Archiv für die Kategorie ‘2. Verschiedene Themen’

Hermann August Weizenegger

Sonntag, 14. Februar 2021

Miniatur „X-Chair“


X-Chair lichtgrau, limitierte Edition, 1/25 

Hermann August Weizenegger, deutscher Industriedesigner und Professor für Industriedesign an der Fachhochschule Potsdam entwarf 2020 den Kunststoffstuhl ›X-Chair‹. Vorgestellt wird der X-Chair im Berliner Kunstgewerbemuseum im Rahmen der Ausstellung „Atmoism – Gestaltete Atmosphären“. Neben dem von der  jungen Möbelmarke OUT – Objekte unserer Tage vertriebenen schwarzen Stuhl werden in der Ausstellung die in einer limitierten Auflage hergestellten Stühle in rot und lichtgrau gezeigt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 27.06.2021.

Zum Entwurf schreibt Weizenegger folgendes:

„Brutal wie ein aus der Zeit gefallenes Bauwerk fordert der X-Chair den Betrachter heraus. Ein radikaler Entwurf für die Kollektion von OUT. Angekommen im Hier und Jetzt setzt der X-Chair neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit; gänzlich aus recyceltem Material, fair produziert und lückenlos in den Produktionszyklus rückführbar. Im Moment der Berührung sanft, bricht der X-Chair in mattem schwarz das Licht. Ein Monument, das sowohl als Statement im Wohnbereich funktioniert als auch draußen Wind und Wetter trotzt. Berlin brutal mit Gegenwartsbezug – für eine selbstbestimmte Generation.“

Auf meinen Wunsch hin, hat Hermann August Weizenegger vom X-Chair eine limitierte Edition im Maßstab 1:6 produziert.

Maße der Miniatur: 65 x 100 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist im SLS Verfahren (Selective Laser Sintering) aus schwarzem Polyamid hergestellt. Das Rohmaterial des SLS Verfahrens ist Polyamid in Pulverform, welches in einer Druckkammer schichtweise hauchdünn und gleichmäßig verteilt wird und durch einen Laserstrahl verschmolzen und gehärtet wird. Die Oberfläche der so gedruckten Miniatur weist eine fein-raue Struktur auf.

Neben dem Serienobjekt aus Kunststoff entwarf Hermann August Weizenegger zusätzlich eine auf 6 Exemplare limitierte Edition aus Edelstahl für die Kunst- und Sammlerwelt. Die folgenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte des X-Chair N° 1, der für die Maurer Design Collection in Zürich vom hessischen Metallbauunternehmen Arnold angefertigt wurde. Arnold fertigt seit 1924 Metallkunstwerke internationaler Künstler mit Präzision auf dem höchsten Niveau.

Für die Herstellung des X-Chairs wurden vier Millimeter starke Edelstahlplatten gefräst, gefaltet, geschliffen und poliert. Die folgenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte bei Arnold.

Zur Maurer Design Collection geht es  hier. Es lohnt sich, einen Blick in die Sammlung zu werfen, die zusätzlich in dem von Hans Ulrich Maurer verfassten Online-Buch „Stand Art“ dokumentiert ist.


Fotos: (4) Christian Nochat

Die blank polierte Oberfläche des X-Chairs verbirgt nichts aus seinem Umfeld (s. Bild oben) und stellt den Fotografen vor eine besondere Aufgabe. Um die Spiegelungen in den Griff zu bekommen, hat sich das Fotostudio in eine Landschaft aus geschickt positionierten Hintergrundkartons verwandelt und wie man es auf den Fotos sieht, zu einem fantastischen Ergebnis geführt.

 

 


Fotos: (6) Bernd Hiepe

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 14. Februar 2021

ATMOISM · Gestaltete Atmosphären

Mit Atmoism · Gestaltete Atmosphären widmet das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin dem Designer Hermann August Weizenegger eine große Einzelausstellung. Das Konzept ist dem Haus auf den Leib geschnitten: Inspiriert von der softbrutalistischen Raumatmos-phäre der 1967 von Rolf Gutbrod entworfenen Architektur des Kunstgewerbemuseums entwick-elte der Designer 24 bühnenbildartige Interventionen. Diese entfalten sich als Skulpturen, Materialkomposi-tionen und Objektinszenierungen wie ein Netz in der Dauerausstellung des Museums. Es entsteht ein atmosphärischer Rundgang, der den Dialog mit dem Museum und seinen Objekten eröffnet. In ihrer Gesamtheit spiegeln die Stationen eine gestalterische Vision zukünftiger Produkt(ions)szenarien wieder – irgendwo zwischen Mensch, Handwerk und mittelständischer Industrie.

