Archiv für die Kategorie ‘6. Miniaturen / Designer’

André Dubreuil

Sonntag, 10. September 2017

Miniatur „Spine“

Der französische Innenarchitekt und Designer André Dubreuil entwarf 1986 den optisch sehr leichten und eher als Kunstobjekt anzusehenden Stuhl Spine. In seiner Londoner Schmiedewerkstatt produzierte er seit 1985  von ihm entworfenen Möbel und Objekte, die stark durch das Rokoko mit seinen muschelförmigen Ornamenten beeinflusst waren. Der Stuhl Spine wurde in der Londoner Werkstatt bis in die späten 1990er Jahre aufwendig in Handarbeit produziert und wird heute vom italienischen Möbelhersteller Ceccotti angeboten.

Die Miniatur des Spine wurde in den Jahren von 1994 bis 2009 vom Vitra Design Museum aufgelegt und ist heute eine kleine Rarität. Im Ausstellungskatalog „Designmaßstäbe – 100 klassische Sitzmöbel“ des Vitra Design Museums ist die Miniatur unter der Position 95 aufgeführt.

Maße der Miniatur: 93  x 123 mm, 149 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Rahmenstruktur der Miniatur ist aus unterschiedlich starkem Eisendraht hergestellt und schwarz beschichtet. Für die Streben der Sitz- und Rückenfläche wurde ein sehr feiner Flachdraht verwendet. Zur Miniatur mit der Artikelnummer 20227101 gehört ein Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre.

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 10. September 2017

MIES
UND DAS NEUE WOHNEN

RÄUME | MÖBEL | FOTOGRAFIE

„Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) ist nicht nur einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, auch seine Möbelentwürfe gelten als Meilensteine der Design-geschichte. Bis heute werden seine Stahlrohr- und Flachstahlmöbel, etwa der Barcelona-Sessel, weitgehend noch in Serie produziert.
Auf neuestem Stand der Forschung und unter Berück-sichtigung neuer Dokumente widmet sich dieser Band den Klassikern der Moderne und diskutiert dabei auch die progressiven Innenraumkonzepte Mies van der Rohes, die Aspekte der Raumgestaltung stets als Teil einer architektonischen Gesamtkonzeption begreifen. Renommierte Experten lassen nicht nur Mies‘ gestalterische Höhepunkte und ihre Entstehungsgeschichte Revue passieren, sondern beleben in ihren Beiträgen auch sein Berliner Umfeld der 1920er- und 1930er-Jahre. Darüber hinaus enthält das Buch eine Reihe bisher unpublizierter Fotos zu Mies‘ Werk“

Text: Klappentext des Verlages.

Auf dem Titelbild und anderen historischen Aufnahmen im Inneren des Buches ist zu erkennen, daß die Kissen der ersten Barcelona-Sessel und -Hocker mit einer diagonal versetzten Knopfheftung ausgeführt waren.
Die Kissen späterer Anfertigungen und auch die der heutigen Serienfertigung von Knoll International sind mit Knopfheftungen in Kassettenform ausgeführt.

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 27. August 2017

Miniatur „Zig-Zag-Stuhl aus gebogenem Holz“

In den 1930er Jahren entwarf Gerrit Rietveld mehrere Varianten des Zig-Zag-Stuhls. In einer Reihe von Experimenten mit verschiedenen Materialien und Materialkombinationen entstand auch ein Zig-Zag-Stuhl aus gebogenem und lackiertem Holz. Der in der Ausstellung „Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums“ des Vitra Design Museums gezeigte Stuhl ist Vorbild für die von mir angefertigte Miniatur.

Da in der  Literatur keine Maße dieses Stuhles angegeben werden, habe ich für meine maßstäblichen Skizzen weitgehend die Maße der Zig-Zag-Miniatur des Vitra Design Museums übernommen. Auch die im Katalog abgebildete Zeichnung der Seitenansicht verhalf mir zu einem originalgetreuen Entwurf.

Maße der Miniatur: 56 x 70 mm, 123 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die folgenden Bilder zeigen Arbeitsschritte von der Skizze bis zur Fertigstellung:

Einige Skizzen, immer wieder mit kleinen Maßkorrekturen waren erforderlich, um zu einem authentischen Ergebnis zu kommen. Aus drei miteinander verleimten MDF-Platten habe ich eine Form geschnitten und darin sieben Lagen Buchenfurnier kreuzweise und unter Druck verleimt.

Die engen Radien machten mir beim Biegen der Furnierschichten doch sehr zu schaffen. Vier Versuche waren erforderlich um eine saubere und einwandfreie Verleimung der Miniatur zu erzielen.  Schließlich war ich nach dem Lösen des letzten Versuchs aus der Form und dem Zuschnitt auf der Bandsäge mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Nach gründlichem Schleifen der Oberfläche habe ich die Miniatur in einem Lackierbetrieb grünbeige (RAL 1000) beschichten lassen und abschließend braune Filzgleiter angebracht.

