Archiv für die Kategorie ‘1919 – 1944’

Le Corbusier, P. Jeanneret, C. Perriand

Sonntag, 23. April 2017

Miniatur  “Chaise longue à réglage continu”


Auszug aus der Preisliste des Vitra Design Museums von 1992

Die Miniatur der von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand entworfenen Liege “Chaise longue à réglage continu” sollte ursprünglich zu den ersten vom Vitra Design Museum aufgelegten Miniaturen gehören. Dem Vorhaben,  Originale aus der Sammlung des Museums hochwertig zu miniaturisieren, konnte die Corbusier-Stiftung in Paris wohl gedanklich nicht so richtig folgen. Deshalb entschied man damals, für „Puppenhausmöbel“ keine Lizenz zu vergeben. Bevor jedoch die bereits angelaufene Produktion und der Vertrieb der Miniatur gestoppt werden konnte, gingen einige Exemplare an Sammler, die sich heute glücklich schätzen können, diese kleine Rarität zu besitzen. Zu diesen Sammlern gehört auch Michele Brown aus den USA, die mir die folgenden Bilder zur Verfügung stellte.

Michele Brown zeigt auch die Bilder Ihrer sehr umfangreichen  Sammlung im Internetportal Flickr.

Im Jahr 1996 erhielt das Vitra Design Museum die Lizenz zur Produktion der Miniatur in schwarzer Lederausführung. Sie wurde bis 2014 sehr erfolgreich produziert und vertrieben.

  


Alle Fotos: Michele Brown

Charlotte Perriand

Sonntag, 09. April 2017

Miniatur „Lounge Chair / Bamboo Chair“


Foto: Thomas Bieber

Den Bamboo Chair – in einigen Veröffentlichungen auch als Lounge Chair bezeichnet – entwarf Charlotte Perriand 1941 während eines langjährigen Japanaufenthalts für eine Ausstellung im Takashimaya Kaufhaus in Tokyo. Das Gestell des oben abgebildeten Sessels ist in Eiche ausgeführt. Die 14 verformten Holzstreifen aus Bambusholz bilden die Sitz- und Rückenfläche und sind an den Querverbindungen und einer unter dem Sitz befindlichen Strebe befestigt. Beschläge aus Bronze sind im Bereich der Rückenlehne und der vorderen Traversen angebracht.

Einen Originalsessel entdeckte  Thomas Bieber aus Würzburg im Schaufenster des Antiquitätengeschäfts Markus in der Nürnberger Innenstadt. Schon seit einigen Jahren teilen wir unsere Vorliebe für ausgefallenes Design, Möbel aus Holz und natürlich Miniaturen historischer und zeitgenössischer Stuhlentwürfe. Thomas Bieber schickte mir das Bild mit dem Hinweis, diesen Sessel doch als Miniatur für meine Sammlung anzufertigen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch nicht mit dem Biegen und Verformen ganzer Holzgestelle beschäftigt. Da mir einfach der Mut fehlte, verschwand das Bild erst mal ganz tief in meinem Bildarchiv.

Nachdem ich die ersten Versuche mit dem Verformen von Holz erfolgreich durchgeführt hatte, wagte ich mich dann an die Anfertigung der Miniatur des Bamboo Chairs. Das Ergebnis zeigen die beiden folgenden Bilder.

Das Gestell habe ich aus mehreren Lagen Eichenfurnier verleimt und verformt; meine Versuche, die Holzstreifen aus Bambusholz herzustellen, waren leider nicht erfolgreich. Nach dem Verleimen und Biegen von zwei Lagen Bambusfurnier in einer Breite von 3 mm, brachen die unter Spannung stehenden Leisten im Bereich der Außenradien und bildeten regelrechte kleine „Pfeilspitzen“. Auch durch gründliches Schleifen erzielte ich keine glatte Oberfläche. Deshalb entschied ich mich, die Holzstreifen aus 1 x 3 mm starken Eichenleisten zu biegen. Nach Befestigung der Holzstreifen durch kleine Messingstifte habe ich die schon vorher gebeizte Oberfläche mit Klarlack lackiert.

