Archiv für die Kategorie ‘6. Miniaturen / Designer’

Anders Hammarstrand

Sonntag, 12. März 2017

Miniatur „Modell 11“

Neben dem Sesselentwurf  des Modell 11 schuf der schwedische Maler, Bildhauer und Möbeldesigner Anders Hammarstrand mehr als 20 weitere Sitzmöbel aus massivem Vierkantholz und rechteckigen Holzplatten. Die vertikalen, horizontalen und in unterschiedlichen Schrägen miteinander verbundenen Holzelemente bilden Stühle und Sessel mit skulpturalem Charakter, wobei auch die ergonomischen Aspekte nicht außer Acht gelassen wurden.

Konstruktiv ist das Modell 11 eine sehr mutige Entwicklung, da Sitz und Rückenlehne voneinander getrennt sind und die frei schwebende Sitzfläche im vorderen Bereich ohne stabilisierende Verbindung zum Fußgestell auskommen muß. Die von Anders Hammarstrand für seine Entwürfe verwendeten Harthölzer wie Ulme oder Ahorn und beim Modell 11 Esche, garantieren jedoch eine hohe Festigkeit der Verbindungen.

Die Miniatur des Modell 11 habe ich selber für meine Sammlung angefertigt und die Oberfläche des Holzes genau wie beim großen Original mit Wachs behandelt.

Maße der Miniatur: 113 x 149 mm, 178 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Für die Miniatur habe ich Vierkantleisten und massive Brettchen aus Eschenholz zugeschnitten verdübelt und miteinander verleimt. Vorbild waren Abbildungen des Originalsessels, die ich auf der Website eines Anbieters fand. Die umgerechneten Außenmaße des Sessels garantieren den Maßstab 1:6, wobei ich die Maße der Gestellleisten und die Breiten von Sitz und Rückenlehne frei festgelegt habe.

Die unten zu sehenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte meiner Anfertigung. Um den Winkel für Rückenlehne und Sitzelement genau zu treffen, habe ich eine Zeichnung im Maßstab 1:6 angefertigt, die beim Zuschnitt der Schrägen sehr hilfreich war.

  

Hans Sandgren Jakobsen

Sonntag, 26. Februar 2017

Miniatur “ Gallery-Hocker „

Der dänische Möbeldesigner Hans Sandgren Jakobsen arbeitete von 1995 bis 1998 an dem Entwurf des Hockers Gallery für die Kunstvereinigung in Kopenhagen. In Zusammenarbeit mit dem dänischen Möbelhersteller Fredericia gelang es Sandgren Jakobsen, mehrere Schichten Furniere in drei Dimensionen formzubiegen und so diesen skulpturalen, aber trotzdem schlichten und richtungslosen Hocker zu realisieren. Neben der Einzelaufstellung lassen sich Hocker mit einem Kupplungsbeschlag linear aneinanderreihen und bilden so Bänke in unterschiedlichen Breiten.

Der Hocker Gallery wird von Fredericia Furniture in den Ausführungen Esche und Walnuss hergestellt. Die Miniaturen in den Holzarten Ahorn und Nussbaum stellte die frühere Miniaturen Manufaktur 1:6 Design in Dänemark her.

Maße der Miniatur: 86 x 60 mm, 80 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist aus mehreren Lagen Ahorn- oder Nussbaumfurnier dreidimensional formgebogen und seidenmatt lackiert. Im Bereich der Stellfläche wird der Abstand der beiden Seiten durch abgewinkelte Querstege justiert. Die Querstege sind von außen sichtbar verschraubt.

Aeris Stuhlkollektion

Sonntag, 12. Februar 2017

Miniaturen aus dem 3D-Drucker

Der Aktiv-Steh-Sitz muvman und der Active-Office-Chair 3Dee sind eine Entwicklung des Sitzmöbelherstellers aeris GmbH mit Sitz in Haar bei München. Der Steh-Sitz muvman bietet nicht nur  einen extremen Höhenverstellbereich für das Sitzen an Schreibtischen oder hohen Arbeitstischen, sondern auch wie der 3Dee Drehstuhl, ein dynamisches Bewegungssitzen, welches durch spezielle Bewegungsgelenke und Federsysteme ermöglicht wird.