Das wirklich gelungene Ergebnis zeigen die folgenden Bilder.

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 27. August 2017

Der Stuhl

Die Design-Avantgarde der 1920er Jahre führte zu einer gestalterischen Einfachheit, die ausschließlich auf funktionale, materielle und konstruktive Notwendigkeiten ausgerichtet war. Heinz und Bodo Rasch waren Praktiker dieser neuen Sichtweise und Pioniere des ergonomischen Möbeldesigns. Ihr 1927 entworfener Sitzgeiststuhl zeigt erste Ansätze zum Bewegungs-sitzen und war Vorbild für Gerrit Rietvelds Zig-Zag-Stuhl.

Das kleine Buch „Der Stuhl“ von Heinz und Bodo Rasch wurde 1992 vom Vitra Design Museum als Faksimile neu aufgelegt. Anlass war die vom 27. November 1992 – 28. März 1993 im Vitra Design Museum stattfindende Ausstellung „Praktiker der Avantgarde – Vom Experiment zum Klassiker“

Verner Panton

Sonntag, 13. August 2017

Miniatur „Panton Chair“

Neben dem vom Vitra Design Museum aufgelegten Miniaturen Set in den Farben rot, schwarz, weiß, blau und gelb befinden sich weitere 19 Miniaturen des Panton Chairs in verschiedenen Farben in meiner Sammlung. Nun wurde mir die Miniatur des Panton Chairs in moosgrün zum Kauf angeboten und der Verkäufer teilte mir mit, daß es sich um eine äußerst seltene Miniatur handelt, die er selber vor einigen Jahren erhalten hat.

Meine Recherchen ergaben, daß es sich um eine limitierte Auflage von 150 Exemplaren handelt, die das Vitra Design Museums im Jahr 2011 für einen Kunden herstellte. Die moosgrüne Miniatur – natürlich auch im Maßstab 1:6 – erhielt die Artikelnummer 202294EH und war  in einer Faltschachtel aus Karton verpackt.

Aus meinem Bücherschrank

Sonntag, 13. August 2017

Ludwig Mies van der Rohe & Lilly Reich
Möbel und Räume

„Den Unternehmer und Kunstsammler Hermann Lange verband mit Mies van der Rohe und der Innenarchitektin Lilly Reich eine enge Zusammenarbeit, die sich auch auf die Familie, Freunde und die Firma Langes erstreckte. In den Jahren 1927 bis 1930 entstanden so unter anderem sein eigenes Wohnhaus, das Haus Lange in Krefeld, sowie die Wohnung Crous für seine ältere Tochter und deren Mann in Berlin, deren Gestaltung und Ausstattung – bis hin zum Klingelschild – das Ehepaar bis in die 1990er-Jahre auf all ihre nachfolgenden Wohnungen übertrug. So können in diesem Band eine größere Anzahl von bislang unpublizierten Möbeln einschließlich der originalen Ausstattung des heute als Museum bekannten Haus Lange von Mies van der Rohe und Lilly Reich vorgestellt und neue Einblicke in die Zusammenarbeit der beiden Entwerfer gewonnen werden.“

Text: Klappentext des Verlages.

 

Achille & Pier Giacomo Castiglioni

Sonntag, 30. Juli 2017

Miniatur „Mezzadro“

1957 entwarfen die Brüder Achille und Pier Giacomo Castiglioni Mezzadro, einen Hocker aus Metall und naturfarbiger Buche. Als Sitz dient ein einfacher Traktorsitz, der mit einer Flügelschraube am oberen Ende des Federstahlträger befestigt ist. Die unten angebrachte Querstrebe aus rund geformtem Buchenholz gibt dem Hocker einen sicheren Stand.

Seit 1970 wird der Hocker Mezzadro vom italienischen Möbelhersteller Zanotta produziert. Die Miniatur des Hockers wird seit 1997 vom Vitra Design Museum angeboten.

Maße der Miniatur: 82 x 91 mm, 85 mm hoch

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur entspricht bis ins kleinste Detail dem großen Original. Der Metallsitz ist rot lackiert, der Sitzträger aus Federstahl ist verchromt und die quer verlaufende und gerundete Holzstrebe aus Buchenholz ist mit Klarlack seidenmatt lackiert.

Wie zu allen Miniaturen des Vitra Design Museums gehört ein passendes Holzkistchen und eine kleine Informationsbroschüre dazu.

Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 16. Juli 2017

Miniatur „End Table“

Diesen kleinen Beistelltisch entwarf Gerrit Rietveld im Jahr 1923. Die leichte und offene Form des Tisches wird durch die Verwendung nur weniger Elemente in quadratischer, rechteckiger und runder Form zusätzlich unterstrichen. Zwei unterschiedlich große rechteckige Platten verbinden die quadratische Tischplatte und die runde Bodenplatte miteinander. Die Lackierung in Primär- und unbunten Farben entspricht den Gestaltungsprinzipien der niederländischen De Stijl  Bewegung, der Gerrit Rietveld angehörte.

Die Miniatur des End Tables ist eine Anfertigung des Sammlers und Tischlermeisters Halil Hinz. Nicht nur das Sammeln ist seine Leidenschaft, sondern auch das Anfertigen verschiedener Rietveld Entwürfe im Maßstab 1:6. Und das mit einer Präzision, die manche Sammlerherzen höher schlagen lassen. In seinem Blog MiniaturStuhlDesign zeigt er seine Anfertigungen und informiert sehr ausführlich über jede Miniatur.

Und nun zur Miniatur des End Tables:

Maße der Miniatur: 83 x 83 mm, 100 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Der End Table im Maßstab 1:6 ist eine sehr genau Nachbildung des großen Originals. Das „Tischbein“ der Miniatur besteht aus zwei unterschiedlich großen, 3 mm starken Birke-Multiplex-Platten, einem 2 mm starken quadratischen Tischblatt und einer 3 mm starken, runden Fußplatte. Auch diese Platten bestehen aus Birke-Multiplex. Die knapp 3 x 3 mm starke Stützleiste ist aus massivem Birkenholz angefertigt. Die Elemente sind schwarz, rot, weiß, blau und gelb lackiert und werden durch die Kantenlackierung in Kontrastfarben besonders hervorgehoben.

Eine Besonderheit ist die Verbindung der rechteckigen Platten zum Tischblatt und zur Fußplatte. Hier hat Halil Hinz die Verbindung mit Fingerzapfen vorgenommen, wie es bei einigen Originalen gemacht wurde. Die mehrfache Verzahnung in diesem kleinen Maßstab erfordert nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch die Einhaltung von Maßen im Zehntel-Millimeter-Bereich.

Auch das Holzkistchen, in dem die Miniatur aufbewahrt wird, ist mit viel Liebe hergestellt. Die Seiten sind mit dem Ober- und Unterboden sauber auf Gehrung verleimt und nehmen vorne den Schieber auf, mit dem das Kistchen verschlossen wird. Eine kleine Griffleiste am oberen Ende des Schiebers läuft sauber in den zurückspringenden Oberboden ein und ermöglicht ein leichtes Öffnen und Schließen.

Ein Aufdruck auf der Oberseite des Kistchens sorgt für ein schnelles Auffinden einer bestimmten Miniatur und gibt einen Hinweis auf die limitierte Auflage.

Rolf Sachs

Sonntag, 02. Juli 2017

Miniatur „Original, 1993“

Das Sitzobjekt Original entwarf der Schweizer Designer Rolf Sachs im Jahr 1993. Der minimalistische Entwurf dieses Stuhls besteht aus sechs gleichgroßen, auf Gehrung miteinander verleimten Elementen aus MDF-Platten. Vier Elemente bilden das Unterteil in Form eines zweiseitig offenen Würfels und zwei Elemente das frei bewegliche L-förmige Oberteil. Eine Miniatur dieses von Rolf Sachs hergestellten Prototypen habe ich für meine Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 71 x 71 mm, 142 mm hoch

Maßstab der Miniatur: 1:6

Zur Anfertigung der Miniatur habe ich 5 mm starke MDF-Platten auf das Maß von 71 x 71 mm zugeschnitten und jeweils zwei, bzw. eine Kante auf 45° abgeschrägt. Nach Verleimen der Gehrungen habe ich alle Oberflächen leicht angeschliffen und mit transparentem Klarlack lackiert.

Die beiden folgenden Bilder zeigen die Zuschnitte in einer Materialstärke von 8 mm. Wegen der nicht stimmenden Proportionen habe ich schließlich 5 mm Material verwendet, wie es auf dem oberen und den beiden letzten Bildern zu sehen ist.

 

 

Ton Haas

Sonntag, 18. Juni 2017

Miniatur „Coral Chair“

Der niederländische Designer und Mitgründer der Möbelfabrik harechair in Rotterdam entwarf im Jahr 2009 den transparenten und  stapelbaren Coral Chair. Von dem leichten, aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellten Stuhl, lassen sich bis zwanzig Exemplare aufeinander stapeln. Die Miniatur wurde von harechair aufgelegt.

Maße der Miniatur: 80 x 85 mm, 138 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Miniatur ist genau wie das große Original durchgängig aus Kunststoff gegossen. In meiner Sammlung befindet sich je eine Miniatur in dunkelgrau und weiß sowie zwei Miniaturen in orange. Zur grauen Miniatur gehört eine bedruckte Faltschachtel aus leichtem Karton.