Maße der Miniatur: 100 x 113 mm, 116 mm hoch

Maßstab der Miniatur: 1:6

Auf die Beschläge aus Bronze habe ich verzichtet, da sich die Beschaffung des Materials in der geringen Stärke und Mindermenge als problematisch herausstellte. Da Charlotte Perriand offensichtlich den Sessel auch ohne die Bronzebeschläge herstellen lies, sehe ich meine kleine Abweichung vom oben gezeigten Original als erlaubt an.

Die folgenden Bilder zeigen einige Schritte meiner Anfertigung: Zum Biegen und Verformen der Seitengestelle und der Streifen für Sitz und Rücken habe ich Formen aus MDF-Platten und Sperrholz geschnitten. Die Form für die Seitengestelle habe ich so breit gewählt, daß ich die Elemente für beide Seiten daraus schneiden konnte. So ist gewährleistet, daß beide Seitengestelle die gleiche Spannung haben und die Miniatur fest steht. Die schmalen Streifen für Sitz und Rücken habe ich einige Zeit in heißem Wasser „weich gekocht“ und konnte sie dann leicht vorgebogen in die Formen einlegen und verspannen.

  

  

Um die hintere und obere Querstreben passgenau einzuleimen, habe ich mir ein Hilfswerkzeug gebaut, welches für eine Rechtwinkligkeit und einen festen Stand der Miniatur sorgte. Die 14 verformten Holzstreifen habe ich dann an den Traversen und der Strebe unter dem Sitz befestigt und abschließend in die Nut der oberen Querstrebe eingeleimt. Einige Zwischenschritte wie das Beizen der Einzelelemente, das Einschlagen kleiner Messingstifte und verschiedene Teilmontagen waren natürlich erforderlich, um die Miniatur fertigzustellen.

Mart Stam

Sonntag, 06. November 2016

Miniatur „S 43“

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Nach dem experimentellen Gasrohrstuhl von 1926 und dem nicht federnden Kragstuhl W 1 von 1927 entwarf Mart Stam 1931 seinen ersten freischwingenden Stuhl aus Stahlrohr. Abweichend von den bisher verwendeten 20 mm starken Rundrohren und den sehr kleinen Radien konstruierte Mart Stam den Stuhl S 43 aus 25 mm starkem Material und erreichte so, auch durch das kalte Biegen des Stahlrohrs, die gewünschte Elastizität.

Der schon im Thonet Verkaufskatalog von 1933 unter der Bezeichnung B 43 aufgeführte Stuhl wird noch heute von Thonet hergestellt. Die Miniatur dieses Stuhls wurde 1994 in feinster Handarbeit von Thonet produziert.

Maße der Miniatur: 92 x 105 mm, 165 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:5

Das Gestell der Miniatur ist aus 5 mm starkem Eisendraht gebogen und verchromt. Die Sitz- und Rückenelemente sind aus drei Lagen Buchenfurnier dreidimensional verleimt, klar lackiert und mit Blindnieten am Gestell befestigt.

Zur Miniatur gehört eine undbedruckte Faltschachtel aus Karton und ein kleiner Papieranhänger mit Informationen zur Miniatur.

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Marcel Breuer

Sonntag, 30. Oktober 2016

Miniatur „Stuhl für Bryn Mawr College“

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Diesen stapelbaren Stuhl entwarf Marcel Breuer für das Bryn Mawr College, eine Privathochschule in Bryn Mawr, Pennsylvania/USA. Der Stuhl aus Birkenschichtholz mit einem Jutegeflecht, war Teil eines Einrichtungsprogramms, welches Marcel Breuer 1937 für die Privathochschule entwarf. Realisiert wurde der Stuhl jedoch mit einem Sitz und Rücken aus verformtem Sperrholz. Nach dem Vorbild des geflochtenen Stuhls habe ich die Miniatur für meine Sammlung selber angefertigt.

