Miniatur „Klavierhocker“ aus meiner Miniaturenwerkstatt
Die in der vergangenen Woche vorgestellte Miniatur des Klavierhockers von Josef Hoffmann ist eine Eigenanfertigung für meine Sammlung. Das Gestell des Hockers – sowohl beim großen Original als auch bei der Miniatur – ist aus Nadelholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert.
Die folgenden Fotos zeigen verschiedene Arbeitsschritte mit kurzen Informationen.

Um den Rahmen für das Einlegepolster anzufertigen, habe ich einige Lagen Kirschbaumfurnier um ein Kunststoffrohr verleimt und nach dem Aushärten des Leims auf die richtige Höhe geschnitten. Dieses Kunststoffrohr diente schon bei der Anfertigung der Miniatur des Hockers Remida als Form. Mit festem Kreppband umwickelt wurde das Rohr soweit aufgefüttert, bis der für die Miniatur richtige Durchmesser erreicht war.

Die quadratischen Kiefernleisten sind allseitig mit 0,6 mm starkem Kirschbaumholz furniert und für das spätere Beizen gewässert und geschliffen worden. Nach dem Zuschnitt der runden Platten konnte ich den Polsterrahmen anbringen und in die untere feststehende Platte eine Gewindemuffe zur Aufnahme der Spindel einbauen. Um den zum Einbau verwendeteten Zweikomponenkleber abzudecken, habe ich die Flächen anschließen furniert. Die Spindel ist eine schwarze Gewindeschraube in der Stärke von 5 mm.

Der Farbton der Furnieroberfläche ist mit Beize dem Originalhocker weitgehend angepasst. Nach dem kompletten Zusammenbau erfolgte eine Beschichtung mit Schellack-Streichlack.

Zum Verleimen der Gestellteile kam wieder meine Montagehilfe zum Einsatz, in der ich Verbindungen sehr einfach und vor allem im rechten Winkel herstellen kann.
Die folgende Abbildung zeigt die Miniatur und die Polstersitze teilmontiert und kurz vor der Fertigstellung.






Der Katalog wurde herausgegeben von Peter Noever und Oswald Oberhuber und zeigt die Sammlungen des Österreichischen Museums für angewandte Kunst, der Hochschule für angewandte Kunst in Wien mit Objekten aus dem Historischen Museum der Stadt Wien.





„Das Bauhaus gilt als die grundlegende Schule der Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert und beinflusste maßgeblich die internationale Moderne. Dieses Buch zeigt eine beeidruckende Auswahl bekannter, aber auch überraschender Beispiele der Bauhaus-Architektur in ihrem aktuellen Zustand.“


»Kennen Sie den Stuhl von Mart Stam, der nur 2 Beine hat?







„1919 von Walter Gropius in Dessau als Schule für Architekten, Künstler und Designer begründet, wurde das Bauhaus zum Inbegriff eines Architektur- und Designstils, der bis heute für Modernität und Funktionalität steht. Bedeutende Künstler wie Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer lehrten und arbeiteten an der Schule und prägten das Gesicht einer neuen Avantgarde. Wie erkenne ich? Die Kunst des Bauhaus erklärt eindrucksvoll alle wichtigen Merkmale und Formen dieser Stilbewegung.“