Vom Steh-Sitz und Drehstuhl hat aeris Miniaturen aufgelegt. Interessieren sich potentielle Firmenkunden, Architekten oder Einrichter für die aeris-Produkte, erhalten Sie eine kleine Akquise-Box mit der darin befindlichen Miniatur. Gedruckt werden die Stühle beim Lasersinter- und 3D-Druck-Dienstleister Creabis in Feldkirchen bei München.

Maße der Miniatur muvman: 37 x 34 mm, 88 mm hoch.
Maßstab der Miniatur: ca. 1:10

Maße der Miniatur 3Dee: 49 x 53 mm, 104 mm hoch,
Fußkreuz: 69 mm Durchmesser.
Maßstab der Miniatur: ca. 1:10

Die Miniaturen sind im Lasersinter-Vefahren, einem dreidimensionalen Druckverfahren produziert. Für den Druck einer Miniatur wird pulverförmiges Polyamid mit Hilfe eines Laserstrahls geschmolzen und in Schichten von 0,1 mm aufgebaut. Aus dem Drucker kommen die Miniaturen in der Farbe Weiß und werden nachträglich schwarz eingefärbt.

Zu jeder Miniatur gehört eine bedruckte Faltschachtel aus weißem Karton mit einer beigelegten 10-seitigen Informationsbroschüre.

Frank O. Gehry

Sonntag, 29. Januar 2017

Miniaturen „Little Beaver“

Die „Experimental Edges“ mit auffallend großvolumigen Sesselentwürfen waren Frank O. Gehrys zweite Möbelkollektion aus Wellkarton. Der Sessel Little Beaver mit Fußhocker ist ein Entwurf aus dem Jahr 1987.

Die Miniatur des Little Beaver im Maßstab 1:6 wird vom Vitra Design Museum seit 2001 hergestellt und ist heute noch erhältlich.

Maße der Miniatur im Maßstab 1:6:
Sessel: 144 x 181 mm, 140 mm hoch,
Fußhocker: 82 x 114 mm, 79 mm hoch.

In der „Edition Vitra Design Museum“ von  1995 wurde Little Beaver im Maßstab 1:3 aufgelegt. Die Edition, zu der neben Alessandro Mendinis Lassù und Poltrona di Proust auch Ron Arads Big Easy Volume 2 gehören, wurde bis 1998 angeboten. Von der Miniatur im Maßstab 1:3 wurden im Produktionszeitraum limitiert weniger als 200 Exemplare angefertigt.

Maße der Miniatur im Maßsab 1:3:
Sessel: 290 x 360 mm, 278 mm hoch,
Fußhocker: 168 x 225 mm, 158 mm hoch.

Die Miniaturen sind aus naturfarbenem Wellkarton hergestellt. Die längs zur Welle geschnittenen Wellkartonstreifen sind zu Formen zusammengefügt, die die Armlehnen, die Sitz- und Rückenfläche und die Elemente für den Hocker bilden. Unterschiedliche Umrisslinien beeinflussen das Gesamtbild von Sessel und Hocker. Die Armlehnen des Sessels bestehen aus je vier Lagen Wellkarton, die Sitz- und Rückenfläche sowie der Hocker aus je 11 Lagen.


Miniatur im Maßstab 1:6


Miniatur im Maßstab 1:3


Unter der Miniatur im Maßstab 1:3  ist ein 95 x 60 mm großes Aluminiumlable mit der eingeätzten Signatur Frank O. Gehrys angebracht.

 

Marcel Breuer

Sonntag, 15. Januar 2017

Vitrinendekoration „Breuer Miniaturen“

Mit Ausnahme der Miniatur des Cesca ohne Armlehnen habe ich die Breuer-Miniaturen meiner Sammlung in der Vitrine dekoriert. Drei der Miniaturen habe ich selber angefertigt, die anderen sind Miniaturen des Vitra Design Museums.

Die Anordnung der Dekoration habe ich in chronologischer Folge des Entwurfsjahres vorgenommen und die folgenden Abbildungen mit den wichtigsten Informationen versehen.

