Archiv für die Kategorie ‘Rietveld’

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 16. Oktober 2016

Miniatur „Zig-Zag-Stuhl“

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Gerrit Rietvelds Zig-Zag Stuhl entand im Jahr 1934. Vorbilder für diesen Stuhlentwurf waren vermutlich der 1926 von Mart Stam entworfene hinterbeinlose Stahlrohrstuhl und der von Heinz und Bodo Rasch im Jahr 1927 entworfene Sitzgeiststuhl.

Bereits 1927 versuchte Gerrit Rietveld einen stabilen, aus durchgängigem Sperrholz bestehenden Stuhl herzustellen. Wegen fehlender Stabilität unternahm er in den folgenden Jahren Versuche, Sperrholzplatten durch Eisenbänder oder Stahlrohre miteinander zu verbinden. Schließlich führte die Verbindung der spitzen Winkel durch eingeleimte und verschraubte Holzkeile, sowie eine Verzinkung von Sitz und Rücken zum Erfolg.

Unverändert in seiner Form wird der Zig-Zag Stuhl heute vom italienischen Möbelhersteller Cassina hergestellt. Die Miniatur dieses Entwurfs stellt das Vitra Design Museum seit 1992 her.

Maße der Miniatur: 60 x 75 mm, 122 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20207101

Die Miniatur ist nach einem von Gerard van de Groenekan in den 1930er Jahren hergestellten Original angefertigt worden. Wie beim großen Original sind in die spitzen Winkel der Holzplatten durchgehende Holzkeile eingeleimt und zusätzlich mit Schrauben stabilisiert. Die Sitz- und Rückenfläche ist verzinkt miteinander verbunden und durch je zwei Schrauben und Schraubbolzen verspannt.

Wie zu jeder Vitra Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine Informationsbroschüre dazu.

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Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 16. Oktober 2016

Ursprung des modernen Möbels – das Werk Rietvelds

rietveld_ursprung-des„Das Werk des holländischen Architekten und Möbelbauers Gerrit Thomas Rietveld (1888-1964) läßt sich in drei Phasen gliedern: Die erste, eng mit der künstlerischen Bewegung »De Stijl« verbunden, beginnt mit dem berühmten »Rot-blauen Stuhl« und endet mit dem Bau des Schröder-Hauses in Utrecht (1924). (…)

Die zweite Phase entspricht der internationalen Entwicklung in der Architektur. Nach dem Ende des »Stijl« schließt Rietveld sich dem Rationalismus an und wendet seine Aufmerksamkeit der sozialen Rolle der Architektur zu. (…)

Rietvelds dritte Phase ist bestimmt von der internationalen Anerkennung Ende der fünfziger Jahre, als seine architektonisch-künstlerische Bedeutung neu entdeckt wird. (…)“

Text: Daniele Baroni, Auszüge aus dem Klappentext 

 

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 02. Oktober 2016

Miniatur „Militär Stuhl“

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Gerrit Rietveld entwarf 1923 den Militär Stuhl für eine katholische Militäreinrichtung in Utrecht. Ein Konstruktionsmerkmal der Militärserie – es gehörten auch Tische und Hocker dazu – war die Verbindung der Gestellteile durch unterschiedlich lange Schloßschrauben mit Vierkantmuttern. Um eine hohe Stabilität zu erreichen, war die linke und rechte Seitentraverse zusätzlich in die Vorder- und Hinterbeine eingenutet.

Das Vitra Design Museum stellte die Miniatur des Militär Stuhls in den Jahren von 2000 bis 2007 her. In der Begleitbroschüre zur Miniatur wird als wahrscheinliche Farbe für die Möblierung der Militäreinrichtung grün angegeben.

Maße der Miniatur: 68 x 85 mm, 150 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20251601

Das Gestell der Miniatur besteht aus unterschiedlich starken, rechteckigen und quadratischen Vierkanthölzern und ist grau lackiert. Die knapp 2 mm starken Sperrholzplatten für die Sitz- und Rückenfläche sind gelb und die Stirnseiten der Hölzer weiß lackiert. Die verwendeten Schloßschrauben und Vierkantmuttern sind maßstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert.