Text: HAW

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 31. Januar 2021

Friedrich Kiesler · Designer
Sitzmöbel der 30er und 40er Jahre

„Als der Architekt, Bühnen-bildner und Künstler Friedrich Kiesler (1890-1965) im Jahr 1925 von Wien nach New York übersiedelt, nimmt er schnell die Rolle des Vermittlers zwischen den verschiedenen euro-päischen und amerika-nischen Positionen in Design und Architektur ein: Er entwirft Möbeleinrichtungen, gestaltet Ausstellungen und formuliert Thesen zu einer ganzheitlichen, kritisch-funktionalen Design- und Architekturtheorie. Dieses Buch widmet sich ganz dem Design des Multitalents und zeigt erstmals bisher unbekanntes Material zu seinen innovativen Entwürfen und Prototypen von Sitzmöbeln der 1930er und 1940er Jahre. Briefe, private Tagebuchaufzeichnungen und Fotos dokumentieren seine Arbeit als Designer und geben einen Eindruck vom kulturellen New Yorker Umfeld, in dem Kiesler tätig war. Die Neuauflage einiger seiner Entwürfe durch die Firma Wittmann Möbelwerkstätten zeigt die Aktualität seines zukunftsweisenden Designs.“

Text: Klappentext des Verlages

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 12. Juli 2020

Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel

Das Buch erschien anlässlich der Ausstellung „Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel“ im Museum für Angewandte Kunst Köln, welche in der Zeit vom 16. Januar bis 22. April 2012 gezeigt wurde.

Der aufwendig und reich bebilderte Katalog enthält interessante Beiträge zum Thema Sitzen im 20. Jahrhundert am Beispiel von Architektenmöbeln und eine Vielzahl fantastischer Auf-nahmen, die speziell für diese Veröffentlichung angefertigt wurden.

Der von Petra Hesse und Gabrielle Lueg herausgegebene Katalog, der nach meinen Recherchen nur noch antiquarisch zu erhalten ist, erschien 2012 im Verlag der Buchhandlung Walther König in Köln.

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 14. Juni 2020

Gerrit Rietveld • Austellungsführer

Dieser Katalog führt durch die Ausstellung „Gerrit Thomas Rietveld 1888 – 1964 • Architektur und Design“ welche vom 12. Mai bis 21 Juli 1996 im Museum am Ostwall in Dortmund gezeigt wurde.

Der von Barbara Scheffran herausgegebene Katalog enthält neben vielen Originalabbildungen niederländischer Museen auch einen Beitrag von Ida van Zijl.

 

 

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 17. Mai 2020

Charlotte Perriand
Ihr Leben als moderne und unabhängige Frau

1927 betritt die 24-jährige Charlotte Perriand (1903-1999) mit einer Mappe von Zeichnungen das Atelier des Architekten Le Corbusier in Paris, um sich als Architektin vorzustellen. »Wir sticken hier keine Kissen« versucht sie der Meister persönlich abzuwimmeln. Nach dem Herbstsalon im Grand Palais in Paris revidiert er sein Urteil und stellt die junge Frau ein, die unter anderem die legendäre Chaiselongue (B306) entwerfen wird. Charlotte Perriand wird 10 Jahre im Büro von Le Corbusier bleiben, um dann politisch und künstlerisch ihren eigenen Weg zu suchen und erfolgreich zu gehen. »Wir arbeiteten immer mit Idealen« wird sie später auf die Frage nach ihrem Konzept antworten, und das ist gleichzeitig auch ihr Lebenscredo. Perriand hatte sich zum Ziel gesetzt, kreative und zugleich funktionale Wohnräume zu schaffen, im festen Glauben daran, dass schönes Design eine bessere Gesellschaft zu schaffen vermag. »Ich sagte mir nie, dass ich eine Frau unter Männern war. Ich lebte in einer Symbiose mit ihnen, und zufällig waren sie Männer.« Charlotte Perriand

Text: Klappentext des Verlages

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 05. April 2020

Gropius-Zimmer

„In 2., korrigierter Auflage ist das Buch über die Sanierung des Gropiuszimmers nun endlich wieder erhältlich.

Man erfährt etwas von der kriminalistischen Spurensuche, auf die sich die Beteiligten begaben, um eine Vorstellung von der wirklichen Ausgestaltung, Möblierung etc. des Direktorenarbeitsraumes zu gewinnen. Es wurden Bauakten ausgewertet, Fotos analysiert, Zeitdokumente gesichtet. Man erfährt auch etwas von den Schwierigkeiten, in der Gegenwart Möbel und andere Dinge der 1920er-Jahre, die sich im Zimmer befanden, nachzubauen bzw. nachzugestalten. Am Ende ist ein Zimmer entstanden, das bemerkenswert ist, auch wenn es so zu Gropius? Zeiten nicht aussah. Aber da sind wir sicher:? der Meister hätte heute seine Freude daran, denn es ist die Verwirklichung seiner Idee.“

Text: Klappentext des Verlages

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 05. April 2020

Staatliches Bauhaus in Weimar 1919 – 1923

„Herausgegeben von Lars Müller in Zusammenarbeit mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Faksimile des ersten Katalogs des Bauhauses von 1923 mit einem Textbeitrag von Astrid Bähr, der diese längst vergriffene Publikation in einen zeithistorischen Kontext setzt und das Bauhaus von seiner Idee bis zu seiner Situierung als renommierte Kunstschule dokumentiert.