Maße der Miniatur: 76 x 80 mm, 140 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Die Seitenteile der Miniatur bestehen aus fünffach verleimtem Birkensperrholz und sind durch 15 Buchenrundhölzer in zwei Längen miteinander verbunden. Die Rundhölzer bilden Sitz- und Rückenfläche und sind mit jutefarbiger Kordel umflochten. Alle sichtbaren Holzflächen sind klar lackiert.

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Die folgenden Abbildungen zeigen einige Produktionsschritte aus meiner „Miniaturenwerkstatt“.

Die Sperrholzplatten für die Miniatur habe ich aus fünf Lagen 0,6 mm starkem Birkenfurnier verleimt. Da die Seiten des Stuhls aus je zwei frei geformten Elementen bestehen, habe ich die Konstruktionszeichnung Marcel Breuers auf den Maßstab 1:6 kopiert und als Schnittmusterbogen verwendet.  Durch Aufkleben der ausgeschnittenen Bögen auf meine vorbereiteten Sperrholzplatten, konnte ich die Konturen ausschneiden und die Rundungen durch gründliches Schleifen herstellen.

Ich habe die Sperrholzplatten so vorbereitet, daß das Furnier beim Vorderfuß diagonal und beim Hinterfuß horizontal verläuft. Auch konnte ich die Bohrungen für die Rundhölzer übernehmen und erreichte so eine Übereinstimmung zum goßen Vorbild. Die Verbindung der Seiten erfolgte durch 15 Buchenrundhölzer mit einem Durchmesser von drei Millimeter, in zwei unterschiedlichen Längen.

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Nach dem Verleimen aller Teile habe ich die Oberfläche mit Klarlack lackiert und so für das Flechten vorbereitet.

Da das Geflecht des Originalstuhls aus Jute besteht, habe ich einen ersten Flechtversuch mit Jutegarn unternommen. Die vielen kleinen Fasern ließen aber die Oberfläche sehr flauschig aussehen. Auch ein weiterer Versuch mit starkem jutefarbigem Nähgarn fiel zu seidig aus.

Schließlich habe ich einfache Paketkordel verwendet, da die erreichte Oberfläche dem Originalstuhl am nächsten kam. Ich habe knapp 11 Meter Kordel für den Sitz und vier Meter für den Rücken verarbeitet.

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Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 16. Oktober 2016

Miniatur „Zig-Zag-Stuhl“

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Gerrit Rietvelds Zig-Zag Stuhl entand im Jahr 1934. Vorbilder für diesen Stuhlentwurf waren vermutlich der 1926 von Mart Stam entworfene hinterbeinlose Stahlrohrstuhl und der von Heinz und Bodo Rasch im Jahr 1927 entworfene Sitzgeiststuhl.

Bereits 1927 versuchte Gerrit Rietveld einen stabilen, aus durchgängigem Sperrholz bestehenden Stuhl herzustellen. Wegen fehlender Stabilität unternahm er in den folgenden Jahren Versuche, Sperrholzplatten durch Eisenbänder oder Stahlrohre miteinander zu verbinden. Schließlich führte die Verbindung der spitzen Winkel durch eingeleimte und verschraubte Holzkeile, sowie eine Verzinkung von Sitz und Rücken zum Erfolg.

Unverändert in seiner Form wird der Zig-Zag Stuhl heute vom italienischen Möbelhersteller Cassina hergestellt. Die Miniatur dieses Entwurfs stellt das Vitra Design Museum seit 1992 her.

Maße der Miniatur: 60 x 75 mm, 122 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20207101

Die Miniatur ist nach einem von Gerard van de Groenekan in den 1930er Jahren hergestellten Original angefertigt worden. Wie beim großen Original sind in die spitzen Winkel der Holzplatten durchgehende Holzkeile eingeleimt und zusätzlich mit Schrauben stabilisiert. Die Sitz- und Rückenfläche ist verzinkt miteinander verbunden und durch je zwei Schrauben und Schraubbolzen verspannt.