Stuhl ti 3d
Entwurf: 1923
Maßstab: 1:6
Maße: 66 x 80 mm, 146 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Lattenstuhl ti 1a
Entwurf: 1924 (andere Versionen 1922-1925 )
Maßstab: 1:6
Maße: 95 x 100 mm, 160 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

B3 Wassily Chair
Entwurf: 1925
Maßstab: 1:6
Maße: 130 x 133 mm, 130 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Armlehnstuhl B 11
Entwurf: 1926
Maßstab: 1:6
Maße: 82 x 88 mm, 144 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Armlehnstuhl B 64 „Cesca“
Entwurf: 1928
Maßstab: 1:6
Maße: 91 x 87 mm, 135 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Armlehnsessel B 35
Entwurf: 1928/29
Maßstab: 1:6
Maße: 99 x 136 mm, 139 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Liege Modell 313
Entwurf: 1932
Maßstab: 1:6
Maße: 97 x 228 mm, 116 mm hoch
Hersteller: Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Stuhl für Bryn Mawr College
Entwurf: 1937
Maßstab: 1:6
Maße: 76 x 80 mm, 140 mm hoch
Hersteller: eigene Einzelanfertigung

Gaetano Pesce

Sonntag, 18. Dezember 2016

Miniatur „Greene Street Chair“

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1984 entwarf Gaetano Pesce den Greene Street Chair, einen frei geformten Stuhl aus  Fiberglas-armiertem Kunststoff mit acht in den Stuhlkörper eingegossenen Stuhlbeinen aus Metallstäben. Schwarze Kunststoffgleiter bilden den Abschluß zum Boden.

Dieser Stuhl wurde erstmals 1987 in dem Projekt – Vitra Edition – in limitierter Auflage hergestellt. In vielen Arbeiten Pesces finden sich Züge des menschlichen Körpers, so beim Greene Street Chair die eines Gesichts in der Rückenlehne. Die Nase, angedeutet durch einen roten Strich, ist mal auf der Sitzfläche, mal auf der Rückenlehne, immer an andere Stelle zu finden.

Die Miniatur des Greene Street Chairs wird seit 1998 vom Vitra Design Museum hergestellt.

Maße der Miniatur: 88 x 97 mm, 158 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Der Stuhlkörper und die Fußgleiter der Miniatur sind aus schwarzem Polyester-Gießharz hergestellt und nehmen auch die Metallstäbe der Stuhlbeine auf. Die „abhanden gekommene Nase“ ist durch einen roten Farbstrich auf der Vorderkante der Sitzfläche dargestellt.

Anmerkung zu den Maßen meiner Miniaturen: Die angegebenen Maße sind wie auch in den anderen Beiträgen meines Blogs die tatsächlichen Maße meiner Miniaturen und weichen von den Angaben in der kleinen Begleitbroschüre etwas ab.

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Frank O. Gehry

Sonntag, 11. Dezember 2016

Miniatur „Rolf’s Chair“

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Von 1989 an entwarf Frank O. Gehry eine Stuhl-Kollektion aus geflochtenen Ahornbändern für Knoll International. In einer eigens von Knoll errichteten Werkstatt entwickelte Gehry Stühle und Tische aus langen Holzbändern, die so miteinander verflochten sind, daß sie sich selbst, ohne eine Rahmenkonstruktion, versteifen.

Den Rolf’s Chair entwarf Gehry 1990 als Hommage an Rolf Fehlbaum, für dessen Unternehmen er 1989 das Vitra Design Museum baute. Die Miniatur dieses Stuhls wurde vom Vitra Design Museum von 2002 bis 2010 hergestellt.

Maße der Miniatur: 87 x 98 mm, 179 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist aus ca. 8 mm breiten und 0,6 mm starken Ahornstreifen geflochten und an den überlappenden Stellen formgebogen. Die beiden Querstege im Rücken bestehen aus drei Lagen miteinander verleimten Ahornstreifen und geben der Rückenlehne die nötige Stabilität.

Zur Miniatur gehört wie zu allen Miniaturen der Miniatures Collection ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

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Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 11. Dezember 2016

FRANK GEHRY MARTa HERFORD

gehry_marta-herford„MARTa – dieser Name steht für »Möbel – Art – Ambiente«. Er bezeichnet ein Museum, in dem die Grenzen von zeitgenössischer Kunst und modernem Design erkundet und überschritten werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Kunst des 21. Jahrhunderts sowie aktuelle Tendenzen des Möbel-Designs. Die Stadt Herford, Heimat des neuen Museums, ist ein bedeutendes Zentrum der deutschen Möbelindustrie.