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Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 02. Oktober 2016

Gerrit Rietveld
Die Revolution des Raums

rietveld_die-revolution„Das Buch »Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums« ist die erste umfassende Monographie zu Rietvelds Werk in deutscher Sprache. Es erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Die Kapitel sind thematisch gegliedert und setzen sich beispielsweise mit Rietvelds Beziehung zu De Stijl und dem Bauhaus auseinander, aber auch mit weniger bekannten Aspekten wie Rietvelds sozialem Wohnbau oder seiner Beschäftigung mit der industriellen Produktion. Auf diese Weise zeichnen sie Rietvelds Werdegang nach / von seinen bescheidenen Anfängen als Möbelschreiner bis zu seinen letzten Jahren als berühmter Architekt. Dem Rietveld-Schröder-Haus, dem als eines der wenigen Bauten aus dem zwanzigsten Jahrhundert der Status eines UNESCO Weltkulturerbe-Denkmals zugesprochen wurde, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Ergänzt wird die Publikation durch zahlreiche Fotografien sowie hochwertigen Reproduktionen von Plänen, Zeichnungen und Skizzen als auch durch eine Chronologie der wichtigsten Werke von Gerrit Rietveld. Ein Grundlagenwerk für Forscher wie für Laien – und ein Muss für alle Fans der klassischen Moderne!“

Text: Vitra Design Museum

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 03. April 2016

Miniaturen „Steltman-Stuhl“

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Gerrit Rietveld entwarf 1963 den Steltman-Stuhl für die Ausstattung des Juweliergeschäfts Steltman in Den Haag. Die asymmetrisch angefertigten Stühle wurden entgegen dem ursprünglichen Entwurf nicht ungepolstert ausgeführt, sondern mit weißem Leder bezogen. Die wechselseitig angebrachten Armlehnen bilden bei zwei nebeneinanderstehenden Stühlen eine Einheit, ja fast eine Bank.

Spätere Einzelanfertigungen wurden ungepolstert in massiver Eiche hergestellt und in verschiedenen Beiztönen angeboten. Heute wird neben der Holzausführung des Stuhles auch eine limitierte Edition mit Lederbezug produziert.

Die Miniaturen habe ich für meine Sammlung selber hergestellt.

Maße der Miniaturen: 83 x 75 mm, 117 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Die Miniaturen aus massiver Eiche habe ich in naturfarbiger und schwarz gebeizter Ausführung  angefertigt. In der Literatur und in verschiedenen Katalogabbildungen ist die Konstruktion des kurzen Vorderfußes unterschiedlich dargestellt. Ich habe die Konstruktion des Vorderfußes so vorgenommen, wie es in einer von Rietveld angefertigten Entwurfsskizze zu erkennen ist.

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Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 03. April 2016

„Rietveld meubels om zelf te maken“

Buch_Rietveld-zelf-te-makenDas Buch dokumentiert die bekanntesten Möbelentwürfe Gerrit Rietvelds. Bis ins kleinste Detail vermaßte Konstruktions-zeichnungen, Material- und Stücklisten sowie Montage-anleitungen ermöglichen das Nachbauen dieser wunderschönen Entwürfe. Nicht nur für Erbauer der großen Originale, sondern auch für Miniaturenliebhaber ist dieses in niederländischer und englischer Sprache geschriebene Buch ein Fundgrube.

 

Gerrit Rietveld

Sonntag, 16. August 2015

Miniatur „Berliner Stuhl“

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Die Miniatur des von Gerrit Rietveld 1923 entworfenen Berliner Stuhls ist eine Anfertigung von Avi Benmelech, der in Rishon Le-zion/Israel professionell Architekturmodelle und Möbelminiaturen baut.

In einem älteren Beitrag berichte ich über den Bausatz des Berliner Stuhls, der  weitgehend maßgleiche Einzelteile und eine Vorlage für die Farben enthält.

Maße der Miniatur: 121 x 90 mm, 175 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist aus fünf kleinen Brettchen und drei Leisten angefertigt und in drei unterschiedlichen, unbunten Farben lackiert. Der Rücken und die horizontale Armlehne schwarz, die Beine, die Leiste hinter dem Rücken und die vertikale Armlehne weiß und der Sitz mit der darunter angebrachten Sitzleiste mittelgrau.