Wie zu jeder Vitra Miniatur gehört ein Holzkistchen und eine Informationsbroschüre dazu.

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Gerrit T. Rietveld

Sonntag, 02. Oktober 2016

Miniatur „Militär Stuhl“

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Gerrit Rietveld entwarf 1923 den Militär Stuhl für eine katholische Militäreinrichtung in Utrecht. Ein Konstruktionsmerkmal der Militärserie – es gehörten auch Tische und Hocker dazu – war die Verbindung der Gestellteile durch unterschiedlich lange Schloßschrauben mit Vierkantmuttern. Um eine hohe Stabilität zu erreichen, war die linke und rechte Seitentraverse zusätzlich in die Vorder- und Hinterbeine eingenutet.

Das Vitra Design Museum stellte die Miniatur des Militär Stuhls in den Jahren von 2000 bis 2007 her. In der Begleitbroschüre zur Miniatur wird als wahrscheinliche Farbe für die Möblierung der Militäreinrichtung grün angegeben.

Maße der Miniatur: 68 x 85 mm, 150 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20251601

Das Gestell der Miniatur besteht aus unterschiedlich starken, rechteckigen und quadratischen Vierkanthölzern und ist grau lackiert. Die knapp 2 mm starken Sperrholzplatten für die Sitz- und Rückenfläche sind gelb und die Stirnseiten der Hölzer weiß lackiert. Die verwendeten Schloßschrauben und Vierkantmuttern sind maßstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert.

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Alvar Aalto

Sonntag, 28. August 2016

Miniatur „E60 Hocker“

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Als ich in diesem Jahr Alvar Aaltos Hocker E60 in der Ausstellung „Artek – Art & Technology“ im Haus der Architekten in Düsseldorf sah, stand für mich sofort fest, von diesem Hocker eine Miniatur im Maßstab 1:6 anzufertigen.

In der Ausstellung hatte ich die Möglichkeit, den Hocker zu fotografieren und zu vermessen. So konnte ich die Miniatur detailgetreu und maßstäblich anfertigen. Die folgenden Bilder zeigen einige Produktionsschritte, vom Verleimen der L-förmigen Beine bis zur fertigen Miniatur.

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Zur Anfertigung der Beine habe ich 9 Lagen Birkenfurnier in einer Stärke von 0,6 mm in einer vorbereitete Form verleimt und diese nach dem Aushärten auf Breite und Länge zugeschnitten. Auch den Hockersitz habe ich 9-lagig verleimt und nach dem Zuschnitt und Kantenschliff mit einem umlaufenden Anleimer versehen.

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Etwas ungeduldig auf das Ergebnis habe ich provisorisch die Beine mit doppelseitigem Klebeband unter dem Hockersitz befestigt und war sicher, daß nach millimetergenauer Montage der Beine eine wunderschöne Miniatur entsteht.

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Um dem großen Vorbild gerecht zu werden, habe ich in den kurzen Schenkel der Beine 1 mm Kreuzschlitzschrauben  geschraubt, deren Länge von nur 3 mm eine feste Verleimung von Sitz und Beinen erforderte.

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Bei der Anfertigungen von Miniaturen hatte ich bisher immer einen Kampf mit dem rechten Winkel. Deshalb habe ich aus rechtwinklig zugeschnittenen MDF-Platten ein Montagehilfe gebaut. Während des Verleimens habe ich zu drei Seiten einen Halt, der es eigentlich unmöglich macht, eine Miniatur schief zu montieren.

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Und hier ist nun das Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.

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Alvar Aalto

Sonntag, 21. August 2016

Miniatur „E60 Hocker“

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Alvar Aalto entwarf im Jahr 1933 den Hocker Modell 60 mit drei Beinen. Ein Jahr später folgte die vierbeinige Variante mit der Bezeichnung E60. Der Hocker mit seinen L-förmigen Holzbeinen lässt sich platzsparend zu einer spiralförmigen Skulptur stapeln und wird noch heute vom finnischen Möbelhersteller Artek hergestellt.

