Aus meinem Bücherschrank

Ursprung des modernen Möbels – das Werk Rietvelds

rietveld_ursprung-des„Das Werk des holländischen Architekten und Möbelbauers Gerrit Thomas Rietveld (1888-1964) läßt sich in drei Phasen gliedern: Die erste, eng mit der künstlerischen Bewegung »De Stijl« verbunden, beginnt mit dem berühmten »Rot-blauen Stuhl« und endet mit dem Bau des Schröder-Hauses in Utrecht (1924). (…)

Die zweite Phase entspricht der internationalen Entwicklung in der Architektur. Nach dem Ende des »Stijl« schließt Rietveld sich dem Rationalismus an und wendet seine Aufmerksamkeit der sozialen Rolle der Architektur zu. (…)

Rietvelds dritte Phase ist bestimmt von der internationalen Anerkennung Ende der fünfziger Jahre, als seine architektonisch-künstlerische Bedeutung neu entdeckt wird. (…)“

Text: Daniele Baroni, Auszüge aus dem Klappentext 

 

Michele De Lucchi

Miniatur „First“

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Michele De Lucchi war Gründungsmitglied der Mailänder Designergruppe Memphis, die sich 1981 um Ettore Sottsass formierte. Memphis steht für ein fröhlich-respektloses Design und spielt mit den Grundelementen, kräftigen Farben und geometrischen Kunststofflaminaten. 1983 entwarf Michele De Lucchi seinen Memphis-Stuhl First, dessen Armlehnen zwei schwarze Kugeln sind und die Rückenstütze von einer kreisförmigen Scheibe gebildet wird.

Die Miniatur des First wurde vom Vitra Design Museum in den Jahren von 1992 bis 2010 hergestellt.

Maße der Miniatur: 102 x 74 mm, 145 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20214101

Grundelement der Miniatur ist ein runder Hocker , an dessen Vorderbeine ein kreisförmig gebogenes Stahlrohr zur Aufnahme der Armlehnen und Rückenstütze angebracht ist. Das komplette Stahlrohrgestell ist silberfarbig, der leicht geformte Schichtholz-Muldensitz und die Kugeln sind hochglänzend schwarz lackiert. Die aus Schichtholz verleimte und zu einer Mulde verformte Rückenstütze ist gummigelagert mit dem Metallgestell verbunden und hellblau lackiert.

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Gerrit Rietveld
Ausstellungsführer

rietveld_ausstellungskatalogDer Katalog wurde anlässlich der Ausstellung „Gerrit Rietveld – Design und Architektur“ aufgelegt. Die Ausstellung fand vom 12. Mai bis 21. Juli 1996 im Museum am Ostwall in Dortmund statt und zeigte nicht nur Rietvelds Möbelentwürfe sondern ging auch auf seine Projekte im Wohnungs- und Städtebau ein.

Der Beitrag „Gerrit Thomas Rietveld – ein Einzelgänger in der modernen Kunstbewegung“ von Ida van Zijl ergänzt diesen interessanten Katalog.

Gerrit T. Rietveld

Miniatur „Militär Stuhl“

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Gerrit Rietveld entwarf 1923 den Militär Stuhl für eine katholische Militäreinrichtung in Utrecht. Ein Konstruktionsmerkmal der Militärserie – es gehörten auch Tische und Hocker dazu – war die Verbindung der Gestellteile durch unterschiedlich lange Schloßschrauben mit Vierkantmuttern. Um eine hohe Stabilität zu erreichen, war die linke und rechte Seitentraverse zusätzlich in die Vorder- und Hinterbeine eingenutet.

Das Vitra Design Museum stellte die Miniatur des Militär Stuhls in den Jahren von 2000 bis 2007 her. In der Begleitbroschüre zur Miniatur wird als wahrscheinliche Farbe für die Möblierung der Militäreinrichtung grün angegeben.

