Archiv für die Kategorie ‘3. Miniaturenwerkstatt’

Michele De Lucchi

Sonntag, 27. März 2016

Miniatur „Bisonte“

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Diese Abbildung zeigt den von mir angefertigten Hocker Bisonte und im Hintergrund meine Schreibtischleuchte „Tolomeo“, die auch von Michele De Lucchi entworfen wurde.

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Foto:  aMDL architetto Michele De Lucchi S.r.l.

Der Hocker Bisonte ist ein Entwurf des italienischen Architekten und Designers Michele De Lucchi in Zusammenarbeit mit Philippe Nigro. Bisonte, ein Entwurf aus dem Jahr 2005 , wird in kleinen Auflagen von Produzione Privata, einem 1991 von Michele De Lucchi gegründetem Unternehmen aus schichtverleimtem Birkenholz hergestellt und auch vertrieben.

Bisonte erfüllt zwei Funktionen: Als Einzelstück hat er die Funktion eines Hockers zum Sitzen und mehrere Elemente übereinandergestapelt machen aus ihnen einen Garderob enständer.

Die Miniatur des Hockers habe ich selber angefertigt, da dieser außergewöhnliche Entwurf in meiner Miniaturensammlung nicht fehlen sollte.

Maße der Miniatur: 66 x 43 mm, 83 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: 1:6

Für den Korpus habe ich vier Lagen 0,6 mm starkes Birkenfurnier zu einer Sperrholzplatte verleimt und die einzelnen Elemente konisch zugeschnitten. Nach dem Ausschneiden der Stapelöffnungen und dem Ausschleifen der Sitzkrümmung erfolgte die Verleimung der vier Korpusteile auf Gehrung. Das Sitzelement, aus fünf Lagen Birkenfurnier, habe ich formverleimt, die „Bisonhörner“ ausgeschnitten und mit dem Unterteil verbunden. Anschließend erfolgte eine zweimalige Lackierung mit seidenmattem Klarlack.

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Shigeru Ban

Sonntag, 10. Januar 2016

Miniatur „Cardboard Chair“

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Der japanische Architekt Shigeru Ban, bekannt durch seine Gebäudekonstruktionen mit Kartonröhren, entwarf 1998 die Carta Möbelserie.

Besonderes Merkmal sind die aus Sperrholz herausgeschnittenen Seitengestelle und die Sitzflächen aus Papierröhren. Die Carta Möbelserie besteht aus Stuhl, Hocker, Tisch, Liege und Paravent.

Den Cardboard Chair habe ich für meine Sammlung als Miniatur hergestellt. Mangels der sehr kleinen und bei Hülsenherstellern nicht zu bekommenden Papierhülsen habe ich für die Sitz- und Rückenfläche 3 mm starke Buchenrundhölzer verwendet. Diese kleine Materialabweichung sehe ich als „künstlerische Freiheit“ meiner Arbeit und beeinträchtigt in keiner Weise diesen wunderschönen Stuhlentwurf.

Maße der Miniatur: 75 x 82 mm, 126 mm hoch

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Buchensperrholz für die Gestellseiten und die Zargen habe ich wie schon für andere von mir hergestellte Miniaturen wieder selber verleimt und die Konturen der Seiten nach mir vorliegenden Abbildungen ausgeschnitten. Die drei die Gestellseiten verbindenden Querzargen und eine Längszarge unter der Sitzfläche geben dem Gestell eine gute Stabilität.

Nach einigen gescheiterten Versuchen die miniaturisierten Papierhülsen selber anzufertigen, habe ich die Sitz- und Rückenfläche mit 40 Buchenrundhölzern“gepolstert“.

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LCM

Sonntag, 17. Mai 2015

Miniatur „LCM“ von Charles und Ray Eames

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Diese Miniatur konnte ich „antiquarisch“ für meine Sammlung erwerben. Der Verkäufer hatte mir vor dem Kauf mitgeteilt, daß es an den Schrauben etwas Rost gibt und die Formholzteile von Sitz und Rücken stark verzogen sind. Durch die obigen Abbildungen hat er mir den sehr schlechten Zustand der Miniatur belegt.

Da mir diese rote Miniatur bisher nicht bekannt war und sie in dieser Ausführung auch nicht vom Vitra Design Museums angeboten wurde, habe ich trotz der erheblichen Mängel gekauft.

Um die Miniatur nun wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzten, habe ich sie zuerst komplett zerlegt. Das Gestell und die Schrauben waren kein Problem. Mit einem Chromputzmittel und einem zaghaften Biegen war es sehr schnell wieder in einem ausgezeichneten Zustand.