Die Brettchen und Leisten aus 3 mm starkem Sperrholz sind offenporig lackiert, so wie es beim großen Original auch gemacht wurde.

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Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 02. August 2015

Miniaturen-Bausatz „Rot-Blauer Stuhl“

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Schon seit über zwei Jahren befindet sich der Bausatz des von Gerrit Rietveld entworfenen Rot-Blauen Stuhls in meiner Miniaturensammlung. Bisher sind mir nur zwei Bausätze von Rietveld Miniaturen in dieser Form bekannt. Der Bausatz mit Rietvelds kleinem Couchtisch und dem Berliner Stuhl sowie der hier gezeigte Schuber mit den Einzelteilen des Rot-Blauen Stuhls.

Der Schuber mit den Einzelteilen des Rot-Blauen Stuhls wurde 1983 im Beeldrecht Verlag, Amsterdam verlegt.

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Zum Bausatz der Miniatur im Maßstab 1:6 gehören 15 Holzleisten für das Stuhlgestell und die Armlehnen sowie zwei Holzplatten für Sitz und Rücken. Vorgebohrte Dübellöcher und Dübel ermöglichen ein sehr schnelles Zusammenbauen der Miniatur. Ebenfalls befinden sich in dem sehr schön bedruckten Schuber vier Döschen Farbe in rot, blau, gelb und schwarz sowie eine sehr informative Broschüre mit Texten von Peter Koopmans

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Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 28. September 2014

Maxiatur „Rot-Blauer Stuhl“

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Foto © Dirk Dowald

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Foto © Dirk Dowald

Vor dem Landgasthof Rebstock in Weil-Haltingen ist die Maxiatur des Rot-Blauen Stuhls ausgestellt. Sie steht auf einer Metallplatte, die von einem etwa 3 Meter hohen Metallpfosten getragen wird.

Wie bereits in meinem Beitrag „Die Stadt der Stühle – Miniaturen in Weil“ erwähnt, war es die erste Maxiatur, die ich in Weil gesehen habe.

Maxiatur
Ausstellungsort:
Landgasthof-Hotel Rebstock, Große Gass 30, Weil-Haltingen
Maßstab: 2:1
Gesamthöhe: 1,72 m
Aufgestellt am: 18. November 1999

Miniatur (Bild unten)
Maßstab: 1:6
Gesamthöhe: 0,144

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Foto © Dirk Dowald 

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 03. August 2014

Miniaturen  „Rot-Blauer Stuhl“

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Fotos © Dirk Dowald

Gerrit Rietveld entwarf die Grundform des Rot-Blauen Stuhls bereits im Jahr 1918. Die Version dieses Stuhls war mit geschlosssenen Seitenteilen unter den Armlehnen versehen und neben der Naturausführung grau oder schwarz lackiert. Erst 1923 erhielt der Stuhl seine Farbgebung mit rotem Rücken, blauem Sitz und den gelben Stirnseiten der schwarzen Gestellteile.
Die Miniatur des Vitra Design Museums aus meiner Sammlung (Bild oben links) wird heute noch angeboten, meine daneben gezeigte Miniatur des Architekturmodellbauers Modell & Form in Göteborg ist sehr selten und nur noch „antiquarisch“ zu erhalten.

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Foto © Dirk Dowald

Miniatur des Vitra Design Museums:
Maße der Miniatur: 110 x 139 mm, 144 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6

Das schwarz lackierte Gestell der Miniatur ist aus massiven Vierkanthölzern hergestellt, die Stirnseiten sind gelb lackiert. Die Sitz- und Rückenplatten aus Sperrholz sind rot und blau lackiert.
Zur Miniatur gehört das übliche Holzkistchen als Verpackung und eine kleine Informationsbroschüre.

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Foto © Dirk Dowald

Miniatur des Architekturmodellbauers Modell & Form :
Maße der Miniatur: 133 x 167 mm, 174 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:5

Die Miniatur ist aus den gleichen Materialien wie die des Vitra Design Museums hergestellt und ebenso präzise und sorgfältig ausgeführt.