Miniatur „Glass Chair“

1976 entwarf der japanische Designer Shiro Kuramata den Glass Chair. Die Realisierung dieses revolutionären Entwurfs wurde möglich, da in dieser Zeit der Klebstoff Photobond 100 entwickelt wurde. Der Klebstoff ermöglichte eine sichere Verbindung von Glas. Die rechteckigen Formen der Platten und die Einheitlichkeit des Materials lassen diesen Stuhl in außergewöhnlicher Schlichtheit erstrahlen. Die Miniatur des Glass Chairs habe ich bereits im April 2013 als Einzelstück für meine Sammlung angefertigt.
Maße der Miniatur: 155 x 104 mm, 145 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6
Die Miniatur besteht aus 6 rechtwinklig geschnittenen Glasplatten, die ich in einem glasverarbeitenden Betrieb herstellen lies. Verklebt habe ich die Einzelteile mit einem im Handel erhältlichen Glaskleber.

Foto: Marko Dowald

Foto: Marko Dowald
Im Kapitel „Minimalismus – Schönheit durch Schlichtheit“ des heute vorgestellten Buches gehen die Autoren kurz auf Entwürfe Shiro Kuramatas ein. Erwähnt werden u.a. der Acrylsessels Miss Blanche, der Sessels How High the Moon und der Glass Chair.
Die Miniatur des How High the Moon wurde in den Jahren von 1998 bis 2012 vom Vitra Design Museum produziert und angeboten.

Die Miniatur des Sessels Miss Blanche – vermutlich eine Einzelanfertigung – befindet sich in der Sammlung eines Freundes und ist eine kleine Rarität, die Sammlerherzen höher schlagen lässt.
„In unserer modernen Gesellschaft ist Design allgegenwärtig: die Tasse, aus der wir trinken, der Stuhl, auf dem wir sitzen, die Kleider, die wir tragen. Jedes Objekt, das von Menschen geplant, entworfen und industriell hergestellt wurde, ist Design.






Diese Publikation erschien anlässlich der Ausstellung Alvar Aalto – Second Nature, die vom 27. September 2014 bis 1. März 2015 im Vitra Design Museum stattfand.


„Der finnische Architekt und Designer Alvar Aaalto (1898-1976) entwarf für viele seiner modernen Bauten – von der Arbeiterwohnung bis zur Fabrikantenvilla – auch die Inneneinrichtung. Die von ihm gestalteten Stühle, Lampen, Möbel und Objekte strahlen in ihrer auf das Wesentliche reduzierten Form skandinavische Frische aus. Alvar Aaltos geschwungene Glasvase »Savoy« zählt zu den Design-Ikonen des 20. Jahrhunderts – und wird wie viele andere seiner Entwürfe bis heute produziert.





„Marcel Breuer, 1902 in Ungarn geboren und dort aufgewachsen, studierte am Bauhaus und leitete dort von 1925 bis 1928 die Möbelwerkstatt als Jungmeister. Bereits mit 23 Jahren gehörte er am Bauhaus zu den wichtigen Figuren. Protegiert von Walter Gropius entwickelte Breuer zahlreiche Stahlrohrmöbel wie den legendären Sessel Wassily, die ihren Erfinder bald international bekannt machten. Mit Möbeln aus Aluminium und verformtem Schichtholz schrieb er in den 1930er Jahren erneut einmal Designgeschichte, ehe er 1937 in die Vereinigten Staaten übersiedelte. Zunächst als Dozent an der Harvard University tätig, startete Breuer hier eine zweite, überaus erfolgreiche Karriere als Architekt. Seine der Moderne verpflichteten Bauten, vor allem Einfamilienhäuser, Universitäts- und Bürogebäude sowie Kirchen und Museen, fanden weltweit Beachtung und galten vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als vorbildlich.“