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Die stark verzogenen Holzteile habe ich auf ein kleines Holzbrettchen gespannt und durch Unterlagen aus Styropor in die ursprüngliche Form gebracht. Vorbild waren Sitz und Rücken meiner schwarzen Miniatur.

Mehrmals und über einen Zeitraum von mehreren Tage habe ich das Holz mit einem Fön stark aufgeheizt um es so dauerhaft wieder in Form zu bringen. Das Ergebnis ist zwar nicht hundertprozentig, aber ich bin sehr zufrieden und freue mich, wieder eine schöne und seltene Miniatur meiner Sammlung hinzufügen zu können.

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Das Bild unten zeigt die Miniatur nach der Bearbeitung und ich hoffe, daß die Holzteile in ihrer jetzigen Form stabil bleibt.

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Ludwig Mies van der Rohe

Sonntag, 12. April 2015

Miniatur „Esszimmerstuhl“

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In der Literatur über die Möbelentwürfe Ludwig Mies van der Rohes konnte ich mich sehr ausführlich über den Esszimmerstuhl aus Palisander informieren. Mies van der Rohe entwarf den Stuhl in den Jahren 1925/26 für sein eigenes Appartement in Berlin.

Der Stuhl schien mir aufgrund der sehr einfach aussehenden Konstruktion gut geeignet, ihn als Miniatur anzufertigen.

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Für die Gestellteile und Rückenlehnenfüllung benötigte ich vier unterschiedliche Materialstärken. Mir zur Verfügung stehendes Palisander-Massivholz war von der Maserung so blumig, daß ich mich entschied, aus entsprechend vielen Schichten Buchefurnier und zwei Lagen Deckfurnieren in Ostindisch Palisander die Platten selber zu verpressen.

Die feine Maserung des Furniers kam dem Maßstab der Miniatur sehr entgegen.

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Nach dem Zuschnitt der Beine und Zargen habe ich die Schnittflächen furniert und anschließend die Längen festgelegt. Es stellte sich sehr schnell heraus, daß der Stuhlentwurf doch so einige Schwierigkeiten aufwies.

Außer der vorderen Zarge und der vorderen Stuhlbeine gab es keinen rechten Winkel.

Die Seitenzargen laufen in einem Winkel von 87° auf die nach unten schmaler werdende Rückenlehne auf und auch die Rückenlehnenzargen haben unterschiedliche Breiten und Winkel. Trotzdem ist mit Ausnahme der Verbindung Seitenzarge/Rückenlehne das Gestell komplett bündig verleimt und vermittelt wegen der  vertikalen Furnierrichtung den Eindruck, als sei es aus einem Stück Holz herausgeschnitten.

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Vor dem Lackieren des Gestells überzeugte mich schon eine kleine Lackprobe von dem Ergebnis meiner Arbeit.

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Für das Sitzpolster habe ich noch eine Bodenplatte angefertigt und diese ebenso wie den Rücken mit Polsterwatte belegt. Kleine Lederzuschnitte, von unten an den Rändern auf ein Minimum dünner geschliffen, bilden den Bezug von Sitz und Rücken.

Thomas Lee

Sonntag, 30. März 2014

Miniatur „Westport Chair“

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Thomas Lee baute 1903 einen Gartenstuhl für sein Sommerhaus in Westport, New York. Die Miniatur des so genannten Westport Chairs, habe ich wie in meinem Beitrag vom 19. Januar bereits angekündigt, selber angefertigt. Die Einzelteile des von mir vorher gebauten Modells in Balsaholz, verwendete ich nach kleinen Korrekturen als Schablonen und konnte so eine sehr präziese Ausführung der Miniatur herstellen.
Abbildungen einiger „Produktionsschritte“ zeige ich später in einem meiner Beiträge.

Maße der Miniatur: 165 x 158 mm, 173 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur habe ich aus massiven Bucheleisten hergestellt und tomatenrot lackiert. Vorbild für die Farbgebung ist ein roter Westport Chair, wie er in dem Buch “The Adirondack Chair” von Daniel Mack abgebildet ist.

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Thomas Lee

Sonntag, 19. Januar 2014

Miniatur „Westport Chair“

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Als nächsten Eigenbau plane ich die Miniatur des Westport Chairs im Maßstab 1:6. Vorbild ist die in meiner Sammlung befindliche Miniatur im Maßstab 1:10, die nach einem Originalmodell aus der Sammlung des Vitra Design Museums angefertigt wurde. Diese Miniatur ist ein zuverlässiges Vorbild hinsichtlich der Maße und vor allem der unterschiedlichen Winkel der doch sehr komplizierten Stuhlkonstruktion.