Maße der Miniatur: 68 x 85 mm, 150 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20251601

Das Gestell der Miniatur besteht aus unterschiedlich starken, rechteckigen und quadratischen Vierkanthölzern und ist grau lackiert. Die knapp 2 mm starken Sperrholzplatten für die Sitz- und Rückenfläche sind gelb und die Stirnseiten der Hölzer weiß lackiert. Die verwendeten Schloßschrauben und Vierkantmuttern sind maßstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert.

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Aus meinem Bücherschrank

Gerrit Rietveld
Die Revolution des Raums

rietveld_die-revolution„Das Buch »Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums« ist die erste umfassende Monographie zu Rietvelds Werk in deutscher Sprache. Es erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Die Kapitel sind thematisch gegliedert und setzen sich beispielsweise mit Rietvelds Beziehung zu De Stijl und dem Bauhaus auseinander, aber auch mit weniger bekannten Aspekten wie Rietvelds sozialem Wohnbau oder seiner Beschäftigung mit der industriellen Produktion. Auf diese Weise zeichnen sie Rietvelds Werdegang nach / von seinen bescheidenen Anfängen als Möbelschreiner bis zu seinen letzten Jahren als berühmter Architekt. Dem Rietveld-Schröder-Haus, dem als eines der wenigen Bauten aus dem zwanzigsten Jahrhundert der Status eines UNESCO Weltkulturerbe-Denkmals zugesprochen wurde, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Ergänzt wird die Publikation durch zahlreiche Fotografien sowie hochwertigen Reproduktionen von Plänen, Zeichnungen und Skizzen als auch durch eine Chronologie der wichtigsten Werke von Gerrit Rietveld. Ein Grundlagenwerk für Forscher wie für Laien – und ein Muss für alle Fans der klassischen Moderne!“

Text: Vitra Design Museum

Aus meinem Bücherschrank

WEGNER
just one good chair

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Prämiert als eines der »schönsten deutschen Bücher« 2015

Prachtvolle Monografie aus Anlass des 100. Geburtstags des großen Dänen

„Der Name von Hans J. Wegner (1914–2007) ist untrennbar mit seinen unübertroffenen Stühlen verbunden, mit denen er dem dänischen Design international zum Durchbruch verhalf. Jeder Designliebhaber hat einen Favoriten unter seinen rund 500 Entwürfen. Kaum eine Hochglanzzeitschrift zum Thema Inneneinrichtung kommt heute ohne den eleganten China-Stuhl (1943) oder den Y-Stuhl (1950) aus, und auf seinem mittlerweile nur noch schlicht »The Chair« genannten runden Stuhl (1949) saß einst sogar John F. Kennedy. Der gelernte Möbeltischler Wegner schuf die Prototypen zumeist mit eigener Hand; er benutzte traditionelle Verbindungstechniken wie Schlitz und Zapfen oder Fingerzinken und ging dabei an die Grenzen des mit Holz machbaren, was seinen Designs unerreichte Eleganz verleiht. Auch der Humor blieb dabei nicht auf der Strecke, wie sein prachtvoller Pfauen-Stuhl (1947) oder der maskuline Ochsen-Stuhl (1960) beweisen, den man mit und ohne Hörner erwerben kann.“

Text: Klappentext des Verlages

Shiro Kuramata

Miniatur „How High the Moon“

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Shiro Kuramata entwarf 1986 den aus Streckmetall konstruierten Sessel How High the Moon, der erstmals 1987 im Rahmen des Projekts Vitra Edition an die Öffentlichkeit ging. Der Entwurf des Sessels ist auf einfache geometrische Formen reduziert und strahlt trotz des schweren Materials Leichtigkeit und hohe Transparenz, ja fast Schwerelosigkeit aus. Der nach einem Jazztitel von Duke Ellington benannten Sessel wurde von Vitra bis 2009 hergestellt.

Das Vitra Design Museum produzierte die Miniatur des How High the Moon in den Jahren von 1998 bis 2012.

Maße der Miniatur: 156 x 136 mm, 124 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur des How High the Moon ist aus miniaturisiertem Streckmetall hergestellt und eine technische Glanzleistung der Miniaturenbauer des Vitra Design Museums. Die unterschiedlichen Streckmetallzuschnitte sind wie beim großen Original durch einige hundert Lötpunkte sauber miteinander verbunden und bilden ohne Innenrahmen oder Stützen die Struktur des Sessels.

