofsiedlung im Kontext ihrer Zeit“ statt. Für die von Lara Eva Sochor kuratierte Ausstellung stellte ich dem Weissenhofmuseum einige Miniaturen aus meiner Sammlung zur Verügung.

Vom Weissenhofmuseum erhielt ich Fotos und Zeitungsauschnitte, die den Ausstellungsraum zeigen und über die Ausstellung berichten. Gerne veröffentliche ich die mir zur Verfügung gestellten Informationen und wünsche den Freunden meines Blogs viel Freude beim Ansehen und Lesen.


Fotos: (3) Ralph Fischer

Ettore Sottsass

02. Juni 2019

Miniatur „Seggiolina da Pranzo“

Es gibt nur sehr wenige Informationen über den von Ettore Sottsass entworfenen Seggiolina da Pranzo. Deshalb habe ich mir erlaubt, die von Thomas Edelmann für das Vitra Design Museum verfassten Objektangaben nachstehend zu zitieren:

„Der Seggiolina da Pranzo von Ettore Sottsass von 1980 weckt zunächst Erinnerungen an modernistische Küchenstühle der fünfziger Jahre. Allerdings unterscheiden sich Proportionen, Materialien und Details des ungewöhnlichen Objekts deutlich vom vermeintlichen Vorbild – man betrachte nur die seitlichen Haltegriffe aus Metall, die keinem vordergründigen Nutzen zu entsprechen scheinen, oder die Oberflächen aus Kunststoff, die man vielleicht auf Theken gesehen hat, aber nicht auf dem Sitz eines Stuhls. Mit seiner erratischen, fast ein wenig tierähnlichen Anmutung, die mit den Regeln des Funktionalismus bricht, war der Seggiolina da Pranzo eine bedeutende Zwischenstation auf dem Weg zur legendären Designbewegung Memphis, die Sottsass noch im selben Jahr mitbegründete.“

Der Seggiolina da Pranzo wurde in den 1980er Jahren von Studio Alchimia in Mailand hergestellt. Das Sitz- und Rückenelement des Stuhls wurde aus Spanplatten angefertigt und mit unifarbigen und mit grafischen Mustern bedruckten Kunststofflaminaten belegt.

Die vom Vitra Design Museum hergestellte Miniatur des Seggiolina da Pranzo wurde in den Jahren von 1994 bis 2012 angeboten.

Maße der Miniatur: 77 x 80 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Seiten von Sitz und Rücken sind genau wie beim großen Original unifarbig gelb und hellblau belegt, dagegen sind die Flächen in einem grau/weißen Laminatmuster ausgeführt. Das Material dieser Laminate ist schweres, auf dem Farbkopierer bedrucktes Papier und in diesem miniaturisierten Maßstab vom Original nicht zu unterscheiden. Die Griffchen an der Rückenlehne und die Stuhlbeine aus Metall sind verchromt.

Bruno Ninaber van Eyben

19. Mai 2019

Miniatur “ Stick 020″

Stick 020 ist ein Entwurf des niederländischen Industriedesigners Bruno Ninaber van Eyben aus dem Jahr 1977, der in den Jahren 1980/81 vom Sitzmöbelhersteller Artifort, Schijndel NL in einer limitierten Auflage von 150 Exemplaren hergestellt wurde. Der Stuhl, der von Bruno Ninaber van Eyben nicht für eine Massenproduktion gedacht war, besteht aus zwei verformten Schichtholzplatten und einem massiven Rundholzstab aus Buche.

Die Miniatur des Stick 020 habe ich für meine eigene Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 67 x 83 mm, 135 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Für die Sperrholzplatten der Miniatur habe ich fünf Lagen Buchenfurnier kreuzweise miteinander verleimt und verformt. Der Rundholzstab hat einen Durchmesser von 8 mm und sorgt für eine schraubenlose Verbindung beider Platten. Nach erfolgtem Oberflächenschliff habe ich die Miniatur mit Klarlack seidenmatt lackiert.