Gebaut wurde das Museum vom internationalen Stararchitekten Frank Gehry. Geleitet [bis 2008] wird das Museum von Jan Hoet, Documenta-Macher 1992 und bis 2004 Museumsdirektor des SMAK in Gent.

Dieses Buch präsentiert das Gebäude von Frank Gehry aus verschiedenen Perspektiven: Es stellt die Entwurfs- und Entstehungsgeschichte des Gebäudes vor und macht seine konstruktiven und gebäudetechnischen Zusammenhänge anschaulich. Es führt dem Leser die kuratorischen Herausforderungen vor Augen und beleuchtet architekturhistorische Zusammenhänge.“

Text: Klappentext des Verlages

Frank O. Gehry

Sonntag, 04. Dezember 2016

Miniaturen „Wiggle Side Chair“ und „Side Chair“ 

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Eher zufällig, durch eine kleine Spielerei mit seinem Modellbaukarton, schuf Frank O. Gehry im Jahr 1972 seine ersten Möbel aus Wellkarton. Aus gegeneinanderlaufend verleimten Wellkartonagen entstanden verschiedene Kartonmöbel, die nicht nur eine hohe Stabilität aufwiesen, sondern auch Kartonskulpturen zugleich waren. Von der Kartonmöbelserie, die Gehry Easy Edges nannte, stellte das Vitra Design Museum zwei Miniaturen her.

Die Miniatur des Wiggle Side Chairs wird seit 1996 hergestellt und ist auch heute noch erhältlich. Die Miniatur des Side Chairs wurde in den Jahren von 1997 bis 2005 angeboten.

Maße der Miniaturen:

Wiggle Side Chair = 60 x 97 mm, 145 mm hoch.
Side Chair = 58 x 91 mm, 138 mm hoch.

Maßstab der Miniaturen: 1:6

Jede Miniatur besteht aus 39 Lagen miteinander verleimtem Wellkarton und außen einem Abschluß aus dünner Hartfaser. Die hintere Standfläche des Wiggle Side Chairs ist mit einer quer angebrachten Holzleisten aus Buche stabilisiert und dient als Gleiter. Der Side Chair ist vorne und hinten mit einer solchen Leiste ausgestattet.

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Josef Hoffmann

Sonntag, 27. November 2016

Miniatur „Klavierhocker“ aus meiner Miniaturenwerkstatt

Die in der vergangenen Woche vorgestellte Miniatur des Klavierhockers von Josef Hoffmann ist eine Eigenanfertigung für meine Sammlung. Das Gestell des Hockers – sowohl beim großen Original als auch bei der Miniatur – ist aus Nadelholz hergestellt und mit Kirschbaumholz furniert.

Die folgenden Fotos zeigen verschiedene Arbeitsschritte mit kurzen Informationen.

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Um den Rahmen für das Einlegepolster anzufertigen, habe ich einige Lagen Kirschbaumfurnier um ein Kunststoffrohr verleimt und nach dem Aushärten des Leims auf die richtige Höhe geschnitten. Dieses Kunststoffrohr diente schon bei der Anfertigung der Miniatur des Hockers Remida als Form. Mit festem Kreppband umwickelt wurde das Rohr soweit aufgefüttert, bis der für die Miniatur richtige Durchmesser erreicht war.

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Die quadratischen Kiefernleisten sind allseitig mit 0,6 mm starkem Kirschbaumholz furniert und für das spätere Beizen gewässert und geschliffen worden. Nach dem Zuschnitt der runden Platten konnte ich den Polsterrahmen anbringen und in die untere feststehende  Platte eine Gewindemuffe zur Aufnahme der Spindel einbauen. Um den zum Einbau verwendeteten Zweikomponenkleber abzudecken, habe ich die Flächen anschließen furniert.  Die Spindel ist eine schwarze Gewindeschraube in der Stärke von 5 mm.

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Der Farbton der Furnieroberfläche ist mit Beize dem Originalhocker weitgehend angepasst. Nach dem kompletten Zusammenbau erfolgte eine Beschichtung mit Schellack-Streichlack.

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Zum Verleimen der Gestellteile kam wieder meine Montagehilfe zum Einsatz, in der ich Verbindungen sehr einfach und vor allem im rechten Winkel herstellen kann.

Die folgende Abbildung zeigt die Miniatur und die Polstersitze teilmontiert und kurz vor der Fertigstellung.

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