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Das Bauhaus #allesistdesign

Bauhausaustellung„Das Bauhaus war eine der einflussreichsten kulturellen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, doch zugleich wurde es zum Inbegriff des modernen Design-Klischees: geometrisch, industriell, kühl.

Die Publikation »Das Bauhaus #allesistdesign« widerlegt dieses Klischee und wirft einen neuen, aktuellen Blick auf das Design am Bauhaus. Erstmals gibt eine Publikation eine umfassende Übersicht über den erweiterten Designbegriff des Bauhauses, der dem Designer einen umfassenden Gesellschaftsauftrag zuweist. Neben seltenen Exponaten aus Design, Architektur, Kunst, Film und Fotografie dokumentiert das Buch die Entwicklungsprozesse und Gesellschaftsentwürfe hinter dem Bauhaus-Begriff. Zugleich wird die Bauhaus-Idee mit aktuellen Entwicklungen im Design wie der digitalen Revolution und mit den Werken zahlreicher Gegenwartskünstler und -designer konfrontiert.

Die reich illustrierte Publikation umfasst Essays renommierter Autoren wie Arthur Rüegg und Jan Boelen, ein Glossar mit Schlüsselbegriffen rund um das Bauhaus, sowie einen ausführlichen Katalogteil. Eigens für Katalog und Ausstellung“

Text: Vitra Design Museum

Reinier de Jong

Miniatur „Keer stoel“

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Der niederländische Architekt und Möbeldesigner Reinier de Jong entwarf 2008 den Keer stoel. Das futuristische Sitzobjekt aus Polyethylen lässt sich in unterschiedlichen Positionen aufstellen und als Stuhl, Sessel oder Hocker nutzen. Die 20 cm breiten Elemente verbinden sich durch integrierte Magnete fest miteinander und bilden zum Beispiel mit zwei Elementen einen Stuhl, mit drei Elementen einen Sessel oder mit einigen Elementen mehr auch eine Bank.

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Foto: Peter van Dijk

Die Miniatur des Keer stoel wird von Reinier de Jong in Rotterdam/NL hergestellt und vertrieben. Auf der Website zeigen einige sehr schöne Fotos die große Version des Stuhls in Außenbereichen und Produktfotos der verschiedenen Ausführungen.

Maße der Miniatur:
Sessel    = 30 x 169 mm, 138 mm hoch,
Stuhl     = 30 x 171 mm, 131 mm hoch,
Hocker = 30 x 139 mm, 161 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: ca. 1:6

Die Miniatur des Keer stoels ist aus MDF hergestellt und weiß lackiert. Um die Elemente miteinander zu verbinden sind genau wie beim großen Original kleine Magnete eingebaut.

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Sessel

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Stuhl

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Hocker

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Die Essenz der Dinge
The Essence of Things

Die-Essenz-der-Dinge„»Die Essenz der Dinge« sucht nach den Motiven der Reduktion im Design. Mit einem Ausblick auf den breiten Horizont des Themas beginnend, rückt dieser umfangreich bebilderte Katalog zur gleichnamigen Ausstellung die industrielle Gestaltung ins Zentrum der Betrachtung. In detailliert recherchierten und anschaulichen Darstellungen berücksichtigt er die Bedeutung technologischer und ökonomischer Bedingungen ebenso wie den Dialog des Designs mit der bildenden Kunst und die wechselnden ethischen Maßstäbe, die an die Gestaltung gelegt werden. Er spürt die unscheinbaren Helden des Alltags auf, hinterfragt den Menschen als Maß aller Dinge und findet einen Sinn im Weglassen als paradoxe Intervention.

Farbige Abbildungen und Beschreibungen von über 160 Objekten begleiten die zweisprachigen Textbeiträge von Dirk Baecker, Martin Hartung, Wiebke Lang und Mathias Schwartz-Clauss.“

Text: Klappentext des Verlages