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Um für meine spätere Anfertigung in Massivholz ein Höchstmaß an Passgenauigkeit zu erreichen, habe ich das hier abgebildete Modell aus Balsaholz gebaut. So hatte ich die Möglichkeit, an den einzelnen Bauteilen kleine Korrekturen vorzunehmen und bin mir nun sicher, daß die Miniatur perfekt wird.
Inzwischen habe ich das Modell wieder zerlegt und die Einzelteile sind nun präzise Schablonen für die Anfertigung der Miniatur.

Die Miniatur werde ich rot lackieren, so wie sie in dem Buch „The Adirondack Chair“ von Daniel Mack abgebildet ist.

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Mart Stam

Sonntag, 20. Januar 2013

Miniatur „Gasrohrstuhl“

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1926 konstruierte der niederländische Architekt Mart Stam den ersten Prototyp eines hinterbeinlosen Stuhles. Der sogenannte Gasrohrstuhl bestand aus zehn gleichlangen Gasrohrstücken, die mit 90° Fittings verbunden waren. Der Gasrohrstuhl war Vorbild für den Stuhl W1, den Mart Stam 1927  für die Werkbundausstellung ‚Die Wohnung‘ in der Weißenhofsiedlung entwarf.

Um die Entwicklung des Freischwingers in meiner Miniaturensammlung dokumentieren zu können, habe ich den Gasrohrstuhl im Maßstab 1:6 angefertigt. Es war gar nicht so einfach, Fittings in diesem kleinen Maßstab aufzutreiben. In einem Modellbauladen bot man mir an, Fittings in der benötigten Größe anfertigen zu lassen. Als ich den Preis hörte, habe ich meine Pläne zuerst einmal zurückgestellt. Später fand ich in einem Geschäft für Dampfmodelle die unten abgebildeten Fittings. Die Schenkel waren jedoch zu lang und ein Bogen war auch nicht zu erkennen. Ich habe dann an meiner Schleifmaschine die Schenkel gekürzt und den Bogen angeschliffen.

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Das erste Exemplar habe ich dann mit einem kleinen Stück Rohr versehen und mit einem mir vorliegenden Foto des Gasrohrstuhles verglichen. Bis auf die fehlende kleine Wulst an den Fittings war ich sehr zufrieden.

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Nachdem ich die zehn gleichlangen Rohrstücke hergestellt hatte, ging es an das Verbinden der Einzelteile. Um alle Rohre und Winkel passgenau zu verbinden, fertigte ich aus Hartfaser Schablonen an, die ich mit Kreppband zwischen den einzelnen Rohren befestigte. Die Miniatur im Maßstab 1:6 hat die

Maße: 75 x 75 mm, 148 mm hoch.

Das Messinggestell meiner Anfertigung habe ich mit eisengrauer Farbe lackiert und so die größstmögliche Übereinstimmung zum großen Vorbild erreicht.

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Adirondack Chair

Sonntag, 16. September 2012


Der Adirondack Chair, in den 1920er Jahren in Anlehnung an den Westport Chair von Thomas Lee entstanden, war wieder Vorbild für eine von mir selbst gebaute Miniatur

In einer Freizeitanlage sah ich Adirondack Chairs in einer wunderschönen Ausführung. Die Verarbeitung dieser Stühle zeigte große Unterschiede zu den mir bisher bekannten Versionen. Sie waren von der Anzahl der verwendeten Bauteile stark reduziert und überzeugten durch ihre Leichtigkeit. Jedes Bauteil war formal aufeinander abgestimmt und sauber verarbeitet.

Vom Besitzer der Freizeitanlage erhielt ich die Erlaubnis, die Stühle zu fotografieren und alle Detailmaße zu nehmen. So habe ich sichergestellt, daß die von mir gebaute Miniatur maßstäblich dem Original entspricht.

 
 

Um auch die unterschiedlichen Winkel von Sitz, Rücken und den Seitenteilen originalgetreu herstellen zu können, habe ich die ermittelten Daten in eine Zeichnung im Maßstab 1:6 umgesetzt. So konnte ich dann Schablonen anfertigen und war sicher, daß es keine Abweichungen bei Rundungen und schräg zulaufenden Leisten gab.

 
 

Bei der Montage der einzelnen Leisten habe ich mich streng an die ermittelten Abstände und Winkel gehalten. Bevor ich die Rückenlehne verleimt habe, stellte ich die Leisten probeweise in die Rundung der hinteren Armlehnenverbindung. Nach kleinen Korrekturen konnte ich dann die Montage beenden. Abweichend von meinem Vorbild habe ich die Miniatur weiß lackiert. Ich habe mir vorgenommen, später eine weitere Miniatur in geöltem Mahagoniholz anzufertigen.