Ettore Sottsass

05. Mai 2019

Miniatur „Teodora“

Ettore Sottsass, Gründer der Mailänder Designergruppe Memphis, entwarf in den Jahren 1986/87 Teodora, einen an die Form des Throns erinnernden Sessel aus mit Laminat beschichtetem MDF und Plexiglas. Das für die Oberflächenbeschichtung verwendete Laminat „Craquelé“ ist ein Entwurf der Memphis-Mitgründerin Nathalie du Pasquier und wurde in den 1980er Jahren vom italienischen Schichtstoffplattenhersteller Abet Laminati hergestellt.

Der skulpturale Entwurf des Sessels entstand in der Vitra Edition 1987, die es Sottsass und auch den anderen teilnehmenden Designern ermöglichte, ohne Rücksicht auf die üblichen Beschränkungen der industriellen Möbelherstellung zu experimentieren und zu entwerfen. Teodora wurde in dieser Zeit limitiert von Vitra produziert und ist heute ein begehrtes Sammelobjekt.

Die Miniatur des Sessels Teodora habe ich für meine Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 97 x 91 mm, 147 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Aus einer 6,5 mm starken Multiplex-Platte habe ich die Seitenwangen, den Sitz, die Zarge unter dem Sitz und die beiden Füße zugeschnitten. Um eine stabile Verbindung der Gestellteile zu erreichen, habe ich diese nach der „Laminatbeschichtung“ mit Nut und Feder fest verleimt.

Das Laminat „Craquelé“ habe ich im Maßstab 1:6 nachgebildet. Vorlage war eine Abbildung der Seitenwange, die ich in meinem Bildbearbeitungsprogramm entsprechend bearbeitet habe. Das auf einem Farbkopierer ausgedruckte Muster ließ sich aufgrund der Papierstärke von 120 g problemlos mit Weißleim auf die rohen Holzteile aufleimen und an den Kanten sauber bearbeiten.

Der Rücken aus 1,5 mm starkem Acrylglas war für mich wieder eine kleine Herausforderung, da ich dieses Material bisher nicht verarbeitet habe. Der dritte Versuch, im Backofen bei ca. 160 Grad, brachte den gewünschten Erfolg.

Gerald Summers

21. April 2019

Miniatur „BPAC Bent Plywood Armchair“

Über den Entwurf des Bent Plywood Armchairs von Gerald Summers und die Anfertigung mehrerer dieser Miniaturen durch Halil Hinz habe ich bereits in meinem Beitrag vom 16. Dezember 2018 berichtete. Nun sind die Miniaturen fertig und von der limitierten Produktion in Birke natur, Birke schwarz und Birke weiß erhielt ich vor einigen Tagen die wunderschöne Miniatur in der naturbelassenen Ausführung für meine Sammlung. Die folgenden Bilder zeigen, wie schön die Miniatur geworden ist und mit welcher Sorgfalt und Genauigkeit Halil Hinz sie angefertigt hat.

Seit diesem Jahr stellt Halil Hinz die Holzkistchen für seine Miniaturen in einer einheitlichen Größe her, damit sie ordentlich gestapelt werden können. Für seine geplanten Long Chairs und Wooden Chairs (s. Bilder ganz unten) wird es ein zweites Format geben, welches aber modular zu der kleinen Ausführung passen wird.

Der Schiebedeckel, erfreulicherweise mit einer Griffleiste ausgestattet, zeigt ab sofort die Seitenansicht der im Kistchen befindlichen Miniatur und gibt Informationen über den Designer, die Modellbezeichnung, das Entwurfsjahr und den Maßstab. Die Artikelnummer, bei meiner Miniatur ist es die N022019-2/2, gibt Auskunft über die Ausführung „N“= Natur, das Herstellungsdatum „022019“ = Monat/Jahr und die limitierte Auflage. Meine Miniatur ist die zweite von zwei. Insgesamt hat Halil Hinz in den verschiedenen Farbtönen sechs Miniaturen hergestellt.