Im Jahr 1919 eröffnet Walter Gropius mit einem radikalen Lehransatz das Bauhaus in Weimar. Vier Jahre vergehen bis zur ersten Ausstellung, die dem begeisterten Publikum einen neuen Kunstansatz vermittelt und die Ideen der Schule in die ganze Welt trägt.

Begleitend zu diesem ersten öffentlichen Auftritt erscheint 1923 der Katalog Staatliches Bauhaus Weimar 1919–1923. Mithilfe dieser fachübergreifenden Publikation haben die Idee und das Potenzial des Bauhauses erstmals ihren Weg auf Papier gefunden. Neben zahlreichen Projektvorstellungen werden durch die theoretischen Ansätze von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Gertrud Grunow die Lehrmethoden der verschiedenen Meister vermittelt. Gropius’ Vorwort stellt den Aufbau der Schule vor und präsentiert den einzigartigen Reformansatz, der die Einheit von Technik und Kunst fordert und lehrt. Die Abbildungen aus dem Vorkurs und den unterschiedlichen Werkstätten verleihen Einblicke in die Ausbildung und die Produktion des Bauhauses.

Mit dem ursprünglichen Layout von László Moholy-Nagy und dem von Herbert Bayer gestalteten Einband ist das Buch ein wichtiges Zeugnis jener legendären Avantgarde-Bewegung und veranschaulicht deren Wirken und Streben seit den Anfängen des Bauhauses.“

Text: Bauhaus Archiv Berlin

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 22. März 2020

Wiener Werkstätte

Buch_Wiener-Werkstaette01

„Die Wiener Werkstätte, gegründet 1903 von Josef Hoffmann, Koloman Moser und Fritz Waerndorfer, ist eine kreative Bewegung der Moderne. Der progressive Zusammenschluss von Künstlern und Designern wollte der industrialisierten Gesellschaft individuelle Handwerkskunst entgegensetzen und verschiedene Aspekte des Lebens zu einem harmonisch-eleganten Kunstwerk verbinden.

Zunächst bestand die Werkstätte nur aus drei kleinen Räumen, weitete sich jedoch schon bald auf ein dreistöckiges Gebäude mit Spezialbereichen für Metall-, Leder- und Holzverarbeitung, einer Buchbinderei und einem Farbenhandel aus. Die Künstler experimentierten mit verschiedensten Materialien, darunter Gold, Edelsteinen und Pappmaché, und wandten ihre schlichten, häufig geometrischen Muster und ihre Designprinzipien auf Keramik, Textilien, Typografie, Innenarchitektur, Möbel und Mode an. Bei Gesamtaufträgen wie dem Sanatorium Purkersdorf und dem Palais Stoclet in Brüssel konnte die Gruppe ihr Ideal vom „Gesamtkunstwerk“ realisieren, bei dem jedes Detail ein integraler Teil des koordinierten Ganzen ist.

Obwohl die Werkstätte nur 30 Jahre lang bestand, hatte sie großen kommerziellen Erfolg und konnte Dependancen in Karlsbad, Marienbad, Zürich, New York und Berlin eröffnen. Viele führende Künstler der Zeit, darunter Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele, steuerten Entwürfe bei. Heutzutage würdigt man die Wiener Werkstätte für ihren ganzheitlichen Ansatz und ihren stilistischen Einfluss auf Art déco und Bauhaus.“

Text: Klappentext des Verlages

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 23. Februar 2020

Nahaufnahmen Stefan Wewerka

„Stefan Wewerka, geb.1928, studierte 1946 Architektur in Berlin. Ab 1961 erste Stuhl-skulpturen, Bleistiftzeich-nungen, Aquarelle, Ölbilder und Radierungen. 1963 bis 1967 Leitung des Entwurfs-büros bei Hans Scharoun. Mitte der 60er Jahre lehrte er an der Washington University (St. Louis) und später an der Kölner Werkschule. Ab 1978 Zusammenarbeit mit der Möbelfirma TECTA. Für die documenta 8 in Kassel entwarf er einen Pavillon, der heute als Ausstellungs-pavillon der Kunstakademie Münster genutzt wird. Er lebt in Köln und Berlin. www.stefanwewerka.de Ein großer Künstler verändert unsere Sicht auf die Welt, auf die Dinge. Ein großer Künstler entwickelt seine eigene Welt und gestaltet nach seinen Prinzipien. Stefan Wewerka ist einer dieser Künstler.‘ Wulf Herzogenrath“

Klappentext des Verlages

Das 2010 im Alexander Verlag Berlin erschienene Buch ist heute noch über den Verlag und im Buchhandel erhältlich. Hier geht es zu einer kleinen Leseprobe.