 

Thonet No. 511

Sonntag, 01. Juli 2012

Die Miniatur des Thonet No. 511 kaufte ich vor einigen Monaten antiquarisch. Der Verkäufer hat mir vor dem Kauf mitgeteilt, daß an einigen Stellen das Gestell Lack- und Holzschäden aufweist. Eine so seltene und schöne Miniatur, auch mit erheblichen Beschädigungen, habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Als ich die Miniatur in Händen hielt, war mir sofort klar, daß ich da so einiges zu tun hatte.

 

In den vorderen und hinteren Füßen und der unteren Rückenlehnenstrebe waren Metallstifte aus Messing als Verbindungselemente angebracht. An einer Stelle fehlte der Messingstift und war ersetzt durch einen mit Alleskleber eingeklebten Draht. Das Loch für den Draht war durchgebohrt und das Drahtende war nicht zu übersehen.  Die Lack- und Holzbeschädigungen waren schon erheblich. Auch fehlte die untere Querstrebe zwischen den hinteren Seitengestellen.

Um zuerst einmal abzuklären, was es mit den Messingstiften auf sich hatte und wie die fehlende Querstrebe aussah, suchte ich in meiner Literatur nach einer Abbildung des Originalmodells. In der Publikation „Thonet – Biegen oder Brechen“ des Landesmuseums Koblenz fand ich eine sehr gute Abbildung. Die Form der Querstrebe war gut zu erkennen und Verbindungsschrauben, die ich an den Stellen der Messingstifte vermutete, gab es nicht.

 

Um die Miniatur sauber zu restaurieren, zerlegte ich sie  soweit es nötig war. Zum Schließen der Bohrungen und sonstiger Holzbeschädigungen stellte ich aus Schleifstaub von Buchenholz und Weißleim eine Holzpaste her. Nach dem Trocknen und Schleifen retuschierte ich mit einer farblich passenden Lasur. Die angefertigte neue Querstrebe behandelte ich genauso. Nachdem ich die erforderlichen Dübellöcher für die Montage des Gestells gebohrt hatte, verleimte ich die Gestellteile mit selbst angefertigten Holzdübeln und versetzte so das Stuhlgestell wieder in seinen ursprünglichen Zustand.

Zur Herstellung einer gleichmäßigen Oberfläche verwendete ich einen farb- und ansatzlosen Sprühlack, wie er für die Oberflächenbearbeitung von Möbeln verwendet wird. Nachdem alles gut ausgetrocknet war und ich keine Beanstandungen mehr hatte, leimte ich das Sitzpolster ein. Nun strahlt die Miniatur wieder im alten Glanz und ist eine weitere kleine Seltenheit in meiner Sammlung.

 

B64 „Cesca“

Montag, 20. Februar 2012

Trotz abgesägter Armlehnen konnte ich nicht widerstehen , diese sehr ramponierte Miniatur zu kaufen. Als sie mir zum Kauf angeboten wurde,  hatte ich spontan den Gedanken, die Miniatur zu modifizieren und das Modell B32, also den Stuhl ohne Armlehnen zu bauen.

Schnell stellte ich aber fest, daß es nicht so einfach zu realisieren war. Das Gestell mußte im Bereich der Schnittstelle  gerade gebogen werden und das gelang mir nicht ohne sichtbare Spuren.  Der Radius im Bereich der früheren Armlehnen war so klein, daß mit meinen bescheidenen Werkzeugen einfach kein durchgehend gerades Gestell entstehen wollte und immer noch Ansätze der alten Rundung sichtbar blieben.

Aber montieren wollte ich die Miniatur auf jeden Fall, denn ich war doch neugierig auf das Ergebnis.

Bei dem Armlehnstuhl ist die Gestellform eine andere, als bei dem Stuhl ohne Armlehnen. Deshalb habe ich das Gestell zur Aufnahme des Sitzelementes im hinteren Bereich etwas nach außen gebogen. Da das Rückenlehnenelement ca. 6 mm breiter ist als das Sitzelement, standen nun die Gestellteile im Bereich der Rückenlehne zu eng zusammen. Die Gestellenden hätte ich um je 3 mm nach außen verkröpfen müssen, um eine spannungsfreie Befestigung der Rückenlehne vornehmen zu können. Aber genau da, wo eine kleine Rundung entstanden wäre, befanden sich die alten Bohrlöcher der hinteren Sitzbefestigung. Nach meinem ersten Biegeversuch mußte ich sofort aufhören, da das Gestell sonst gebrochen wäre.

 

Nach der Montage sitzt die Rückenlehne unter einer enormen Spannung und das Gestell unter dem Sitz steht im hinteren Bereich nach außen etwas über. Wenn man nicht so genau hinsieht, ist es eine wunderschöne Miniatur. Aber so soll sie natürlich nicht bleiben.

Bestimmt finde ich irgendwann mal einen Schlosser, der mir ein neues und passendes Gestell anfertigt.