Das folgende Bild zeigt die sehr aufwendig hergestellte mehrteilige Form, in der Halil Hinz sieben Lagen Birkenfurnier verformt und miteinander verleimt hat. Da die Schnittkanten in Längsrichtung, die die Sesselbreite, die Armlehnen und Hinterbeine bilden, bereits beim Zuschneiden der sieben Furnierlagen genau übereinanderliegen müssen, ist auch die Innenbreite der Form so bemessen, daß es keine Verschiebungen in Querrichtung geben kann. Die nicht zu vermeidenden Verschiebungen der Furnierlagen in Längsrichtung werden „unter den Armen“, am Rücken und den Beinenden nach Aushärten des Leims entsprechend bearbeitet und in einer weiteren Form in der Länge gekürzt.


Foto: Halil Hinz

Und hier sind noch zwei Abbildungen der von Halil Hinz geplanten Neuanfertigungen:

Die Miniaturen des von Marcel Breuer entworfenen Long Chair und Short Chair, sind in einer limitierten Auflage von je sechs Exemplaren vorgesehen. Natürlich im Maßstab 1:6 und mit dem dazugehörigen Holzkistchen.

Auch diese Miniaturen werden wie die großen Originale in Birkensperrholz angefertigt und leicht gebeizt und klar lackiert.

 

Diesen Entwurf des australischen Designers Marc Newson, den Wooden Chair von 1992, hat Halil Hinz bereits als Prototyp im Maßstab 1:6 hergestellt.

Es ist eine enorme Heraus-forderung, diese Miniatur anzufertigen, da je zwölf der insgesamt 24 massiven Buchen-leisten in unterschiedlichen Radien einzeln gebogen werden. Auch die Schraubenverbindung zu den horizontal verlaufenden Querstreben und dem massiven Sockel setzt eine besondere Sorgfalt voraus.

Wenn Freunde meines Blogs Fragen zu den Miniaturen haben, schreiben Sie einfach an Halil Hinz. (joi738@aol.com) Gerne gibt er die gewünschten Informationen.

Shin Okuda

07. April 2019

Miniatatur „Side to Side Rocking Chair“

Der Side to Side Rocking Chair ist ein Entwurf des in Los Angeles lebenden  japanischen Designers Shin Okuda.

In seinem Studio WAKA WAKA entwirft Shin Okuda Holzmöbel für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Seine Sitzmöbelentwürfe zeichnen sich trotz des einfachen Materials Birkensperrholz, durch eine sorgfältige und mit großer Genauigkeit vorgenommenen Verarbeitung aus. Ein besonderes Designmerkmal bei vielen seiner Stuhlentwürfen ist der Zylinder, den er als Rückenlehne einfach oder auch zweifach übereinanderliegend einsetzt. Auch spielt bei Okudas konstruktiven Elementen fast immer das massive Rundholz eine große Rolle. Mit Rundhölzern verbindet er zwei Stuhlseiten und erreicht so eine sehr hohe Stabilität. Die Stirnseiten der naturbelassenen Rundhölzer bleiben sichtbar und bilden gerade bei der schwarz gebeizten Rückenlehne des Side to Side Rocking Chairs einen sehr schönen Kontrast.

Die Miniatur des Side to Side Rocking Chairs habe ich für meine eigene Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 95/159 x 80 mm, 117 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Ausgehend davon, daß Shin Okuda für seine Stühle eine Sperrholzstärke von ca. 20-22 mm verwendet, habe ich sechs Lagen Birkenfurnier zu einer 3,6 mm dünnen Sperrholzplatte verleimt und daraus die benötigten Teile für das Gestell, den Sitz und den Rücken zugeschnitten. Um die dünnen Leisten stabil und formschlüssig miteinander zu verbinden, habe ich beidseitig eine Nut eingefräst und die Leisten mit Hilfe einer Feder aus Holz fest verleimt. Nach Anbringung der Bohrungen für die Rundstäbe und vor der abschließenden Endmontage habe ich alle Flächen gründlich geschliffen, die Sitz- und Rückenelemente schwarz gebeizt und alles mit Klarlack seidenmatt beschichtet.


Video und Fotos: Marko Dowald