Vorbild für die von mir angefertigte Miniatur ist der vierbeinige Hocker, den ich in eine Aalto Ausstellung der Architektenkammer NRW in Düsseldorf sah. Ich hatte die Möglichkeit, den Hocker zu vermessen und alle wichtigen Details im Bild festzuhalten.

Maße der Miniatur: Ø 70 mm, 73 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Meine Aufzeichnungen und Fotos haben mir sehr geholfen, die Miniatur originalgetreu herstellen zu können. Aus 9 Lagen 0,6 mm starkem Birkenfurnier habe ich die Sitzplatte und die Hockerbeine verleimt. Um die 90° Biegung der Beine zu erreichen, habe ich schmale Furnierstreifen fest um eine Form gespannt und nach dem Aushärten des Leims auf Breite und Länge geschnitten. Wie beim großen Original „verbinden“ je 3 Kreuzschlitzschrauben im Miniformat 1,0 x 3 mm – zusätzlich jedoch mit einer festen Verleimung – Sitz und Hockerbeine. Die Oberflächen des Hockers habe ich seidenmatt lackiert.

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Marcel Breuer

Sonntag, 07. August 2016

Miniatur „Stuhl Modell ti 3d“

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Der von Marcel Breuer im Jahr 1923 entworfene Stuhl Modell ti 3d wurde in der Tischlerwerkstatt des Bauhauses in Kleinserie hergestellt. Holzleisten mit einheitlichem Querschnitt wurden für das Untergestell verwendet und zwei unterschiedlich große, aus leichtem Sperrholz zugeschnittene Platten, bildeten die Sitz- und Rückenfläche. Der Stuhl erhielt einen Ölfarbenanstrich in weiß und hellgrau und zeigte so die Differenzierung der Funktionen. Unter der Werkstattnummerierung ti 3a wurde der gleiche Entwurf als Kinderstuhl in 3 Größen hergestellt.

Die Miniatur des ti 3d habe ich für meine Sammlung angefertigt.

Maße der Miniatur: 66 x 80 mm, 146 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Das Gestell der Miniatur besteht aus 5 x 5 mm Kiefernleisten und ist weiß lackiert. Das Sperrholz für Sitz und Rücken habe ich aus drei Lagen 0,6 mm Buchenfurnier verleimt und nach dem Zuschnitt hellgrau lackiert. Informationen zur Lackierung und Maßen des Originalstuhls habe ich dem Buch Marcel Breuer Design entnommen.

 

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Marcel Breuer

Sonntag, 17. Juli 2016

Miniatur „Lattenstuhl Modell ti 1a“

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Marcel Breuer entwickelte in den Jahren von 1922 bis 1925 verschiedene Versionen des Lattenstuhls. Der in der Tischlerwerkstatt des Bauhauses in Kleinserie hergestellte Stuhl erhielt die Werksattnummerierung  ti 1a. Vorbild für die vom Vitra Design Museum hergestellte Miniatur ist die 2. Version des Entwurfs, dessen Gestell aus unterschiedlich langen, aber im Querschnitt gleich starken Latten besteht.

Die Miniatur des Vitra Design Museums wurde in den Jahren von 2003 bis 2007 hergestellt.

Maße der Miniatur: 95 x 100 mm, 160 mm hoch.

Maßstab der Miniatur: 1:6

Artikelnummer der Miniatur: 20252601

Das Gestell der Miniatur ist aus unterschiedlich langen Buchenleisten mit einem Querschnitt von 4 x 10 mm hergestellt, braun gebeizt und seidenmatt lackiert. Eine leichte Bespannung aus schwarz-rot gestreiftem Stoff bildet die Sitzfläche, die Rückenlehne besteht aus zwei schmalen Gurten.

 

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